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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Aufbau der Türme im Windpark Ottweiler hat begonnen

18.12.2009

Ottweiler bekommt einen Windpark. Der Projektentwickler juwi hatte an dem Standort mit den ersten Vorarbeiten begonnen. Er errichtet dort insgesamt 3 Windenergieanlagen. Die Anlagen haben jeweils eine Nennleistung von zwei Megawatt und erzeugen pro Jahr allein mit der Kraft des Windes zusammen rund 13 Millionen Kilowattstunden sauberen und preisstabilen Strom. Die Windräder decken damit den Strombedarf von rund 3.700 Haushalten und vermeiden pro Jahr ca. 11.000 Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxids. Die Nabenhöhe der Anlagen des deutschen Branchenführers Enercon beträgt 108 Meter, der Rotordurchmesser 82 Meter. Betreiber des Windparks wird die pfalzwind GmbH sein, ein Gemeinschaftsunternehmen der juwi-Gruppe und der Pfalzwerke AG.

Jetzt überzeugten sich die Umweltministerin des Saarlandes Dr. Simone Peter, der Ottweiler Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle sowie die Teams der juwi und der pfalzwind GmbH vom Fortschritt der Arbeiten. Schritt für Schritt geht es voran. Die Fundamentarbeiten sind inzwischen weitgehend abgeschlossen, nun beginnt die Errichtung der Aufbauten mit der Montage der ersten Turmsegmente. Die Umweltministerin begrüßte und lobte die Ottweiler Bemühungen um eine zukunftsträchtige Energienutzung.

Dr. Simone Peter: „Der Ottweiler Windpark trägt dazu bei, die Energieversorgung des Saarlandes Schritt für Schritt auf Erneuerbare Energien umzustellen. In Zukunft wird die saarländische Landesregierung verstärkt darauf hinwirken, die dezentralen heimischen Energieträger Sonne, Wind, Wasser, Bioenergie und Erdwärme auszubauen. Erneuerbare Energien erhalten grundsätzlich Vorrang. Je mehr Kommunen und Bürgerinnen und Bürger davon zu begeistern sind, desto schneller machen wir uns unabhängig von steigenden Energiepreisen und tragen erheblich zum Klimaschutz bei.“
 
Die Stadt Ottweiler begrüßt ebenfalls den Bau des Windparks: „Die Nutzung der erneuerbaren Energien wird in der Stadt Ottweiler großgeschrieben. Ihr forcierter Ausbau auch auf lokaler Ebene leistet einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und trägt auch zur regionalen Wertschöpfung bei. Es freut mich daher sehr, dass zu den zwei bestehenden Windkaftanlagen in Ottweiler drei weitere dazu kommen. Es ist eine tolle Sache, dass nur 3 Windkraftanlagen ausreichen, um rund die Hälfte der Ottweiler Haushalte mit Strom zu versorgen. Dies zeigt, dass im Saarland mit Windkraftanlagen an geeigneten Stellen ein wichtiger Beitrag zur regenerativen Energieversorgung geleistet werden kann“, so der Bürgermeister der Stadt Ottweiler.

Der Windpark befindet sich ca. 1600 Meter nordwestlich vom Ottweiler Stadtteil Fürth. Die nächstgelegenen Ortschaften sind im Nordosten Werschweiler in ca. 1500 Meter und im Westen Dörrenbach in ca. 1300 Meter Entfernung. In einem umfangreichen Genehmigungsverfahren wurden vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz die Auswirkungen des Windparks auf Mensch, Natur und Umwelt geprüft. Im Ergebnis sind keine Störungen oder Beeinträchtigungen oder gar Gesundheitsgefährdung durch den Windpark zu erwarten. In einem Gerichtsverfahren wurde zudem die Rechtmäßigkeit des Windparks bejaht.

Matthias Willenbacher, Vorstand juwi Holding AG: „Wir freuen uns, zusammen mit der Stadt Ottweiler den Windpark wie geplant verwirklichen zu können. Von einer dezentralen Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien profitieren nicht nur Klima und Verbraucher, sondern auch die Kommune und die Region ganz konkret durch Gewerbesteuer- und Pachteinnahmen sowie durch die regionale Wertschöpfung. Investitionen und Einnahmen kurbeln die Wirtschaft in der Region an und schaffen viele neue Arbeitsplätze. Windkraft ist die mit Abstand effizienteste leistungsstärkste und günstigste Form der erneuerbaren Energien.“