Landesportal Saarland

Navigation und Service

Thema: Corona

Hauptinhalte

FAQ Mitarbeiter:innen

Muss ich als Mitarbeiter/-in nach einer 2. Impfung noch eine Maske tragen?

Derzeit ist es noch unklar, ob geimpfte Personen das Virus weiterverbreiten, ob es lediglich zu einem milderen Verlauf kommt oder ob Geimpfte nicht mehr an Covid-19 erkranken.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch geimpfte Bewohner weiterhin infektiös sind und andere Mitmenschen anstecken. Zum Schutz der Bewohner, der Mitarbeiter und der Besucher bleibt daher die Maskenpflicht weiterhin bestehen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Infektionen auch bei Bewohner/-innen mit vollständigem Impfschutz nicht ausgeschlossen werden können. Ausgehend hiervon und ausgehend von den Empfehlungen des RKI sind daher die AHA+l Regelungen weiterhin einzuhalten.

Was sind die Konsequenzen für mich als Mitarbeiter/-in im Seniorenzentrum, wenn ich nicht geimpft bin?

Die Impfung ist freiwillig. Aus diesem Grund sind berechtigte Konsequenzen derzeit nicht erkennbar. 

Die Impfung ist jedoch der wichtigste Schritt zur Bekämpfung der Pandemie. Nur im Falle einer bestehenden sogenannten „Herdenimmunität“ wird der Kampf gegen die Pandemie erfolgreich sein. Sie schützt vor schweren Verläufen.

Im Falle einer fehlenden Immunität besteht derzeit die Verpflichtung, sich zwei Mal pro Woche testen zu lassen. Bereits immunisierte Mitarbeiter*innen müssen nur ein Mal pro Woche getestet werden.

An welche Stelle können sich Leitungskräfte wenden, wenn Rückfragen zu Impfungen aufkommen?

Häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema Impfung befinden sich unter folgenden Quellen:

Saarland - Impfung

RKI - Impfen - COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Einrichtungsspezifische Fragen können zudem an den für die Einrichtung zuständigen Sachbearbeiter der Beratungs- und Prüfbehörde nach dem Landesheimgesetz des  Saarlandes (Heimaufsicht) gestellt werden.

Muss ich als geimpfte/-r Mitarbeiter/-in nach einem Urlaub in einem Risikogebiet in Quarantäne?

Im Falle einer vollständigen Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus entfällt die Quarantäne, wenn seit der letzten Impfung mindestens 14 Tage vergangen sind und die geimpfte Person keine typischen Symptome einer Infektion wie Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber oder Geruchs- oder Geschmacksverlust aufweist. Die Einreise darf zudem NICHT aus einem Virusvariantengebiet erfolgen.

Wie lange hat der Priorisierung Code für Mitarbeiter/-innen Gültigkeit?

Der Code ist zeitlich nicht begrenzt.

Kann ich mir den Impfstoff aussuchen?

Nein, es besteht kein Wahlrecht. Der durchführende Impfarzt entscheidet anhand definierter Kriterien und der Verfügbarkeit von Impfstoffen, welches Präparat verabreicht wird.

Warum muss ich als Mitarbeiter/-in zu einem stationären Impfzentrum und werde nicht gleich im Pflegeheim geimpft?

Sofern Einrichtungen noch angefahren werden, kann die erste Impfung in der Einrichtung erfolgen.

Das weitere Vorgehen befindet sich in der Abstimmung.

Warum können Pflegekräfte von ambulanten, teilstationären und stationären Pflegeeinrichtungen nicht priorisiert in den Krankenhäusern geimpft werden?

Das erfolgt bereits bei denjenigen Trägern, die gleichzeitig Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen betreiben.

Bekommen externe Mitarbeiter/-innen einer Dienstleistungsgesellschaft (Hausmeister, Reinigungskräfte, Küchenkräfte), die zwar jeden Tag im Haus sind, aber nicht zur Trägergesellschaft der Einrichtung gehören, ebenfalls einen Priorisierungscode?

Ja, sie erhalten den Priorisierungscode nach § 2 Absatz 2 der Corona-Impfverordnung und die Tätigkeitsbescheinigung von der Einrichtung. Die Art des Beschäftigungsverhältnisses – Anstellung oder als externer Dienstleister – ist hierbei nicht ausschlaggebend.

