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Waldbild des Monats

Der Eichelhäher

Bauernregel: Hat der April mehr Regen als Sonnenschein, so wird's im Juni trocken sein.

Der Eichelhäher - Waldbild des Monats April 2018
Der Eichelhäher - Waldbild des Monats April 2018

Jetzt beginnt die Brutzeit der Vögel. Amseln, der Eichelhäher, der Buchfink und viele weitere Vögel sollten dabei möglichst nicht gestört werden.
Der Eichelhäher brütet nur einmal pro Jahr. Anfang April baut der Eichelhäher in den Bäumen sein Nest. Es besteht aus Zweigen und wird von feinen Wurzeln und Moos gepolstert. Das Weibchen legt fünf bis sieben graugrüne, bräunlich gefleckte Eier. Die Brutzeit dieser Eier dauert 16 bis 17 Tage und liegt zwischen Ende April und Juni. Männchen und Weibchen lösen sich zum brüten ab. Die Nestlings Zeit beträgt etwa 19 bis 20 Tage.
Seinen Namen verdankt der Eichelhäher seiner Lieblingsspeise. Bis zu zehn Eicheln kann er im Kehlsack transportieren - und trägt dazu nicht selten noch eine im Schnabel. Die Baumfrüchte versteckt er dann sorgfältig als Wintervorrat im Boden, was auf ein phänomenales Gedächtnis schließen lässt. Da er aber am Ende doch nicht alle Verstecke wiederfindet, können viele der Eicheln auskeimen. So sät er indirekt Nahrungsbäume für nachfolgende Eichelhäher-Generationen. In der Vergangenheit verhalf er Eichenwäldern durch diese Eigenart übrigens auch zur Ausbreitung.
Ansonsten ist die Nahrung des Eichelhähers sehr  vielseitig. Man kann auch sagen, er ist ein Allesfresser. Die Nahrung besteht aus Insekten, Käfern, Larven, Würmern, Schnecken, Mäusen, kleinen Vögeln (Nestlinge), Vogeleiern, Eicheln, Nüssen, Bucheckern, Beeren, Äpfeln, Mais, Getreidearten und Vogelfutter aus Futterhäusern
Der Eichelhäher bewohnt überwiegend Laub - und Mischwälder, aber auch Nadelwälder. Ebenso ist er auch in waldnahen Gärten und baumreichen Parks zu sehen. Sein Revier ist etwa 25 Hektar groß. Dieses wird von ihm eisern gegen Artgenossen verteidigt. Der Eichelhäher ist ein Standvogel und überwintert in seinem Brutgebiet. Im Flug ist der Eichelhäher leicht zu erkennen. Sein Flugbild wird durch die breiten, runden Flügel charakterisiert. Der Eichelhäher warnt mit seinem lauten Alarmruf vor Feinden (auch vor Menschen). Seine weiteren Rufe und Imitationen anderer Vogelarten, die er von sich gibt, sind weniger laut. Häufig hört man ein "hijäh", das dem Ruf eines Mäusebussards ähnlich ist oder ein krähenartiges "kraah".
Der Eichelhäher hat auch Feinde, wie z.B. Menschen, Uhus, Krähen, Falken und Greifvögel. Im Alter von einem Jahr ist die Verlustrate durch Angriffe von Greifvögeln und Eulen beim Eichelhäher am größten.

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