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Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
 

Marktüberwachungsaktion 2017 „Sicherheit von Spielzeug“

Untersuchungen zu Kinderspielzeug verschiedener Prüfinstitute belegen, dass immer wieder Produkte, die die Gesundheit von Kindern gefährden können, auf dem Markt angeboten werden. Dies zeigt die Notwendigkeit behördlicher Überprüfungen durch die Marktüberwachungsbehörden in diesem Bereich.

Das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) hat deshalb, wie bereits in den vergangenen Jahren, auch in 2017 eine Schwerpunktaktion zur Sicherheit von Spielzeug durchgeführt. Überprüft wurden insbesondere Handelsbetriebe (Einkaufsmärkte, Discounter). Im Mittelpunkt der Überprüfungen standen die Warnhinweise und die allgemeine Kennzeichnung von Spielzeug.

Spielzeug, das beispielsweise aufgrund verschluckbarer Kleinteile nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet ist, muss nach der Spielzeug-Richtlinie (RL 2009/48/EG) und der EN 71 (harmonisierte europäische Norm) mit einem gut lesbaren und geeigneten Hinweis, dass das Spielzeug nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet ist, ergänzt durch einen kurzen Hinweis auf die Gefahren, die diese Einschränkung begründen, versehen werden.

Die Kontrollen führte das LUA während der Vorweihnachtszeit in elf Handelsunternehmen durch. Insgesamt wurden 120 Spielzeugartikel in Augenschein genommen und einer visuellen Überprüfung unterzogen.

Bei 70 der 120 Spielzeuge erfolgte eine Intensivprüfung hinsichtlich verschluckbarer Kleinteile.

Diese Überprüfung ergab, dass auf drei Verpackungen, in denen ergänzende Teile für einen bestimmten Typ von Armband enthalten waren und die einzeln im Verkauf erhältlich waren, der Hinweis auf die besonderen Gefahren nicht angebracht war, obwohl die Kleinteile vollständig in den normierten Prüfzylinder für verschluckbare Kleinteile passten. Nach Rücksprache mit dem Händler hat dieser die restlichen Verpackungen mit den fehlenden Hinweisen aus dem Verkauf genommen. Da die Produkte schon seit längerem im Handel erhältlich waren, wurden die für die Marktüberwachung zuständigen Behörden außerhalb des Saarlandes über die sog. Rapex-Meldung informiert. Die für den Hersteller bzw. Inverkehrbringer zuständige Behörde, die weitere Maßnahmen wie den Rückruf der Ware überwacht, ist über die Internet-gestützte Datenbank ICSMS informiert worden.

Bei der allgemeinen Kennzeichnung der Spielzeuge, die insbesondere die Angabe der CE-Kennzeichnung, der Seriennummer und des Herstellers betrifft, gab es keine Beanstandungen.