FAQ Bewohner:innen

Muss ich als Bewohner/in bei Neuaufnahme trotz Impfung und Negativtestat 7 Tage in Quarantäne?

Bei Neuaufnahmen und Verlegungen ist zwischen Bewohner/-innen mit bereits vollständigem Impfschutz und ohne Impfung zu unterscheiden:

  • Bewohner/-innen mit vollständigem Impfschutz ohne direkten Kontakt zu SARS-CoV-2-positiven Personen bzw. ohne entsprechende Symptome: Keine Quarantäne notwendig, Testung mit Antigen-Schnelltest (gemäß nationaler Teststrategie).
  • Neuaufnahmen ohne Impfschutz: Vorgehen entsprechend den Hinweisen des RKI unter „Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen“ vom 7. April 2021, dort unter 3.3. mit weiteren Nachweisen. Eine Impfung sollte zeitnah angeboten werden. Es sollte angestrebt werden, dass die Bewohner*innen bereits vor Aufnahme in die Pflegeeinrichtung geimpft werden.

Eine durchgeführte Impfung führt nach dem derzeitigen Kenntnisstand lediglich dann zu einer anderen Bewertung, wenn die Durchimpfungsquote bei Bewohnern* bei 90 % liegt.

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet und das generische Maskulinum verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beide Geschlechter.

Muss ich als Bewohner/-in bei Rückverlegung aus Krankenhaus, trotz Impfung und Negativtestat 7 Tage in Quarantäne?

Der vorangegangene Punkt gilt entsprechend.

Muss ich als Bewohner/-in nach Besuch meiner Angehörigen trotz Impfung und Negativtestat 7 Tage in Quarantäne?

Nein, grundsätzlich haben Besuche in einer Pflegeeinrichtung keine Auswirkungen auf Absonderungen oder Testungen. Dies setzt die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen, eine Immunisierung der Besuchsperson und/oder einen tagaktuellen Negativtest zwingend voraus.

Muss ich als Bewohner/-in nach einem Besuch bei meinen Angehörigen oder bei einer Heimfahrt nach Hause nach meiner Rückkehr in die Einrichtung trotz Impfung und Negativtest 7 Tage in Quarantäne?

Auf der Basis der Empfehlungen des RKI wird die Quarantäne bei einer Heimfahrt von mehr als 24 Stunden empfohlen. Im Falle einer Immunisierung kann jedoch von einer Quarantäne abgesehen werden.

Wie erhalten Bewohner/-innen ein Impfangebot, wenn sie am Impftag nicht in der Einrichtung waren?

Zum 25.02.2021 besteht folgende Vorgehensweise: Die Einrichtungen werden dreimalig angefahren, die dritte Anfahrt dient der Komplettierung eines bei der zweiten Anfahrt begonnenen Impfprozesses.

Sollte die Impfung im Rahmen dieses Angebotes nicht erfolgen können, besteht die Möglichkeit der Impfung in den Impfzentren, alternativ wird um Geduld gebeten, die Zulassung weiterer Impfstoffe steht an und die Verimpfung durch Hauspraxen wird allgemein angestrebt.

Wird ein Transportschein ausgestellt, wenn die Bewohner/-innen im Impfzentrum geimpft werden müssen?

Bei Pflegebedürftigkeit kann ein Transportschein ausgestellt werden. Diesen erhält man über den Hausarzt bzw. die Hausärztin.

Darf ein positiver Bewohner* mit einem immunisierten Bewohner* in einem Doppelzimmer liegen?

Nein. Hierzu liegen (noch) keine Empfehlungen seitens des RKI oder anderer Stellen vor.

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet und das generische Maskulinum verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beide Geschlechter.

Sind Einschränkungen für Bewohner/-innen, welche nicht geimpft werden konnten oder sich nicht impfen lassen möchten, zu erwarten?

Bezüglich etwaiger grundlegender Einschränkungen liegen derzeit keine belastbaren Informationen vor. Für nicht immunisierte Bewohner*innen gilt jedoch ein anderes Regelwerk, sodass diese zwei Mal pro Woche zu testen sind. Für immunisierte Bewohner*innen hingegen muss nur eine Testung alle zwei Wochen erfolgen, wenn die Einrichtung eine mindestens 90-prozentige Durchimpfungsquote aufweist.

Was ist mit Bewohner/-innen, die bei dem 1. Impftermin geimpft wurden, bei dem zweiten Termin allerdings stationär im Krankenhaus waren? Wie ist hier die 2. Impfung sichergestellt (gleicher Impfstoff, einzuhaltender Zeitraum)?

