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Stadt und Land
 

Projektraum Landschaft der Industriekultur Nord

Die vier Landschaftslabore des Naturschutzgroßvorhabens
Die vier Landschaftslabore des Naturschutzgroßvorhabens
Die Landschaft der Industriekultur Nord startete 2007 als dritter Projektraum. Für die Transformationslandschaft zwischen Illingen und Merchweiler im Norden, der Kreisstadt Neunkirchen im Osten sowie Spiesen-Elversberg, Friedrichsthal und Quierschied im Süden wurde eine Raumvision erarbeitet, die vorsieht, die von Schwerindustrie und Bergbau geprägte Landschaft als „Park der Region“ neu zu interpretieren und zu gestalten. Neben den betroffenen Kommunen beteiligen sich das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, die RAG Montan-Immobilien GmbH, der SaarForst Landesbetrieb, die IndustrieKultur Saar GmbH und zahlreiche weitere regionale und lokale Akteure am Prozess.
Eine große Herausforderung wird es sein, die verschiedenen Initiativen im Projektraum im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu koordinieren:
- die Planungen der IndustrieKultur Saar GmbH für den Standort Reden,
- die Aktivitäten im Rahmen des INTERREG IVB-Projektes C-Change sowie
- das Naturschutzgroßvorhaben „Landschaft der Industriekultur Nord“, das im Rahmen des Bundeswettbewerbs Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung „idee.natur“ als eines der 5 Gewinnerprojekte aus 120 Bewerbungen gefördert wird.

Die Konzeption setzt in vier Landschaftslaboren klare räumliche Schwerpunkte im Sinne des Naturschutzes und der integrierten Regionalentwicklung:
- Bergbaufolgelandschaft Heinitz: In diesem Landschaftslabor sind die Bergbaustandorte des Projektgebietes konzentriert: Halden, Schlammweiher, Kohlenlager, Stauweiher und naturnahe Waldflächen prägen die Landschaft. Die Bergbaustandorte sollen für einen „postmontanen Gebrauch“ weiterentwickelt werden. Dabei greift das Prinzip „Natur Raum lassen” im Besonderen.
- Forstwirtschaft und natürliche Prozesse: Die Wälder rings um die ehemalige Bergbaugemeinde Quierschied, zum Saarkohlenwald zugehörig, sollen multifunktional genutzt werden. Das Landschaftslabor experimentiert mit der zukunftsweisenden Waldbauidee der prozessschutzorientierten Forstwirtschaft.
- Vogelzug und wilde Weiden: Rund um den Schlammweiher Hahnwies soll ein Eldorado für Wasser- und Zugvögel entstehen. Eingebettet in eine großflächige extensive Weidelandschaft soll eine spannungsreiche, attraktive Folgenutzung im urbanen Raum etabliert werden.
- Neuerfindung der Bergmannskuh: In diesem Landschaftslabor geht es darum, eine zukunftsfähige postmontane stadt- und ortsnahe Landwirtschaft zu entwickeln und über neue Formen der postmontanen Subsistenzlandwirtschaft und des Gartenbaus nachzudenken.

Über Reisewege und Entdeckerpfade sollen das Projektgebiet und die Landschaftslabore erschlossen werden. Zur Umsetzung des Naturschutzgroßvorhabens haben die Gemeinden Illingen, Merchweiler, Quierschied, Schiffweiler, die Städte Friedrichsthal und Neunkirchen sowie die IndustrieKultur Saar GmbH am 15. Juni 2009 der Zweckverband „Landschaft der Industriekultur Nord“ gegründet.

Kontakt

Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
Referat OBB11 – Landesplanung, Bauleitplanung
Dr. Tanja Helmes
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4759
Zweckverband LIK Nord
Geschäftsstelle
E-Mail-Kontakt
Telefon
(06821) 2902748