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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Wolfsmanagement: Das Saarland, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen wollen eng zusammenarbeiten

05.03.2018

Auch wenn er das Saarland bisher links liegen gelassen hat – „wir sind auf die Rückkehr des Wolfes vorbereitet“, sagt Umweltminister Reinhold Jost. Bereits  2015 hat das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in Abstimmung mit vielen Interessengruppen einen Wolfsmanagementplan entwickelt, um das erwartete Auftauchen des Wolfes positiv zu begleiten und etwaige Konflikte zwischen Mensch und Wolf möglichst zu vermeiden.
 
Aber da der Wolf auf der Suche nach neuen waldreichen Revieren weite Strecken zurücklegt – über Ländergrenzen hinweg – will das Saarland künftig mit Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen enger zusammenarbeiten. Ein gemeinsames Konzept zum Umgang mit Wölfen wurde erarbeitet. „Auch wenn die Rückkehr des Wolfes von vielen Natur- und Artenschützern begrüßt wird, so wissen wir auch um die Ängste vieler Menschen – nicht zuletzt der Nutztierhalter – vor möglichen Gefahren und Risiken. Dem müssen und wollen wir Rechnung tragen“, so Jost. Wobei klar sei, dass sich der Wolf im dicht besiedelten Saarland nicht ansiedeln, sondern die Region lediglich durchstreifen werde.

„Gerade wegen der hohen Mobilität des Wolfs halte ich eine Kooperation der Länder für höchst sinnvoll und effizient. So können wir Kenntnisse und Ressourcen teilen und unser Vorgehen im Bedarfsfall und auf der Grundlage unseres Managementplans fachlich abstimmen. Wir streben einen regelmäßigen Informationsaustausch an – auch zur Abstimmung länderübergreifender Einsätze“, unterstreicht der Minister. „Wir im Saarland profitieren hier vor allem von Einrichtungen der Nachbarländer. So gibt es bereits Experten etwa beim Nationalpark Schwarzwald, der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg und der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) in Trippstadt, die bereits Erfahrung mit dem Fang und der Besenderung von Wildtieren haben.“
Die Kooperationsvereinbarung tritt zum 1. April in Kraft. Jost: „Wir würden uns freuen, wenn wir noch weitere Länder mit ins Boot nehmen könnten.“