In diesen Fällen versucht die Heimaufsicht in Zusammenarbeit mit dem Stab Impfen eine Lösung zu finden, es können in besonderen Fällen Termine in Impfzentren vereinbart werden. Dabei wird der Impfabstand berücksichtigt; er kann in diesen Fällen auch überschritten werden.

Kann ich in eine stationäre Pflegeeinrichtung einziehen, auch wenn ich noch nicht geimpft bin?

Die Impfung hat auf die Möglichkeit eines Einzugs keinen Einfluss.
Die Entscheidung wird durch die Einrichtung getroffen. Siehe hierzu bitte die Empfehlungen des RKI zu Neuaufnahmen und Verlegungen vom 7. April 2021, dort unter 3.3. mit weiteren Nachweisen.

Muss ich als Bewohner/-in für den ersten und zweiten Impftermin jeweils eine gesonderte Einverständniserklärung vorlegen?

Ja. Bitte achten Sie darauf, dass die Einwilligung für den zweiten Impftermin erst nach der Erstimpfung erstellt wird.

Muss mein/-e Betreuer:in an den Impfterminen vor Ort in der Pflegeeinrichtung sein?

Nein. Sofern die Einwilligung durch die Betreuerin bzw. den Betreuer erteilt werden muss, kann diese/-r auf die ärztliche Aufklärung verzichten und muss nicht vor Ort sein.

Wie ist die Vorgehensweise, wenn ich den ersten Impftermin wahrnehmen konnte, am zweiten Termin aber z.B. im Krankenhaus bin?

Siehe hier gilt entsprechend.

Wie werden Patient/-innen eines ambulanten Pflegedienstes, die unter 80 Jahre alt sind, priorisiert?

Wer den Impfstoff zuerst erhält und wie die Priorisierung erfolgt, ergibt sich aus der Corona-Impfverordnung. Bewohner/-innen und Mitarbeiter/-innen von Pflegeeinrichtungen sowie alle Menschen über 80 gehören zur Gruppe 1 mit höchster Priorität. Dann folgt die Gruppe 2 mit den über 70-Jährigen oder Menschen mit bestimmten schweren Krankheiten. Einen Überblick dazu erhalten Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

In der Corona-Impfverordnung ist die Priorisierung dieser Gruppe allerdings nicht vorgesehen. Zwischenzeitlich wurde die Priorisierungsgruppe jedoch weiter eröffnet, so dass sich Bürger/-innen zur Impfung anmelden können, die das 70. Lebensjahr vollendet haben.

FAQ Besucher:innen

Kann ich, wenn ich geimpft bin, meine Mutter / meinen Vater im Zimmer besuchen?

Besucher/-innen ist der Zutritt zur Pflegeeinrichtung nur gegen Vorlage eines Nachweises über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus zu gestatten (Testzertifikat).

Für immunisierte Besucher/-innen entfällt die Testverpflichtung bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises.

Im Falle einer vollständigen Impfung sind mit der Maßgabe, dass die letzte Impfung vor mehr als 14 Tagen erfolgt ist Besuche in Einzelzimmern grundsätzlich möglich. Erforderlich sind allerdings: Abstand, Mund- Nasen-Schutz / FFP2- Maske und die Einhaltung von Hygienemaßnahmen. Die bestehenden Hygienekonzepte sowie die Besuchsregelungen (§ 9 Absatz 2 der Saarländischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie) sind zu beachten.

Muss ich als Besucher:in, wenn ich geimpft bin, noch die AHA-Regeln einhalten?

Ja. Für Geimpfte bestehen bislang keine abweichenden Regeln.

Muss ich als Besucher:in, wenn ich geimpft bin, in der Einrichtung noch getestet werden?

Für immunisierte Besucher*innen entfällt die Testverpflichtung bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises.

Darf ich meinen gesetzliche/-n Betreuer/-in auf dem Zimmer treffen?

Ja. Die Besuchsrichtlinie gemäß § 9 Absatz 2 der Saarländischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist dabei einzuhalten, die Einhaltung der sich aus dem Protection Plan ergebenden Hinweise wird dringend empfohlen.

