Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Soziales
 

3. Integrationsgipfel des Saarlandes mit Staatsministerin WIdmann-Mauz

Pressemitteilung vom 07.09.2018 - 09:20 Uhr

„Die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, dem Land, den Kommunen und der Zivilgesellschaft haben dazu beigetragen, dass die erste Phase der Aufnahme, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen überwiegend erfolgreich und beispielhaft gestaltet werden konnte.“ Dies betonte die Integrationsbeauftragte der Saarländischen Landesregierung, Sozialministerin Monika Bachmann, anlässlich des 3. Integrationsgipfels des Saarlandes am heutigen Donnerstag (6. September) in Saarbrücken.

Vor mehr als 300 Gästen rief Bachmann nochmals in Erinnerung, dass – neben den vielen neuen Angeboten – auf die während der letzten Jahre aufgebauten Unterstützungsstrukturen zurückgegriffen werden konnte und insbesondere die administrativen, sozialen und gesellschaftlichen Netzwerke in vielerlei Hinsicht gewinnbringend genutzt werden konnten. Sie stellte insbesondere auch die große Hilfsbereitschaft der ehrenamtlich tätigen Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger bei der Bewältigung des Flüchtlingsaufkommens heraus.

Aufgrund der guten und erfolgreichen Zusammenarbeit während der Phase der Soforthilfe äußert die Ministerin große Zuversicht, dass auch die anstehenden Aufgaben der „Alltagsintegration“ mit vereinter Kraft erfüllt werden können.

Ministerin Bachmann betonte, dass es gerade jetzt auch von besonderer Bedeutung sei, dass der Bund und die Länder ihre Integrationspläne und Integrationskonzepte weiterentwickeln und untereinander abstimmen.

Staatsministerin Widmann-Mauz erklärte: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um neue Impulse in der Integrationspolitik zu setzen. Unsere föderalen Ebenen leisten viel bei der Integration. Aber unsere Maßnahmen und das Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen können besser und stringenter sein. Darum starte ich jetzt auf Bundesebene die Arbeit am Nationalen Aktionsplan Integration. Die Länder und Kommunen werde ich dabei eng einbinden.“

Weiter betonte Staatsministerin Widmann-Mauz: „An der Saar und darüber hinaus: Deutschland ist ein weltoffenes, integratives Land und das soll so bleiben! Darum freue ich mich über die Saarländische Offensive für Integration. Sie ist ein Bekenntnis: zu Deutschland als Einwanderungsland, zu Teilhabe für alle und zu Vielfalt als Bereicherung.“

„Eine zukunftsorientierte Zuwanderungs- und Integrationspolitik“, so Ministerin Monika Bachmann, „braucht den Konsens hinsichtlich der Ziele, Leitbilder und Vorhaben. Die im Rahmen des 3. Integrationsgipfel des Saarlandes vorgelegte ‚Saarländische Offensive für Integration‘ wurde während des Gipfels bereits von maßgeblichen öffentlichen und nichtöffentlichen Institutionen und Organisationen, Vereinen und Verbänden, den Kommunen, den Kirchen und Religionsgemeinschaften, unterzeichnet.“

Die „Saarländische Offensive für Integration“ enthält 19 Punkte, zu deren Inhalte die Unterzeichner sich bekennen, dafür werben und deren Umsetzung begleiten wollen.

Die Unterzeichner der „Saarländischen Offensive für Integration“ lehnen jede Form von Rassismus, Extremismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islamismus und fremdenfeindlicher Erscheinungsbilder in ihren Verantwortungsbereichen ab, stehen für eine demokratische Streitkultur und negieren jegliche Form von Populismus. Sie unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bieten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Hilfe z. B. bei der Suche nach einer Kindertagesbetreuung oder bedarfsgerechten Wohnraum an. Sie wollen dafür Sorge tragen, dass die Potentiale und Kompetenzen von Menschen mit Migrationshintergrund erkannt und gefördert werden.

Einen wichtigen Teil der Integrationsarbeit sehen sie in der Förderung der Sprache, auch außerhalb der Schulen und der Integrationskurse sowie im Zugang zur Aus-, Fort- und Weiterbildung bzw. Qualifizierung.

Sie erwarten von den Migrantinnen und Migranten die Anerkennung der Rechts- und Werteordnung, insbesondere die Beachtung der Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie Toleranz und Respekt gegenüber Menschen anderer Herkunft, Religion, Geschlecht, Behinderung, Rasse und sexueller Ausrichtung.

Staatsministerin Widmann-Mauz betonte: „An der Saar und darüber hinaus: Deutschland ist ein weltoffenes, integratives Land und das soll so bleiben! Darum freue ich mich über die Saarländische Offensive für Integration. Sie ist ein Bekenntnis: zu Deutschland als Einwanderungsland, zu Teilhabe für alle und zu Vielfalt als Bereicherung.“