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60 Jahre Staatskanzlei des Saarlandes
 

Gewalt und Elend

Hundert Jahre Krieg in der Saarregion

Auf die langjährige friedliche Phase folgten einhundert Jahre, die geprägt waren von Krieg, Verwüstung und Not. Der Dreißigjährige Krieg wütete an der Saar besonders stark: Zwar kam es hier nicht zu größeren Schlachten, aber andauernde Truppendurchzüge, Besatzungen, Plünderungen und sinnlose Gewalt entvölkerten das ganze Land. Franzosen, Kaiserliche, Spanier und Schweden sorgten für grausame Verheerungen.
Die Zeit der ruhenden Waffen nach dem Krieg währte nur kurz. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. verfolgte eine aggressive Expansionspolitik. Er dehnte im Zuge der Reunionskriege im Zeitraum von 1667 bis 1697 die Grenzen weit nach Osten aus. Viele Städte wie Ottweiler oder Merzig wurden von den durchziehenden Heeren verwüstet. Auch das heutige Alt-Saarbrücken wurde im Jahre 1677 völlig niedergebrannt. Das Gebiet an der Saar wurde schließlich als Teil der Province de la Sarre in den französischen Staat integriert. Zur Absicherung der Grenze errichtete Festungsbaumeister Vauban ab 1680 die Festungsstadt Saarlouis. Mit dem Frieden von Rijswijk 1697 fiel die Saarregion wieder an das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zurück.