Übergreifende Fragen

Inwiefern unterscheiden sich die Aussagen hinsichtl. des vollumfänglichen Impfschutzes (7 Tage nach der 2. Impfung, zwei Wochen nach der zweiten Impfung, drei Wochen nach der zweiten Impfung…)?

Dies hängt vom Impfstoff ab.

Das Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung mit mRNA-Impfstoffen finden Sie hier, das für Impfungen mit einem Vektor-Impfstoff können Sie hier einsehen.

  • mRNA- Impfstoffe: Für einen ausreichenden Impfschutz muss der Impfstoff zweimal verabreicht werden. Der in den klinischen Prüfungen dargestellte Impfschutz wurde ab dem Zeitpunkt 7 Tage (Comirnaty von BioNTech/Pfizer) bzw. 14 Tage (COVID-19 Vaccine Moderna) nach der 2. Impfung berechnet.
  • Vektor- Impfstoffe: Der Impfschutz wurde in den klinischen Studien 15 Tage nach Verabreichung der zweiten Dosis auf seine Wirksamkeit hin überprüft. Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, war bei den gegen COVID-19 geimpften Personen um bis zu 80% geringer als bei den nicht geimpften Personen.

Quelle: COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) des RKI.

Wird nach einer Impfung die Immunität überprüft? Wird die Wirksamkeit der Impfung (Titerbestimmung) durchgeführt?

Nein, sie wird nicht überprüft.

Wie lange ist eine Impfung wirksam?

Dafür liegen noch keine belastbaren Daten vor.

Darf ich mich mit mehreren geimpften Personen treffen?

Besteht eine Immunisierung, so kommen Erleichterungen in Frage. Die Regelungen ergeben sich im Einzelnen aus der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung.

Dürfen geimpfte „Externe“ (Ehrenamt, Friseur u.a.) ihre Arbeit wieder in Seniorenzentren aufnehmen?

Unter Einhaltung der Hygienevorgaben der Einrichtung ist dies zulässig. Die Dienstleistenden können die Einrichtung betreten

  • bei Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Testzertifikats oder
  • bei Nachweis der Immunisierung.

Warum ist das Vorgehen bei der Durchführung der Impfung von ehemalig positiven Menschen unterschiedlich?

Die Einschätzung trifft der behandelnde Arzt. Die Impffähigkeit und die Indikationsstellung am Impfling nimmt der Arzt zur Impfung vor Ort vor.

Wie ist das Vorgehen in Häusern mit akutem Infektionsgeschehen? Muss eine Einrichtung komplett frei von infizierten Bewohnern/innen sein, bevor es zur Impfung kommt?

Bei Infektionsgeschehen in Einrichtungen bewertet das Gesundheitsamt das Infektionsgeschehen und spricht eine Empfehlung für oder gegen den Besuch der Einrichtung aus.

Ändert sich aufgrund der Impfung meine Kategorisierung bei Kontakt mit einer erkrankten Person?

Im Falle eines vollständigen Impfschutzes oder einer bekannten Immunisierung kann von einer Quarantäne abgesehen werden. Die Entscheidung obliegt dem zuständigen Gesundheitsamt.

Weshalb kann man als Impfling das Impfpräparat nicht wählen?

Basierend auf der gültigen Impfverordnung und den Eigenschaften der Impfstoffe bzw. deren Zulassung wird ein Impfangebot ausgesprochen. Dementsprechend kann nicht zwischen den Impfstoffen gewählt werden.

Bis wann ist tatsächlich mit einem Abschluss der Impfreihen in Seniorenzentren zu rechnen?

Die Zweitimpfungen sind am 22.04.2021 abgeschlossen worden. Weitere Impfungen folgen kontinuierlich.

Gibt es eine telefonische Beratungsstelle für Angehörige oder Betreuer/-innen hinsichtlich des Impfangebotes für Bewohner/-innen, die in der Vergangenheit SARS-CoV-2 positiv waren?

Die Beratung kann über den Hausarzt erfolgen.

Ist eine erneute Änderung der Aufklärungsformulare zu erwarten?

 Die Aufklärungsformulare werden kontinuierlich an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst.

FAQ zur Teststrategie

Wenn ich mich als Besucher/-in nicht testen lasse, darf mir die Einrichtung dann den Zugang verweigern?

Ja.  Besucher/-innen sind zur Testung bei jedem Besuch verpflichtet (gem. § 9 Absatz 5 der Saarländischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie).

Der Testung vor Ort stehen jedoch gleich:

  • die Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Testzertifikats oder
  • der Nachweis der Immunisierung.

