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Bildungsminister Commerçon sieht Bildungsmonitor 2016 als großen Erfolg für Bildungsgerechtigkeit

Pressemitteilung vom 18.08.2016 - 17:30 Uhr

Bildungsminister Ulrich Commerçon zeigt sich erfreut über die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2016: „Den größten Erfolg verbuchen wir bei der Bildungsgerechtigkeit: Im Saarland entscheidet nicht die soziale Herkunft über den Bildungserfolg. Bei uns kommt es nicht so sehr darauf an, was die Eltern im Geldbeutel haben, sondern was ihre Kinder in den Köpfen haben.“

" Bei uns kommt es nicht so sehr darauf an, was die Eltern im Geldbeutel, sondern was ihre Kinder in den Köpfen haben.“
" Bei uns kommt es nicht so sehr darauf an, was die Eltern im Geldbeutel, sondern was ihre Kinder in den Köpfen haben.“

Die von den Arbeitgeberverbänden in der Metall- und Elektroindustrie finanzierte „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ hat heute ihren „Bildungsmonitor 2016“ veröffentlicht. Danach belegt das Saarland Rang 6 im Vergleich der Bildungssysteme aller Bundesländer.

Commerçon: „Bei meinem Amtsantritt 2012 lag das Saarland, was die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems angeht, noch auf Platz 12. Damals hatte ich von meiner Eröffnungsbilanz, die es zu verbessern galt, gesprochen. Heute belegen wir bereits den 6. Platz. Wir konnten in den vergangenen drei Jahren nicht nur den größten Fortschritt im Bildungssystem insgesamt erzielen, sondern verbuchen auch bundesweit den Bestwert bei der Bildungsgerechtigkeit: Im Saarland entscheidet nicht die Herkunft der Kinder oder der Geldbeutel der Eltern über Abschlüsse und Schulerfolge, sondern was die Schülerinnen und Schüler im Kopf haben.“

So geht beispielsweise aus dem Bildungsmonitor hervor, dass 17,1 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit an beruflichen Schulen die Studienberechtigung erlangen (Bundesdurchschnitt: 9,5 Prozent). Auch an allgemeinbildenden Schulen erwarben 13,3 Prozent der Jugendlichen mit ausländischen Staatsangehörigkeiten eine Studienberechtigung. Zudem erreichten im Jahr 2014 nur 10,6 Prozent der ausländischen Schülerinnen und Schüler keinen Schulabschluss (bundesweiter Durchschnitt: 11,9 Prozent).

„Wir haben in den vergangenen Jahren den Fokus stärker auf eine gezielte individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler gelegt. So konnten Lerndefizite frühzeitig erkannt und ausgeglichen werden, sodass Schülerinnen und Schüler immer seltener die Schule ohne Abschluss verließen oder Klassen wiederholten“, so Commerçon.

Handlungsbedarf sieht die Studie hingegen beim Ganztagsunterricht in den weiterführenden Schulen: „Wir haben in den vergangenen Jahren den Ganztag in Grundschulen flächendeckend ausgebaut. Davon sind wir bei den weiterführenden Schulen noch ein gutes Stück entfernt. Deshalb fordere ich für alle Schülerinnen und Schüler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsschule.“

Ansprechpartner

Ministerium für Bildung und Kultur
Marija Herceg
Pressesprecherin
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-7365
Telefax
(0681) 501-7550