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Tobias Hans gibt Startschuss für eine moderne Verwaltung

Pressemitteilung vom 03.04.2019 - 12:30 Uhr

Im Rahmen eines Pressegesprächs präsentierte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans am Mittwoch, den 3. April 2019, das Konzept eines „Digitalen Bauantrags“.

Ziel des Digitalen Bauantrags soll sein, Bearbeitungsdauern deutlich zu verkürzen und Ressourceneinsätze innerhalb der Verwaltung spürbar zu verbessern. Der Digitale Bauantrag soll eine vollautomatisierte Alternative zum regulären Bauantrag darstellen. Nicht ausgedruckt, sondern digital – von der Einreichung des Antrags bis zu dessen Genehmigung – soll es möglich gemacht werden, Verwaltungsdienstleistungen nutzerfreundlich und ohne lange Wartezeiten in Anspruch zu nehmen. Bei dieser Umsetzung soll es nicht zuletzt auch zu einer Entbürokratisierung durch die radikale Verschlankung einiger Prozesse kommen. Hierfür soll eine digitale Plattform in Form einer Cloudanwendung geschaffen werden, auf welche alle wichtigen, handelnden Akteure wie Architekten, UBAs, Obere Bauaufsicht, sonstige Zustimmungsbehörden, Träger öffentlicher Belange und die Stadtplanung Zugriff erhalten sollen.

Das Thema „Bauen“ ist Standort-Faktor – von Bedeutung einerseits für die Innovationskraft eines Landes – und für seine Attraktivität. Die effizienter, zügige Genehmigung von Bauanträgen trägt maßgeblich dazu bei.

„Heute geben wir den Startschuss für das Bauwesen des digitalen Zeitalters. Mit dem ‚Digitalen Bauantrag‘ gehen wir nicht nur ein Stück weiter in Richtung eines Digitalen Saarlands, sondern geben dem Saarland auch einen neuen Standortfaktor: Wir sind das Land, dass mit Hilfe von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) aktiv bürokratische Hürden für Unternehmen und Bürger abbaut“, erklärt Tobias Hans. „Den Strukturwandel zu gestalten ist unser Ziel der Digitalisierungsstrategie. Hierzu müssen wir mehr Dynamik und Agilität ermöglichen.“

Neben den Vorteilen für Bürgerinnen und Bürger werden auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der UBAs entlastet werden. Durch die Zeitersparnis bei Routineaufgaben bleibt mehr Zeit für andere Bereiche, wie zum Beispiel die individuelle Beratung.

„Unser Ziel ist eine weitestgehende Entlastung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Routineaufgaben um Freiräume für Aufgaben zu schaffen, die nur von Menschen geleistet werden können“, so der Bevollmächtigte für Innovation und Strategie des Landes, „Dabei helfen werden Technologien aus der KI-Forschung aus dem saarländischen Exzellenzstandort. Unser Ziel ist es in diesem Bereich bundesweit Maßstäbe zu setzen.“

Diese Anwendung von Künstlicher Intelligenz soll es zum Beispiel ermöglichen, dass das System bereits unmittelbar beim elektronischen Einreichen des Antrages in der Lage sein wird, automatisiert festzustellen, ob die wesentlichen gesetzlichen Vorschriften, wie Mindestabstände, eingehalten werden und dies nahezu in Echtzeit dem Antragssteller zurückzumelden.

So könnte automatisiert und ressourcenschonend geprüft werden, ob der Bauplatz sich in einem Starkregengebiet befindet, oder in wie weit Abstandsflächen oder Gestaltungsrichtlinien eingehalten werden. Zu Beginn sollen zunächst einzelne Prozesse durch KI assistiert werden. Am Dienstag, den 23. April 2019, soll darüberhinaus im Rahmen eines Pressegesprächs mit dem Ministerpräsidenten und dem Regionalverbandsdirektor Peter Gillo eine Kickoff-Veranstaltung zum Thema „Virtuelles Bauamt“ stattfinden. Das „Virtuelle Bauamt“ gilt als erster Schritt zum saarländischen „Digitalen Bauantrag“ in der UBA des Regionalverbandes.

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