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Polizei
 

Sicherheit im Urlaub

Tipps Ihrer Polizei, wie Sie vor und während des Urlaubs auf "Nummer sicher" gehen können.

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Vor der Reise

Viele Urlauber sorgen sich vor der Reise vor allem um die Sicherung ihres Wohnraums, obwohl Wohnungs- oder Einfamilienhauseinbrüche in der Sommerurlaubszeit eher unterdurchschnittlich häufig vorkommen. Kurz vor einem Urlaub lassen sich umfangreichere Sicherungsmaßnahmen im Wohnbereich kaum noch realisieren; Sie aber können jedenfalls Zeichen längerer Abwesenheit vermeiden und mit Hilfe von Freunden oder Nachbarn Ihr Haus oder Ihre Wohnung ständig bewohnt erscheinen lassen.

Unsere Tipps:

  • Wenn Sie verreisen, vermeiden Sie alle Hinweise auf Ihre Abwesenheit: Ihr ungeleerter Briefkasten, ständig heruntergelassene Rollläden, zugezogene Vorhänge oder Ihre entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter sind für ausspähende Einbrecher sichere Zeichen; auch der ungemähte Rasen im Garten könnte signalisieren: Hier ist niemand zu Hause.

  • Lassen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus durch Freunde, Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder "Haushüter"-Unternehmen bewohnen (oder wenigstens bewohnt erscheinen), die Ihren Briefkasten leeren sowie Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher zu unregelmäßigen Zeiten betätigen.

  • Informieren Sie Ihre Nachbarn über die Funktion einer vorhandenen Alarmanlage und auch darüber, dass Sie Ihre Beleuchtung, Ihr Radio oder ähnliche Einrichtungen über Schaltautomaten steuern.

  • Ziehen Sie Türen nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie diese immer zweifach ab. Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Lassen Sie Fenster nicht gekippt. "Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster!"

  • Schließen Sie Leitern, Gartenmöbel und andere Gegenstände, die sich als Aufstiegshilfen eignen, weg oder sichern Sie diese z.B. mit einer Kette. Schalten Sie Außensteckdosen ab.

  • Stellen Sie Ihren Pkw - wenn möglich - in der Garage ab.

  • Über weitere sicherungstechnische Maßnahmen informiert Sie Ihre (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstelle individuell und kostenlos am Objekt.

Unterwegs

Auf der Urlaubsreise signalisieren voll beladene Fahrzeuge von Autoreisenden, die am Kennzeichen leicht als Touristen zu erkennen sind, rasche Beute für Diebe, Einbrecher und Räuber. Dieben oder Autoeinbrechern genügt schon die kürzeste Abwesenheit vom Auto, etwa ein Tank- oder Raststättenaufenthalt. Gelegentlich locken Tätergruppen die Reisenden sogar mit List aus dem Fahrzeug und nutzen die Ablenkung zum Diebstahl: Sie weisen etwa aus einem vorbeifahrenden Auto oder bei einem Halt durch aufgeregtes Gestikulieren auf einen angeblichen Defekt am Fahrzeug hin, sorgen mit einem brennenden Öllappen unter dem Auto für beeindruckende Qualmwolken oder fragen mit vorgehaltener Straßenkarte nach dem Weg. Manchmal zerschrammt oder beschmutzt auch ein Kind beim Halt an einer Ampel den Lack und provoziert die Verfolgung, oder aufdringliche Autowäscher bieten ihre Dienste an. Als Reisende in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Bahnhof oder im Flughafen - kurz, überall dort, wo Gedränge herrscht - müssen Sie vor allem mit Taschendieben rechnen.

Unsere Tipps:

  • Ziehen Sie als Autofahrer beim Parken immer den Zündschlüssel ab und lassen Sie Ihr Lenkradschloss hörbar einrasten, auch wenn Sie Ihr Auto "nur ganz kurz" abstellen – etwa um an der Tankstelle zu zahlen, um eine Zeitung zu kaufen, eine Rast einzulegen ... Wenn möglich sollte in diesen Fällen immer jemand am Auto bleiben.

  • Verschließen Sie auch bei kürzester Abwesenheit alle Fenster und Türen, das Schiebedach und den Tankdeckel sorgfältig – den Kofferraum am besten separat und nicht nur über die Zentralverriegelung. Vergessen Sie nicht, mitgeführte Fahrräder, Surfbretter, Boote, Ski ... ebenfalls gegen Wegnahme zu sichern.

  • Lassen Sie keine Wertsachen (Handtaschen, Bekleidung, Schecks, Geld, Schlüssel, Handy, Navigationsgeräte) im Auto, auch nicht "versteckt" oder im Kofferraum: "Räumen Sie Ihr Auto aus, ehe es andere tun!"

