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Statistik
 

Inflationsrate im Dezember 2018 auf 2,1 Prozent gesunken

Pressemitteilung vom 03.01.2019 - 14:00 Uhr

Die Verbraucherpreise im Saarland lagen im Dezember 2018 um 2,1 Prozent über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresmonats. Nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland hatte die Inflationsrate in den Monaten Oktober und November 2018 noch bei 2,6 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat November 2018 blieb der Verbraucherpreisindex mit einem Wert von 112,3 (Basis 2010 = 100) unverändert.

Der aktuelle Rückgang der Inflationsrate geht nach Angaben der Statistiker auf eine Entspannung bei den Mineralölpreisen zurück. So ist der Heizölpreis binnen Monatsfrist um 18,7 Prozent gesunken. Dennoch mussten die Heizölkäufer im Saarland im Schnitt noch ein Fünftel (19,8 %) mehr für eine Tankfüllung zahlen als vor einem Jahr. Auch an den Tankstellen war die aktuelle Preisentwicklung wieder rückläufig. Kraftstoffe kosteten im Schnitt 8,5 Prozent weniger als im November. Das vergleichbare Vorjahresniveau wurde allerdings auch hier noch nicht erreicht (+ 10,7 %). Ohne Heizöl und Kraftstoffe errechnet sich eine Inflationsrate von 1,5 Prozent und eine Veränderung im Vormonatsvergleich von 0,6 Prozent.

Über das gesamte Jahr 2018 betrachtet lagen die Verbraucherpreise im Schnitt um 1,8 Prozent höher als im Jahr 2017. Rechnet man den direkten Einfluss der Mineralölpreise heraus, ergibt sich für 2018 eine durchschnittliche Veränderungsrate von 1,5 Prozent.

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).
Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1.000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend der jeweiligen Ausgabenanteile eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

Indexrevision – Ergebnisse für Januar 2019 erscheinen voraussichtlich erst am 21.2.2019
Der Verbraucherpreisindex wird in regelmäßigen Abständen einer Revision unterzogen und auf ein neues Basisjahr umgestellt. Mit dem Berichtsmonat Januar 2019 erfolgt die Umstellung von der Basis 2010 auf das Basisjahr 2015. Dabei werden die VPI-Ergebnisse rückwirkend ab Januar 2015 neu berechnet. Wegen der Umstellungsarbeiten erfolgt die Veröffentlichung der Januarergebnisse 2019 voraussichtlich erst am 21. Februar 2019.