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Europa
 

Europawoche

Bereits seit 1995 richten die Länder gemeinsam mit der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament Anfang Mai die Europawoche aus.

Ziel der Europawoche ist es, den Europagedanken durch eine Vielzahl dezentraler Veranstaltungen in ganz Deutschland zu fördern. Sie bietet wie keine andere Veranstaltung den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, sich über Europa und seine Institutionen zu informieren und aktuelle Themen der Europapolitik zu diskutieren. Nicht zuletzt bei der wichtigen Zielgruppe der Jugendlichen will die Europawoche auf diese Weise Interesse und Sympathie für Europa wecken. Darüber hinaus trägt die Europawoche durch Maßnahmen der Begegnung und der Verständigung über Ländergrenzen hinweg zu wachsender Toleranz und Annäherung an unsere europäischen Nachbarn bei.

Der Veranstaltungszeitraum wird jedes Jahr von der Europaministerkonferenz der Länder neu festgelegt und umfasst mit dem 5. Mai und dem 9. Mai (Europatag) stets zwei zentrale Daten der europäischen Geschichte:

Am 5. Mai 1949 wurde der Europarat gegründet, auf den insbesondere die Europäische Menschenrechtskonvention zurückgeht. Der Europarat mit Sitz in Straßburg, versteht sich als Hüter demokratischer Sicherheit, die sich auf Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stützt.

Am 9. Mai 1950 unterbreitete der damalige französische Außenminister Robert Schuman seinen Vorschlag für ein Vereintes Europa als unerlässliche Voraussetzung für die Aufrecherhaltung friedlicher Beziehungen. Sein Plan, die gesamte deutsch-französische Produktion von Kohle und Stahl unter eine gemeinsame Verwaltung zu stellen, mündete 1951 in die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl durch Frankreich, Deutschland, Italien und die Beneluxstaaten. Damit war der Grundstein für die Europäische Union gelegt.

Der Vertrag über eine Verfassung für Europa sieht vor, dass der 9. Mai in der gesamten Europäischen Union als Europatag gefeiert wird. Auch in der Bundesrepublik Deutschland, wo traditionell der 5. Mai als Europatag galt, wird nun der 9. Mai als Europatag begangen.

Im Saarland ist die Organisation der Europawoche Aufgabe der Landesregierung. Innerhalb der Landesregierung wird diese Aufgabe durch den Minister für Finanzen und Europa Peter Strobel wahrgenommen. Die Landesregierung unterstützt und koordiniert ihrerseits hauptsächlich die zahlreichen Aktivitäten von Bürgern, Vereinen, Unternehmen und sonstigen Organisationen. Das Spektrum reicht hierbei von Seminaren über Planspiele, Diskussions- und Vortragsveranstaltungen bis hin zu Konzerten. Diese Veranstaltungen stehen jedes Jahr unter einem bestimmten Schwerpunktthema, welches das Ministerium für Finanzen und Europa vorschlägt.