Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Medien-Newsroom
 

Mehr Geld für die Hochschulen

Ministerpräsident Tobias Hans: Starkes Bekenntnis des Landes zur Sicherung und Weiterentwicklung von Universität und htw saar

Pressemitteilung vom 26.06.2018 - 10:50 Uhr

In der Haushaltseckpunkteklausur beschloss die Landesregierung – vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers - der Universität und der htw saar in 2020 18,8 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen sowie ab 2021 die Tarifkostensteigerungen zu übernehmen.

Dies – so Ministerpräsident Hans -  ist ein starkes Bekenntnis des Landes zu beiden Hochschulen und ermöglicht den nachhaltigen Erhalt und die Stärkung eines leistungsstarken und konkurrenzfähigen Hochschulsystems im Saarland mit seinen Profilschwerpunkten. Vor diesem Hintergrund sollen im Sommer die Ziele der Hochschulen für den Zeitraum bis 2021 und die Eckpunkte bis 2030 abschließend verhandelt werden.

Ministerpräsident Hans informierte die Präsidenten von UdS und htw saar über das außerordentlich positive Ergebnis der Haushaltseckpunkteklausur für die Jahre bis 2022.

Mit diesen Planungen unterstreicht die saarländische Landesregierung die Bedeutung beider Hochschulen für den weiteren Strukturwandel im Land. Ministerpräsident Hans: „Diese besondere Anstrengung zeigt, dass wir auch in Zukunft leistungsfähige Hochschulen in unserem Land wollen. Mit diesen zusätzlichen Mitteln wird es uns gemeinsam gelingen im zunehmenden Wettbewerb erfolgreich zu bleiben.“

Das Land würdigt die bisher seitens der Hochschulen geleisteten Beiträge zur Haushaltskonsolidierung des Landes; Universität und htw saar werden die im Landeshochschulentwicklungsplan 2015-2020 getroffenen Entscheidungen sowie die bisherigen Maßnahmen für mehr Konzentration, Kräftebündelung, Profilbildung und Kooperation bis 2020 weiter umsetzen.

Wie im Koalitionsvertrag des Saarlandes vorgesehen, werden die Globalhaushalte der Universität und der htw saar ab 2020 um einen Betrag von  zusammen 15 Mio. Euro steigen. Das Land sieht nunmehr zusätzlich vor, dass ab 2021 landesseitig zusätzlich die vollständigen Tarifkostensteigerungen übernommen werden.

Die Landesregierung sieht große Chancen für die weitere Stärkung der Profilschwerpunkte und zum Erhalt der Drittmittelstärke. Die Universität des Saarlandes wird daher gemäß ihres Zukunftskonzepts „UdS 2030“ den Schwerpunkt Europa zielgerichtet weiterentwickeln. Zur Stärkung des Schwerpunktes Informatik wurden in der jüngsten Vergangenheit bereits finanzielle Zusagen durch das Land gemacht. Für die exzellenzinitiative-taugliche Ertüchtigung des Schwerpunktes NanoBioMed als gesondertes Vorhaben wird die Universität in den Jahren 2021 und 2022 zusätzlich insgesamt 8 Mio. Euro erhalten. Zur Unterstützung der Medizinischen Fakultät ist ein Aufwuchs in 2020 um 1 Mio. Euro vorgesehen; dieser Betrag soll in 2021 weiter auf 2 Mio. Euro und in 2022 dann auf 3 Mio. Euro ansteigen. Weiterhin ist es ab 2020 vorgesehen, die eingeworbenen Bundesmittel der UdS im Bund-Länder-Programm Wissenschaftlicher Nachwuchs zu flankieren.

An der htw saar - der Ingenieurschule im Saarland - sollen die Ingenieurwissenschaften gestärkt und unter Nutzung des anstehenden Generationenwechsels noch stärker hin zur saarländischen Wirtschaft mit einem deutlichen Fokus auf den Mittelstand orientiert werden. Hierfür sollen in 2020 zusätzliche 400.000 Euro zur Verfügung stehen; dieser Betrag soll in 2021 weiter auf 1 Mio. Euro und in 2022 dann auf 1,1 Mio. Euro ansteigen. Weiterhin soll der Bereich Soziale Arbeit ausgebaut und ein neuer Studiengang zur Ausbildung von Hebammen eingerichtet werden. Vor dem Hintergrund des demographischen und sozialen Wandels und der Schaffung einer nachhaltigen sozialen Infrastruktur im Saarland soll dieser Profilschwerpunkt der htw saar weiter  gestärkt werden.

Die saarländischen Hochschulen konnten den Anteil der drittmittelfinanzierten Forschung in den vergangenen Jahren steigern. Drittmittel werden nicht nur als Finanzierungsgrundlage immer wichtiger, sondern sind gleichzeitig Ausweis der Leistungsfähigkeit der Hochschule. „Gerade vor diesem Hintergrund“, so Ministerpräsident Hans, „sollen beide Hochschulen in die Lage versetzt werden, weiterhin erfolgreich Drittmittelprojekte einzuwerben und durchzuführen.“ Daher werden die  Universität und die htw saar in den kommenden Jahren für einen Strategiefond mit insgesamt 1,2 Mio. Euro unterstützt.

Vor dem Hintergrund dieser verbesserten Rahmenbedingungen erwartet das Land von den Hochschulen neben einer Stabilisierung der Studierendenzahlen, den Erhalt der Drittmittelstärke. Ausgehend  von der bereits sehr guten Vernetzung – sollen die Kooperationen zwischen den Hochschulen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie mit der saarländischen Wirtschaft weiter verstärkt werden.

Das Land sieht die Digitalisierung als Chance für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Saarland. Der digitale Wandel soll dabei kein Selbstzweck sein. Aus diesem Grund hat das Land die Hochschulen gebeten, Digitalisierungsstrategien zu entwickeln. Nunmehr sollen die Hochschulen befähigt werden, die jetzt vorliegenden Digitalisierungsstrategien und deren Umsetzung weiter voranzubringen.

Die Hochschulen stehen in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Dank des neuen Bund-Länder-Finanzausgleichs sowie der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Schwerpunktsetzung durch das Land sieht die Landesregierung vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers vor, den Hochschulen allein im Jahr 2020 zusätzliche Mittel in Höhe von 18,8 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 2021 sind dies zusätzlich zum vollständigen Tarifkostenausgleich 22,4 Mio. Euro, im Jahr 2022 dann entsprechend 24,5 Mio. Euro.In den kommenden Jahren wird dies zu einer grundsätzlich positiven und zukunftsfesten Weiterentwicklung der beiden Hochschulen beitragen.

Ministerpräsident Tobias Hans, Universitätspräsident Prof. Dr. Manfred Schmitt und Präsident Prof. Dr. Wolrad Rommel sind sich einig, das die Ziel- und Leistungsvereinbarungen für den Zeitraum 2019-2021 nunmehr zügig abgeschlossen werden können. „Denn die Hochschulen haben für unser Land eine enorme Bedeutung, für die akademischen Ausbildung, Forschung und Entwicklung, für die Fachkräftesicherung der saarländischen Wirtschaft sowie für die Innovationskraft des Standortes“ bekräftigt Ministerpräsident Hans.

 

 

Ansprechpartner

Staatskanzlei des Saarlandes
Anne Funk
Regierungssprecherin
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-1126/1127
(0160) 8823468 (mobil)
Telefax
(0681) 501-1222
Staatskanzlei des Saarlandes
Pressestelle
Gabi Kümmel
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-1210
Telefax
(0681) 501-1222