Kann eine Einrichtung gezwungen werden, eine/-n positiv getestete/-n Bewohner/-in aufzunehmen?

Bei dem bestehenden Vertrag muss die Wiederaufnahme erfolgen.

Bei einer Neuaufnahme sind die Einrichtungen aufgrund des bestehenden Rahmenvertrages verpflichtet, die Pflege der Mitglieder der Pflegekassen sicherzustellen. Bei der Neuaufnahme eines an COVID- 19 erkrankten Menschen sind die Beratungs- und Prüfbehörde des Saarlandes nach dem Heimgesetz (Heimaufsicht) und das zuständige Gesundheitsamt vorab zu informieren. Die entsprechenden Behörden entscheiden im Austausch mit der Einrichtung über einen Einzug.

Wie verhalten sich Leitungskräfte, wenn Bewohner/-innen Testungen verweigern?

Auch für Bewohner/-innen gilt die Testverpflichtung nach § 9 Absatz 5 der Saarländischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Von dieser Verpflichtung kann nur abgesehen werden:

  • bei gesundheitlichen Beschränkungen.
  • sofern Bewohner/-innen immunisiert sind und die Einrichtung eine mindestens 90-prozentige Durchimpfungsquote aufweist. Dann besteht die Testverpflichtung nur noch einmal alle zwei Wochen.
  • Bei Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Testzertifikats entfällt ebenfalls die Testverpflichtung.

Achtung: Bitte agieren Sie in diesen Fällen besonnen und wenden Sie in keinem Fall körperlichen Zwang an. Die Tatbestände der Nötigung und Körperverletzung können Straftaten darstellen.

Wie wird damit umgegangen, wenn Ärzte, welche als Besucher/-innen anzusehenden sind, sich weigern, getestet zu werden?

Hierzu gilt Test verweigern entsprechend.

Ärztinnen und Ärzte haben im Fall des Besuchs von mehreren Einrichtungen pro Tag die Möglichkeit, sich durch die erste Einrichtung eine Bescheinigung über die Testung ausstellen zu lassen, die dann bei den Folgeeinrichtungen zur Vermeidung weiterer Testungen vorgelegt werden kann.

Handelt es sich allerdings um einen Notfall, ist für Mitarbeiter/-innen des Rettungsdienstes des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF), die die genannten Einrichtungen aufsuchen, in Abweichung der Vorgaben zur täglichen Testung, eine PoC-Testung der Mitarbeiter/-innen von dreimal wöchentlich vorgegeben, wenn sie in Vollschutz ihrer persönlichen Schutzausrüstung die Einrichtungen betreten (gem. § 9 Abs. 5 VO-CP). Immunisierte Mitarbeiter/-innen des ZRF werden getesteten Mitarbeiter/-innen gleichgestellt. Diese müssen ebenfalls in Vollschutz ihrer persönlichen Schutzausrüstung die Einrichtungen betreten. Die Mitarbeiter/-innen haben einen entsprechenden Nachweis mit sich zu führen

Wie müssen Mitarbeiter/-innen in Teilzeit oder im Minijob oder ehrenamtlich Tätige, die nur einmal in der Woche erscheinen, getestet werden? Müssen diese Mitarbeiter/-innen oder Ehrenamtlichen dann extra zum Testen in die Einrichtung kommen, oder genügt eine Testung immer dann, wenn sie zur Arbeit erscheinen? Wenn solche Mitarbeiter/-innen extra zum Testen in die Einrichtung kommen müssen, gibt es dann eine Erstattung der Fahrtkosten und der Vergütung für die zu testende Person?

Die Testpflicht besteht nur für Beschäftigte im Dienst (§ 9 Absatz 5 der Saarländischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie).

Wie ist der Ablauf im Falle einer Quarantäneanordnung für das gesamte Haus? In diesem Fall werden durch das Gesundheitsamt/die Bundeswehr alle Bewohner/-innen und Mitarbeiter/-innen einmal wöchentlich per PCR-Test getestet. Müssen dann zusätzlich die Schnelltests durchgeführt werden?

Nach dem Wortlaut des § 9 Absatz 5 der Saarländischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind alle Bewohner/-innen mittels PoC-Antigen-Test zweimal wöchentlich auf das Vorliegen einer Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu testen. Ebenso sind alle im Dienst befindlichen Beschäftigten einschließlich aller Ehrenamtlichen und Leiharbeiternehmer/-innen mindestens dreimal pro Woche zu testen.

