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Fortbildungsprogramm PIKAS: 25 Schulen machen Mathe-Unterricht jetzt fit für die Inklusion

Pressemitteilung vom 12.03.2018 - 17:05 Uhr

Im Rahmen der bundesweiten Fortbildungsreihe SINUS verbessern saarländische Grundschullehrerinnen und -lehrer seit dem Schuljahr 2008/09  die Qualität ihres mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts. Ein Expertenteam hat das Programm nun auch für den inklusiven Unterricht weiterentwickelt. PIKAS heißt es. Das Ziel: Lehrkräfte sollen ihren Unterricht so gestalten, dass die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler stärker berücksichtigt werden. Diese sollen dadurch Erfolgserlebnisse und Wertschätzung erfahren.
Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot freut sich über diese Entwicklung: „25 Schulen – 23 Grundschulen, eine Förderschule und eine Gemeinschaftsschule gestalten ihren Mathematikunterricht bald inklusionsorientiert. Die mathematischen Unterrichtsinhalte sind methodisch-didaktisch so konzipiert, dass sie sowohl individuelles als auch gemeinschaftliches Lernen in Gruppen ermöglichen“, erklärt Streichert-Clivot.

Bei PIKAS wird besonders auf den Austausch in sogenannter Partner- und Gruppenarbeit gelegt. Die Schülerinnen und Schüler lernen dort, fachsprachliche Redemittel zu benutzen. Das wirke lernfördernd, sagen Bildungsexperten.

Hintergrund:
Das LPM beteiligt sich seit dem Schuljahr 2008/2009 an diesem bundesweit erfolgreichen Lehrerfortbildungsprogramm zur Verbesserung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts an Grundschulen, dessen Kürzel SINUS für die „Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“ steht.

Seit dem Schuljahr 2014 / 2015 wurde das Programm im Sinne inklusiver Bildungsprozesse erweitert und heißt fortan „SINUS & inklusive Bildung mit PIKAS“. PIKAS bedeutet „Prozess und inhaltsbezogene Kompetenzen Anregung von fachbezogener Schulentwicklung“. Dieses Theorie und Praxis verknüpfende Lehrerfortbildungskonzept berücksichtigt mathematikdidaktisch und methodisch die gestiegene Heterogenität der Schülerschaft und wurde von Professor Dr. Christoph Selter mit seinem Team an der Technischen Universität Dortmund entwickelt.

Neun Grundschulen entwickeln darüber hinaus im Projekt „SINUS NaWi und FOKUS Hand in Hand“ (Forschendes Lernen in Kita und Schule) die Qualität des naturwissenschaftlichen und technischen Lernens weiter. In diesen Lehrerfortbildungen, die Prof. Dr. Miriam Leuchter von der Universität Koblenz-Landau mit wissenschaftlicher Expertise unterstützt, steht die Förderung naturwissenschaftlich orientierter Denk- und Arbeitsweisen im Vordergrund.

Ansprechpartner

Ministerium für Bildung und Kultur
Marija Herceg
Pressesprecherin
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-7365
Telefax
(0681) 501-7550