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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Luxemburg und das Saarland arbeiten künftig im Bereich der analytischen Lebensmittelkontrolle zusammen

01.03.2018
Vorne v.l.: Thiemo Burgard (LUA), Dr. Claudia Turner (LAV), Prof. Friedrich Mühlschlegel (LNS) und Dr. Felix Wildschütz. Stehend v. l.: Minister Reinhold Jost, Ministerin Lydia Mutsch und Minister Fernand Etgen. Foto: Oliver Hoen
Vorne v.l.: Thiemo Burgard (LUA), Dr. Claudia Turner (LAV), Prof. Friedrich Mühlschlegel (LNS) und Dr. Felix Wildschütz. Stehend v. l.: Minister Reinhold Jost, Ministerin Lydia Mutsch und Minister Fernand Etgen. Foto: Oliver Hoen

Das Saarland und Luxemburg werden im Bereich der analytischen Lebensmittelkontrolle zusammenarbeiten. In Anwesenheit von Verbraucherschutzminister Reinhold Jost, dem luxemburgischen Verbraucherschutzminister Fernand Etgen und seiner Kollegin, Gesundheitsministerin Lydia Mutsch, sowie Vertretern der nachgeordneten Fachbehörden wurde eine entsprechende Absichtserklärung, ein so genanntes  „Memorandum of Understanding“, unterzeichnet.

„Lebensmittelsicherheit ist eines der wichtigsten Anliegen der Verbraucher: Sie wollen Produkte, die sie ohne Angst vor Verunreinigungen konsumieren können. Um das zu gewährleisten, haben sowohl die Hersteller als auch die Kontrollorgane im Laufe der Jahre immer aufwändigere Kontrollsysteme eingerichtet“, unterstreicht Fernand Etgen. „Auch wenn unsere Lebensmittel heute die höchsten Sicherheit-Standards erfüllen und somit auch vom Verbraucher höchstes Vertrauen genießen, so kann man dies nur mittels einer hochwertig dauerhaften Kontrolle sichern.“
Das Memorandum of Understanding zwischen den beteiligten Untersuchungsämtern bildet die rechtliche Grundlage für ein zweijähriges Pilotprojekt zur Auslotung von Kooperationsmöglichkeiten im Laborbereich des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.
„Die Sicherstellung der im gesundheitlichen Verbraucherschutz rechtlich vorgegebenen Untersuchungskapazitäten ist für ein kleines Bundesland wie das Saarland nur mit einem sehr hohen technischen und personellen Aufwand möglich. Daher ist es auch gerade im Sinne der Verbraucher richtig und zweckmäßig, Kooperationen einzugehen. Wir haben in Luxemburg Kooperationspartner gefunden, mit denen wir, wie ich bereits aus Erfahrung weiß, vertrauensvoll zusammenarbeiten werden“, so Minister Reinhold Jost.
 „Bei dieser Zusammenarbeit wenden wir das Prinzip des „pas tout partout“ (nicht alles überall) an, und vermeiden somit, dass jedes Labor dieselben Untersuchungen vornehmen muss. Auf diese Weise reduzieren wir unnötige Kosten und einen hohen Personalaufwand. Die vorgeschlagene Arbeitsteilung zwischen dem Saarland und Luxemburg wird uns jeweils erlauben, eine kritische Masse von Testuntersuchungen zu bearbeiten und so effizient zu bleiben“, erklärt Lydia Mutsch.
Im Pilotprojekt wurde in einer ersten Phase beschlossen, dass die saarländischen Ämter einen Teil der luxemburgischen Pflanzenschutzmittelanalytik sowie die Analyse von bestrahlten Lebensmitteln übernehmen. Im Gegenzug wird das „Laboratoire National de Santé“ (LNS) für das Saarland Analysen von Mykotoxinen, Akrylamid, Furan sowie verbotenen Sudan-Farbstoffen vornehmen.