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Statistik
 

Inflationsrate im Saarland leicht gestiegen

Pressemitteilung vom 27.06.2019 - 10:00 Uhr

Die Verbraucherpreise im Saarland lagen nach Angaben des Statistischen Amtes im Juni um 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vormonat Mai 2019 wurde noch ein Inflationswert von 1,4 Prozent gemessen. Nach den jüngsten Berechnungen hat sich der Verbraucherpreisindex trotz eines spürbaren Rückgangs bei den Mineralölpreisen um durchschnittlich 0,3 Prozent auf einen Stand von 105,4 (Basisjahr 2015 = 100) erhöht.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, sind für den stärkeren Anstieg unter anderem die Pauschalreisen verantwortlich. So erhöhten die Reiseanbieter ihre Preise für kombinierte Leistungen um durchschnittlich 6,1 Prozent. Auch bei den Übernachtungspreisen kam es mit einem Plus von 4,9 Prozent zu einem überdurchschnittlichen Anstieg.

Die Entspannung an den Rohölmärkten machte sich auch bei den Verbrauchern bemerkbar. So gingen die Heizölpreise allein binnen Monatsfrist um 8,3 Prozent zurück und lagen somit um 5,1 Prozent unterhalb des vergleichbaren Vorjahreswertes. An den Tankstellen reduzierte sich das Preisniveau um 3,5 Prozent binnen Monats- und um 1,0 Prozent binnen Jahresfrist.

Bei der Haushaltsenergie gab es aber auch umgekehrte Preisentwicklungen. Während sich die Strompreise um 2,4 Prozent nach oben entwickelten, stiegen Gaspreise im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 und die Fernwärmepreise sogar um 7,5 Prozent an. Die Wohnungsmieten blieben mit einem Anstieg um 1,3 Prozent leicht unterhalb der Gesamtentwicklung. Gleiches gilt für Nahrungsmittel sowie für Bekleidung und Schuhe mit jeweils 1,1 Prozent Preisanstieg im Verlauf eines Jahres.
   

 

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).
Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1.000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.