  • Tragen Sie zum Schutz vor Taschendieben Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere auf verschlossene Innentaschen der Kleidung verteilt, im Brustbeutel oder in einer Gürtelinnentasche dicht am Körper.

  • Sind Sie mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs, sollten Sie noch bei Tageslicht einen Campingplatz oder einen anderen belebten Platz für die Übernachtung wählen. Verschließen Sie nachts Türen und Fenster. Sichern Sie Ihr Fahrzeug mit einer Alarmanlage.

  • Werden Sie überfallen, provozieren Sie die Täter nie. Geben Sie im Ernstfall lieber Ihre Wertsachen oder Ihr Fahrzeug heraus.

Sonnenuntergang am Gardasee

Am Urlaubsort

Am Urlaubsort müssen Sie im Hotel, im Restaurant, in Läden und überall, wo Gedränge herrscht, mit Taschendieben rechnen. Handtaschenräuber entreißen ihre Beute hier besonders oft vom fahrenden Moped oder Motorrad aus, was zu gefährlichen Stürzen führen kann. Eintrittskarten, Geldwechsel, echte Antiquitäten und besonders billige Markenwaren wie Uhren, Schmuck, Kleidung oder Parfum von "fliegenden" oder "Flüsterhändlern" sind immer riskant. Als Tourist werden Sie oft betrogen: Fahrscheine, Eintrittskarten oder Geld könnten ungültig sein, "Antiquitäten" sind üblicherweise billige Imitationen und "Markenerzeugnisse" falsche "Blenderware". In Urlaubsgebieten treten auch immer wieder Deutsche auf, die von Landsleuten mit falschen Personalien unter dem Vorwand einer Notlage (Überfall, Diebstahl, Autopanne, Unfall) Darlehen erschwindeln.

Unsere Tipps:

  • Geben Sie Zahlungsmittel, Papiere und Wertsachen zum Schutz vor Dieben schon aus Haftungsgründen stets in die Verwahrung des Hotels oder Campingplatzes.

  • Behalten Sie Ihre Handtasche und Kameras zum Schutz vor Dieben immer bei sich, vermeiden Sie es, sie auch im Hotelrestaurant, im Straßencafé oder im Geschäft irgendwo abzulegen oder an die Stuhllehne zu hängen.

  • Behalten Sie beim Bezahlen Ihre Kreditkarte im Auge. Achten Sie darauf, dass Sie wirklich immer Ihre eigene Kreditkarte zurück bekommen. Straftäter können Kreditkarten sehr schnell kopieren!

  • Vorsicht vor Falschgeld: Tauschen Sie fremde Währungen nur in Geldinstituten!

  • Tragen Sie Ihre Handtasche zum Schutz vor Dieben und Räubern mit dem Verschluss zum Körper unter den Arm geklemmt und nicht zur Straßenseite hin. Sollte Ihnen dennoch von vorbeifahrenden Tätern die Tasche entrissen werden, so halten Sie diese nicht am Riemen oder Bügel fest. Ein Mitschleifen führt in der Regel zu schwer wiegenden Verletzungen.

  • Achten Sie auf Ihre Wohnungsschlüssel! Diebe könnten sie zusammen mit Ihren Ausweispapieren nach Hause senden. Ein Komplize kann sich dann ungehinderten Zutritt zu Ihrer Wohnung verschaffen. Informieren Sie bei Diebstahl Ihres Wohnungsschlüssels umgehend eine Vertrauensperson, bei der Sie vor Urlaubsbeginn einen Zweitschlüssel deponiert haben und veranlassen Sie das Auswechseln des Schließzylinders.

  • Kaufen Sie nichts von "fliegenden Händlern" oder "Flüsterhändlern". Sie werden dort höchstwahrscheinlich betrogen.

  • Fallen Sie nicht auf Mitleid erregende Geschichten von Landsleuten herein, denen Sie mit Geld aus einer angeblichen Notlage helfen sollen: In echten Notfällen helfen Automobilclubs und die deutschen Auslandsvertretungen weiter.

Was ist zu tun, wenn?

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amtes unter Informationen zu konsularischen Fragen.

Kreditkarten
Kreditkarten

Bei Verlust von ec-/Kreditkarten sollten Sie sofort Ihre Karte sperren lassen! Die wichtigsten Telefonnummern finden Sie auf unserer nachfolgenden Seite Sperr-Notruf 116 116:

Faltblatt Langfinger machen niemals Urlaub! (Wertvolle Tipps, wie Sie sich und Ihr Eigentum auf Reisen sicher schützen.
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