Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Statistik
 

Inflationsrate an der Saar im August unverändert bei 1,5 Prozent

Pressemitteilung vom 30.08.2017 - 10:00 Uhr

Die jährliche Inflationsrate lag im Saarland im August 2017 wie bereits im Vormonat bei 1,5 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Amtes sind die Verbraucherpreise binnen Monatsfrist um 0,2 Prozent angestiegen. Der Verbraucherpreisindex erreichte im August einen Stand von 109,2 (Basisjahr 2010 = 100).

Im Vorjahresvergleich hatten die Gaspreise einen mäßigenden Einfluss auf die aktuelle Preisentwicklung. Während die Heizölkunden im August 2017 wieder 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr zahlen mussten, wurden die Gaskunden um 5,6 Prozent entlastet. Zentralheizung und Fernwärme verteuerten sich um 1,5 Prozent und Elektrizität um 1,1 Prozent. Per Saldo blieb damit das Gesamtpreisniveau bei der Haushaltsenergie konstant. Verglichen mit den Preisen des Basisjahres 2010 ist Heizöl aber immer noch fast ein Fünftel (19,2 %) günstiger, wohingegen die Gaspreise um 5,4 Prozent über dem Ausgangsniveau liegen. Stark gestiegen sind über diesen Zeitraum die Strompreise mit einem Plus von 25,3 Prozent.

Die Kraftstoffpreise weisen mit plus 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr einen überdurchschnittlichen Anstieg aus. Noch deutlicher haben sich die Tabakwaren verteuert (+ 4,6 %).

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen waren jüngst im Schnitt 2,8 Prozent teurer als vor einem Jahr, etwas geringer fiel der Anstieg bei den Pauschalreisen aus (+ 2,5 %).

Hinter dem Preisanstieg von 2,6 Prozent bei Nahrungsmitteln verbergen sich drastische Verteuerungen bei Butter (+ 62,3 %) und Milch (Frischmilch + 30,1 %, H-Milch + 37,7 %). Preiswerter waren hingegen Gemüse wie Gurken (- 37,6 %), Paprika (- 13,2 %) und Tomaten (- 12,1 %).

Im Vergleich zum Vormonat Juli 2017 errechnet sich im Zuge der saisonalen Kollektionsumstellung für den Bereich Bekleidung und Schuhe bereits ein Plus von 3,3 Prozent. Entlastungen für die Verbraucher gab es durch ein im Schnitt um 1,3 Prozent günstigeres Pauschalreisenangebot.

Hinweis: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 0,3 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1.000 Euro gekostet hat, heute 3 Euro mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen.

Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend der jeweiligen Ausgabenanteile eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt. Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).