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Ehrentitel „Professor“ an Dr. Meinrad Maria Grewenig verliehen

Pressemitteilung vom 06.05.2011 - 16:35 Uhr

Im Rahmen einer Feierstunde hat der Minister für Bundesangelegenheiten, Kultur und Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber, am Freitag (6.5.11) um 16.00 Uhr in der Staatskanzlei den Ehrentitel „Professor“ an den Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte und kommissarischen Leiter der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Dr. Meinrad Maria Grewenig verliehen.

Kulturminister Karl Rauber verleiht Dr. Meinrad Maria Grewenig den Professorentitel
Kulturminister Karl Rauber verleiht Dr. Meinrad Maria Grewenig den Professorentitel

In seiner Ansprache würdigte Minister Karl Rauber das große Engagement des Titelträgers zu Gunsten der saarländischen Kulturlandschaft, vor allem aber seine Verdienste und Leistungen zur Förderung der saarländischen Industriekultur. Minister Rauber: „Die zahlreichen Ausstellungen und Museumsprojekte haben den Museumsmacher und Kulturvermittler Dr. Meinrad Maria Grewenig weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt gemacht. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat sich in den fast 12 Jahren unter seiner Regie hervorragend entwickelt und es ist – nicht nur bei den vielen Gästen von außerhalb, sondern auch im Bewusstsein der Saarländerinnen und Saarländer selbst – angekommen als einer der spannendsten Orte der Welt. Dr. Meinrad Maria Grewenig hat sich um das Saarland in besonderem Maße verdient gemacht. Mit der heutigen Auszeichnung des Ehrentitels „Professor“ werden diese Leistungen zu Gunsten der saarländischen Industriekultur gewürdigt.“

Meinrad Maria Grewenig wurde 1954 in Saarbrücken geboren. Nach dem Abitur studierte er Kunstgeschichte, klassische Archäologie, Philosophie, Erziehungswissenschaften und Katholische Theologie an der Universität des Saarlandes und an der Universität Salzburg. 1983 schloss er sein Studium ab und promovierte mit einer Dissertation über den „Akt in der Renaissance“ mit Auszeichnung zum Doktor der Philosophie.

Neben seinem Studium hatte Herr Grewenig bereits 1976 eine freie journalistische Tätigkeit in Kunst- und Denkmalfragen entfaltet und – seit 1976 auch Geselle im Maler- und Lackiererhandwerk – im elterlichen Betrieb gearbeitet und Prokura erlangt.

Im Jahr 1984 trat Dr. Grewenig in den Dienst des Saarland-Museums in der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz ein. Dort wirkte er zunächst als Wissenschaftlicher Assistent des Direktors. Er war zeitweise mit der kommissarischen Leitung des Hauses betraut und fungierte von 1989 bis 1992 als stellvertretender Direktor des Saarland-Museums.

Im Jahr 1992 bestellte ihn die Stiftung Historisches Museum der Pfalz in Speyer zum geschäftsführenden Vorstand. Binnen kurzer Zeit ist es ihm dort gelungen, das Speyerer Museum an die Spitze der Museen der Bundesrepublik Deutschland zu bringen. Spektakuläre große Ausstellungen, ein innovatives Marketing- und Kommunikationskonzept und eine strikte Ausrichtung aller Museumsaktivitäten auf den Besucher führten dazu, dass von 1992 bis 1999 nahezu drei Millionen Menschen das Museum in Speyer besucht haben.

1999 wurde Meinrad Maria Grewenig zum Generaldirektor und Leiter der Geschäftsführung der neugegründeten Trägergesellschaft „Weltkulturerbe Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum für Kunst- und Industriekultur“ ernannt.

Die Öffnung der Völklinger Hütte für Individualbesucher und die erste übernationale Ausstellungskooperation „Eisen – Fer“ – zusammen mit dem Carreau Wendel im benachbarten Petite-Rosselle – setzten im Jahre 2000 bereits neue Standards.

Die Zahl der Besucher im Weltkulturerbe erreichte erstmals die 100.000er Marke. Seither steigen die Besucherzahlen kontinuierlich an. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist inzwischen eine der besucherstärksten Institutionen im SaarLorLux-Raum.

Die Ausstellung „Leonardo da Vinci – Maschine – Mensch“ 2002/03 erreichte mit rund 124.000 Besuchern einen außergewöhnlichen Besucherrekord in der saarländischen Geschichte. Die Ausstellung „Inka-Gold – 3000 Jahre Hochkulturen – Meisterwerke aus dem Larco-Museum Peru“ sahen 2004/05 194.000 Besucher. Mit „Ferrodrom®“ wurde 2004 in Völklingen das erste Science-Center im SaarLorLux-Raum eingerichtet, das seither von Jahr zu Jahr weiter entwickelt und vergrößert wird.

In der Ausstellungsreihe zu den großen Weltkulturen lockten die „Schätze aus 1001 Nacht – Faszination Morgenland“ 2005 mehr als 55.000 Besucher ins Gebläsehaus.

Mit der Weltpremiere „Macht und Pracht – Europas Glanz im 19. Jahrhundert“ schlug das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ein bis Dato nicht gezeigtes Kapitel der bedeutenden Umbruchszeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert auf.

2007 war das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit seinen Projekten „Ferrodrom 07“, „Genius I. Die Mission: entdecken erforschen erfinden“ und „Duane Hanson“ einer der Hauptveranstaltungsorte im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Luxemburg und Großregion.

Die Ausstellung „Staatsgeschenke – 60 Jahre Deutschland“ sahen fast 133.000 Besucherinnen und Besucher.

Ebenfalls viele Besucher lockte die Ausstellung „Dein Gehirn. denken.fühlen.handeln“, die an 60 Erlebnis- und Mitmachstationen naturwissenschaftliche Themen packend und allgemeinverständlich präsentierte, ins Weltkulturerbe.

Auch die in ihrer Laufzeit verlängerte Keltenausstellung schickt sich an, dieser Erfolgsstory ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Schon jetzt sahen mehr als 100.000 Besucher diese Ausstellung.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat sich zu einem touristischen Höhepunkt im Saarland entwickelt. So empfiehlt beispielsweise der Baedeker die Völklinger Hütte als einen der „100 Lieblingsorte der Deutschen“. Der Dumont-Reiseführer zählt die Völklinger Hütte zu den 100 wichtigsten Denkmälern Deutschlands, der Reiseführer „Erlebnis-Wissen“ zählt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit Ferrodrom® zu den besten Erlebnismuseen und Science-Centern. Und der Regensburger Informationsdienst Kunst sieht das Weltkulturerbe Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur in den Top Ten der deutschen Kulturzentren.

Diese Empfehlungen schlagen sich auch in den steigenden Besucherzahlen nieder. Laut der letzten Besucherstatistik vom März 2011 reisen 45 % der Besucher des Weltkulturerbes von außerhalb des Saarlandes an, davon 36 % aus dem übrigen Bundesgebiet und 9 % aus dem Ausland. Der Anteil der saarländischen Besucher liegt aktuell bei 55 %.

Neben seiner Tätigkeit als Museumsdirektor hat Dr. Grewenig in den vergangenen Jahren auch verschiedenste Lehraufträge übernommen, u.a. für Kunstgeschichte an der Universität Trier, an der Universität des Saarlandes und an der Universität Mannheim sowie für Kulturmanagement und Marketing am Kunsthistorischen Institut der Universität Bern/Schweiz, an der Fernuniversität Hagen und der Universität des Saarlandes. Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Publikationen und ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher.

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