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Kultur
 

Kunstpreis 2012 des Saarlandes geht an die Autorin Marie-Luise Scherer

22.03.2012 -

Die in Saarbrücken geborene Autorin und Publizistin Marie-Luise Scherer erhält den Kunstpreis des Saarlandes Literatur 2012. Die aus renommierten Persönlichkeiten der saarländischen Literaturszene zusammengesetzte Jury hat Kulturminister Stephan Toscani am Mittwoch die heute im niedersächsischen Damnatz an der Elbe lebende Autorin als Preisträgerin vorgeschlagen.

Marie-Luise Scherer | (c) Beege Fotodesign
Marie-Luise Scherer | (c) Beege Fotodesign

Stephan Toscani begrüßte den überzeugenden Vorschlag der Jury: „
"Marie-Luise Scherer gelingt der mutige Grenzgang zwischen Literatur und Reportage meisterhaft. In ihren Texten trifft die Präzision der Beobachtung auf lebendige Poesie."

Marie-Luise Scherer schrieb zunächst für die Berliner Morgenpost und DIE ZEIT. Von 1974 bis 1998 war sie beim SPIEGEL tätig, wo sie für ihre literarischen Reportagen berühmt wurde. Marie-Luise Scherer hat nicht viele, dafür aber zeitlos wirkende Reportagen geschrieben, für die oft monatelange Recherchen vor Ort notwendig waren. "Ihre Reportagen sind" so schrieb die Neue Züricher Zeitung über die Autorin "eine Schule der Empfindsamkeit, eine moderne Education sentimentale, eine Erziehung des Herzens zur Genauigkeit".“

In der Begründung der Jury heißt es:

"Marie-Luise Scherers publizistische Arbeiten sind von überragender Sprachkraft - sie sind Literatur. Ihre Reportagen setzen einen Akzent gegen die Schnelllebigkeit journalistischer Darstellungen, sie sind Erzählungen mit präzise recherchiertem Hintergrund. Marie-Luise Scherer ist damit einzigartig in der deutschen Gegenwartsliteratur."“

Der mit 7.500 € dotierte Kunstpreis kann alle zwei Jahre zur Anerkennung hervorragender künstlerischer Leistungen abwechselnd auf den Gebieten der Musik, Literatur und Bildenden Kunst einschließlich Architektur verliehen werden.
Der Preis wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Laufe des Jahres durch den Kulturminister verliehen werden.

Bei Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Thomas Görlinger
Referat E5, Ministerium für Bildung und Kultur
Tel.: +49 (0)681 501-1394