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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
 

Sozialminister Andreas Storm übernimmt Schirmherrschaft für die erste Gehschule in Saarbrücken

Pressemitteilung vom 30.11.2012 - 16:30 Uhr

Die Selbsthilfegruppe „Bewegen statt Behindern, Saar“ hat heute (30. November 2012) die erste Gehschule für Menschen mit Arm- oder Beinamputation in Saarbrücken eröffnet. Die Schule ist im Rehazentrum Saar an der Berliner Promenade in Saarbrücken angesiedelt. Im Rahmen der Eröffnung der Gehschule wurden zwei Prothesen – die Hightech-Prothese für Oberschenkelamputierte von Otto Bock und der Hightech Echelon-Fuß von Endolite– vorgestellt, die maßgeblich mit dazu beitragen können, die Bewegungsfreiheit entscheidend von Menschen mit Amputationen zu unterstützen bzw. zu verbessern.

Sozialminister Andreas Storm dankte den  Projektentwicklerinnen der ersten Gehschule in Saarbrücken, Ilona Maria Kerber und Martina Grünhagen, für das vorbildliche Engagement: „Es ist wichtig, dass die Selbsthilfegruppe für Menschen mit Arm-oder Beinamputation - unter dem Motto: "Bewegen statt Behindern“ - den Betroffenen Mut macht, sie unterstützt und bei der Bewältigung ihres Schicksals hilft.  Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Reintegration in das gesellschaftliche Leben und an einer aktiven Teilnahme am Alltagsgeschehen geleistet“.

Jede Amputation habe massive Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit des Betroffenen. Dies führe häufig auch dazu, dass sich die Betroffenen aus dem gesellschaftlichen und sozialen Leben zurückziehen und in Isolation weiterleben. „Daher ist es aber wichtig, dass die Betroffenen Informationen über Neuerungen in der Prothetik erhalten und die Möglichkeit haben, in einem geschützten Raum erneut das Gehen zu erlernen“, sagte der Minister.


Hintergrund:
Bedingt durch den einsamen Tod einer langjährigen Freundin im Jahre 2007, die sich aufgrund ihrer Behinderung komplett aus dem sozialen Leben herausgezogen hat, hatte Ilona Maria Kerber beschlossen, eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Arm- oder Beinamputation ins Leben zu rufen. Die im Mai 2008 gegründete Gruppe nannte sich "Lebenslust trotz Amputation" und traf sich einmal im Monat. Unstimmigkeiten in der Gruppe veranlassten sie, die o.g. Gruppe zu verlassen und eine neue Selbsthilfegruppe „Bewegen statt Behindern, Saar“ zu gründen. Auch in dieser neuen Gruppe war und ist das Leitmotiv "Gehen mit und ohne Stöcke". Derzeit besteht die Gruppe aus ca. 40 Mitgliedern, die sich regelmäßig an den zwei Standorten Merzig und Saarbrücken treffen.