Sofern allerdings Bewohner/-innen immunisiert sind und die Einrichtung eine mindestens 90-prozentige Durchimpfungsquote aufweist, besteht die Testverpflichtung nur noch einmal alle zwei Wochen

Sinn und Zweck der Anordnung zur Durchführung der Schnelltests ist es, mögliche Infektionen der Beschäftigten und der Bewohner/-innen frühzeitig zu entdecken, damit die notwendigen Quarantänemaßnahmen umgehend eingeleitet und Infektionsketten vermieden werden können. Hierdurch sollen vor allem die Bewohner/-innen der Einrichtungen, die zu einem hohen Anteil zum Kreis der vulnerablen Personen zählen, besonders vor einer Infektion geschützt werden.

Daher besteht für die Einrichtungen je nach Einzelfall und konkreter Quarantäneanordnung die Möglichkeit, sich mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (Heimaufsicht) in Verbindung zu setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Wie ist die regelhafte Testung von Personal des Rettungsdienstes geplant? Sofern diese wegen eines Notfalles in die Einrichtung kommen, ist eine Testung aus Zeitgründen nicht möglich. Wenn Personal des Rettungsdiensts lediglich wegen des Transportes eines Bewohners* in die Einrichtung kommt, weigert es sich meistens, einen Test durchführen zu lassen. Dennoch kann der Zutritt zur Einrichtung nicht verwehrt werden.

Hierzu gilt siehe Ärzte verweigern Test.

Für Mitarbeiter/-innen des Rettungsdienstes des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF), die die genannten Einrichtungen aufsuchen, wird in Abweichung der Vorgaben zur täglichen Testung, eine PoC-Testung der Mitarbeiter/-innen von dreimal wöchentlich vorgegeben, wenn sie in Vollschutz ihrer persönlichen Schutzausrüstung die Einrichtungen betreten. Immunisierte Mitarbeiter/-innen des ZRF werden getesteten Mitarbeiter/-innen gleichgestellt. Diese müssen ebenfalls in Vollschutz ihrer persönlichen Schutzausrüstung die Einrichtungen betreten. Die Mitarbeiter/-innen haben einen entsprechenden Nachweis mit sich zu führen.

Kann statt der bekannten PoC Schnelltests auch ein sogenannter „Spuck“- oder „Speicheltest“ verwendet werden, sofern dieser beim BfArM gelistet ist?

Die derzeit geltende Testverpflichtung sieht die Verwendung von PoC-Antigen-Schnelltests vor. Welche Antigentests im Einzelnen bereits zugelassen worden sind, können Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte einsehen.

Weitere Fragen

Muss ich als Mitarbeiter/-in, wenn ich geimpft bin, in der Einrichtung noch getestet werden?

Ja. Die Testverpflichtung besteht mindestens ein Mal pro Woche.

Wie zuvor dargelegt führt die Durchführung der Impfung zu keinen Sonderrechten, da keine hundertprozentige Wirksamkeit der Impfstoffe existiert. Diese Gefahr muss durch die Testung aufgedeckt und unterbunden werden.

Muss ich als Bewohner/-in, wenn ich geimpft bin, in der Einrichtung noch getestet werden?

Ja.

Sofern Bewohner/-innen immunisiert sind und die Einrichtung eine mindestens 90-prozentige Durchimpfungsquote aufweist, besteht die Testverpflichtung nur noch einmal alle zwei Wochen.

Bei Vorlage eines tagesaktuellen Zertifikats entfällt ebenfalls die Testverpflichtung.

Zählt eine durchlaufene Infektion mit COVID-19 als anerkannte Berufskrankheit?

Die Erkrankung an COVID-19 kann unter anderem bei Beschäftigten im Gesundheitswesen die Voraussetzungen für die Anerkennung einer Berufskrankheit erfüllen. Dies hängt vom Einzelfall ab. Informationen hierzu unter Sie auf den Seiten der DGUV.

Warum unterscheiden sich die Vorgaben der Gesundheitsämter im Saarland? (z.B. bei Quarantäneverfügungen, Testumsetzungen, etc.)?

Jedes Infektionsgeschehen wird individuell betrachtet. Die Behörden entscheiden vor Ort. Es findet ein regelmäßiger Austausch der Gesundheitsämter statt.