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Ministerium für Bildung und Kultur
 

INSM-Bildungsmonitor 2018: Saarländische Schulen verbessern sich bundesweit in den letzten fünf Jahren am stärksten

Pressemitteilung vom 16.08.2018 - 14:00 Uhr

• Spitzenplatz bei Schüler-Lehrer-Relation an Grundschulen
• Geringe Wiederholerquote
• Gute Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern

Die von den Arbeitgeberverbänden in der Metall- und Elektroindustrie finanzierte „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ hat am 15.08.2018 ihren „Bildungsmonitor 2018“ veröffentlicht. Die Studie vergleicht die Bildungssysteme aller Bundesländer in Hinblick auf die Reduzierung von Bildungsarmut, den Beitrag zur Fachkräftesicherung und Wachstumsförderung – in dieser Ausgabe vom Jahr 2016 – und wurde zum 15. Mal veröffentlicht.
Bildungsminister Ulrich Commerçon zeigt sich erfreut über die außerordentlich guten Ergebnisse: „Bei meinem Amtsantritt 2012 lag das Saarland, was die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems angeht, noch auf Platz 12. Heute belegen wir einen stabilen 6. Platz. Mehr noch: Wir haben uns von allen Bundesländern in den vergangenen fünf Jahren am stärksten verbessert. Das ist ein toller Erfolg, den wir mit unseren Schulen in den vergangenen Jahren erreicht haben!“

Den Bestwert beim Bundesranking, was die Veränderungen zum Bildungsmonitor 2013 angeht, erreicht das Saarland mit 13,2 Pluspunkten (Vergleich: Hamburg erzielt mit 6,3 Punkten den zweitbesten Wert).

„Wir haben früh angefangen, unsere Grundschulen bei ihren vielen Herausforderungen personell zu unterstützen. Es verwundert daher nicht, dass wir bundesweit nunmehr den zweitbesten Wert bei der Schüler-Lehrer-Relation an Grundschulen erreichen. Außerdem bleiben bei uns – anders als in anderen Bundesländern – keine Lehrerstellen unbesetzt: Dementsprechend gewährleisten wir auch mehr Unterrichtsstunden in Grundschulen als andere Bundesländer“, so Commerçon.
Im Saarland kommen auf eine Lehrkraft 13,6 Schüler_innen, wohingegen der Bundesdurchschnitt gerademal bei 16,3 Schüler_innen pro Lehrkraft liegt.
Die Unterrichtsstunden betragen für die Grundschulen pro Klassen im Saarland durchschnittlich 35,2 Stunden, während es im Bund 30,5 Stunden sind. 

Das Bildungssystem im Saarland zeigt eine weitere Stärke: Die Wiederholerquote in der Sekundarstufe I lag im Jahr 2016 bei 1,7 Prozent, wohingegen der Bundesdurchschnitt mit 2,7 Prozent deutlich höher lag. „Wir haben in der Vergangenheit den Fokus stärker auf eine gezielte individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler gelegt. So konnten Lerndefizite frühzeitig erkannt und ausgeglichen werden, sodass Schülerinnen und Schüler immer seltener die Schule ohne Abschluss verließen oder Klassen wiederholten“, so Minister Commerçon.

Zudem bestätigt der Bildungsmonitor die großen Anstrengungen, den Ganztagsbereich im Saarland weiter auszubauen. So liegen im Grundschulbereich die Teilnahmequoten am Ganztag mit 47,6 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 40,8 Prozent. Auch im Sekundar-I-Bereich ist das Saarland auf einem guten Weg. So besucht im Schuljahr 2018/19 schon fast jeder vierte Schüler bzw. jede vierte Schülerin im Sekundar-I-Bereich entweder eine echte Ganztagsschule oder nimmt das Nachmittagsangebot einer Freiwilligen Ganztagsschule wahr.

Im INSM-Bildungsmonitor 2018 wurde erstmals vertieft der Bereich „Digitalisierung" untersucht. Insgesamt sind die Schulen im Saarland bei der Digitalisierung auf einem guten Weg.

Bildungsminister Commerçon: „Unsere Schülerinnen und Schüler weisen, so der Bildungsmonitor, große Stärken bei ihrer Medienkompetenz auf. Das ist sehr erfreulich und zeigt, dass wir von Anfang an gut vorbereitet waren: Wir haben früh unser Landeskonzept Medienbildung auf den Weg gebracht, früh mit der Gründung des Zentrums für Medienbildung beim Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) die Lehrerfortbildungen im Bereich Medienbildung gestärkt und haben zudem die Schulträger mit unserem Förderprogramm für Medienschulen bei der IT-Ausstattung finanziell unterstützt. Dennoch, das zeigt die Studie in Bezug auf die IT-Ausstattung deutlich, unsere Hilfe alleine reicht nicht. Wir brauchen das Geld aus dem DigitalPakt Schule für eine zeitgemäße IT-Infrastruktur an den saarländischen Schulen. Viel zu lange hat sich der Bund finanziell nicht engagiert. Ab Januar 2019 werden nun endlich die dringend benötigten Mittel fließen.“