Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Saarforst Landesbetrieb
 

Flächentausch im „Urwald vor den Toren der Stadt“

06.11.2017

Im Sommer wurden große Teile des Saarkohlenwaldes als Naturschutzgebiet (NA-TURA 2000 Gebiet / FFH- und Vogelschutz -Gebiet) ausgewiesen. Im Rahmen des Ausweisungsverfahrens haben sich die Projektpartner des „Urwaldgebietes“ –  Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, NABU Saarland und der SaarForst Landesbetrieb – darauf  geeinigt, kleinere Veränderungen in der Flächenkulisse des Urwaldes vorzunehmen, wobei die Beteiligten sich einig waren, dass die Urwaldfläche insgesamt nicht verringert werden darf. Die Projektpartner sind dabei den Empfehlungen der Experten aus Verbänden, Behörden und dem Ministerium gefolgt.

Ausgegliedert aus dem Urwald wurden einige Waldflächen im Bereich des sogenannten Oberen Italienerweges. Es handelt sich um relativ gleichmäßig strukturierte, jüngere Laubwaldbestände, die zudem noch in großen Teilen längs der Verbindungsstraße Holz – Quierschied (L 247)  liegen.
Im Gegenzug wurden im oberen Netzbachtal neue Waldteile hinzugenommen. Dabei  handelt es sich überwiegend um ältere Laubwaldbestände, was vom ökologischen Standpunkt her für den Urwald eine Aufwertung bedeutet.

Für die Bevölkerung wird es nach diesem „Flächentausch“ grundsätzlich keine wesentliche Änderung geben, was den Aufenthalt im Urwald anbelangt. Allerdings müssen sich Waldbesucher auf dem Oberen Italienerweg darauf einstellen, dass in den ehemaligen Urwaldbereichen, die nach dem Flächentausch zum Prozessschutzrevier Quierschied gehören, in den nächsten Jahren wieder Waldarbeiten stattfinden werden. Vorbereitende forstwirtschaftliche Arbeiten beginnen bereits in diesem Herbst.
In einem ersten Schritt werden die Bäume rechts und links am Oberen Italienerweg durch eine Spezialfirma so zurückgeschnitten bzw. gefällt, dass ein LKW ungehindert den Weg befahren kann.
SaarForst bittet die Waldbesucher um Verständnis, dass während der waldwirtschaftlichen Maßnahmen die Wege unbedingt gesperrt werden müssen. Im eigenen Interesse muss jeder die Warnschilder und Absperrbänder beachten. Es ist organisatorisch sichergestellt, dass die Arbeiten so zügig wie möglich durchgeführt werden und dass nur dort gesperrt wird, wo konkrete Gefahrenbereiche gegeben sind. Somit bleiben vielfältige Ausweichstrecken, sodass einem Waldbesuch nichts entgegensteht.