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Früherkennungsuntersuchungen im Saarland

Das Saarland richtete als erstes Bundesland am 1. April 2007 eine Zentrale Screeningstelle, das Zentrum für Kindervorsorge (ZfK) am Universitätsklinikum Homburg, zur Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen ein. Sollte nach zweimaligem Erinnern durch das ZfK keine Untersuchungen durchgeführt worden sein, werden dann die Gesundheitsämter aktiv. Das Saarland setzt dabei sowohl auf Kontrolle, als auch auf frühe Hilfen.


Die Vorsorgeuntersuchungen werden bei allen Kinderärzten durchgeführt und finden in folgenden Intervallen statt:

U1 (1.-4. Lebensstunde):  Sie dient dazu, Defekte vitaler Funktionen aufzudecken, die sofortige Behandlung erforderlich machen, während die U2 . Die Neugeborenen-Reihenuntersuchung beinhaltet die Untersuchung auf mehr als zehn angeborene Stoffwechselkrankheiten, u. a. auf Phenylketonurie, Hypothyreose und Galaktosämie.

U2 (3.-10. Lebenstag; Neugeborenen-Untersuchung auf Stoffwechselstörungen am dritten Lebenstag):  Sie wird meist noch durch die Klinik vollzogen und umfasst Haut, Organe, Geschlechtsteile und eine Blutentnahme zum Screening (Reihenuntersuchung) auf versch. Erbkrankheiten. Sie beinhaltet eine ausführlichere Untersuchung des Kindes , bei der auch ganz besonders Haltung, Motorik und Muskelgrundspannung (Tonus) untersucht werden.

U3 (4.-5. Lebenswoche):  Sie ist die erste Untersuchung, die vom Kinderarzt durchgeführt wird. Untersucht werrden Körperfunktionen, Horvermögen und das sogenannte Neugeborenen-Hüftscreening.

U4 bis U7  (3. Lebensmonat bis 24. Lebensmonat): Sie zielen auf die auf die zeitgerechte körperliche Entwicklung des Kindes ab. In diesem Zeitraum sollten im Arztgespräch anstehende Impfungen besprochen werden.

U7a (34.-36. Lebensmonat): Es werden Bauch-, Brust- und Geschlechtsorgane, Körpermaße, Haut, Skelett, Sinnesorgane, Motorik und Nervensystem untersucht.

U8  (3-4 Jahre): Bei der U8 werden unter anderem die Koordinationsfähigkeit des Kindes, seine Beweglichkeit sowie Reflexe, Muskelkraft, Aussprache und der Zahnstatus untersucht.

U9  (5 Jahre): Sie wird im Jahr vor der Einschulung durchgeführt und spielt eine Rolle bei der Beurteilung der Schultauglichkeit des Kindes. Sie umfasst Untersuchungen der Koordinationsfähigkeit (Grob- und Feinmotorik), des Sprachverständnisse und des Hör- und Sehvermögens.

 J1 (Jugendgesundheitsuntersuchung): Bei dieser Untersuchung wird auf Haltungsanomalien untersucht. Darüber hinaus werden Impfstatus, Strumaprophylaxe, Blutdruck, besondere familiäre und soziale Situationen, schulische Entwicklung, das Gesundheitsverhalten und die Motorik aufgenommen. Außerdem werden Pubertätsentwicklung und Sexualverhalten besprochen.

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