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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Umweltministerium unterstützt Sanierung des historischen „Bauernhauses Habach“ mit rund 47.000 Euro

22.05.2019

Seit 1847 prägt das historische Bauernhaus in Habach das Ortsbild. Es zählt zu den wenigen im Originalzustand erhaltenen, denkmalgeschützten Südwest-deutschen Bauernhäusern und hat für den Ort eine große Bedeutung durch seine Nutzung als kultureller Veranstaltungsort und Bauernhausmuseum. Inzwischen zeigen sich Risse am Gebäude, daher plant die Gemeinde Eppelborn gemeinsam mit der kommunalen Stiftung Kulturgut eine umfassende Sanierung.
Um die Gebäudestruktur zu sichern, sollen der Türsturz über dem Scheunentor sowie die Sandsteineinfassungen aller Fenster und Türen des Wohntraktes erneuert werden. Zusätzlich werden die Giebelwände durch den Einbau einer Zugstangenkonstruktion gesichert und die Risse im Verputz ausgebessert. Die Maßnahmen werden in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt durchgeführt. Das Umweltministerium unterstützt die Sanierung mit rund 47.000 Euro.
„Das Bauernhaus Habach ist ein wichtiges Zeugnis unserer Heimat und erzählt den Besuchern vom Leben unserer Vorfahren“, erklärt der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost. „Gleichzeitig erfüllt dieser historische Ort eine unverzichtbare Funktion als multifunktionale Gemeinschaftseinrichtung, die Platz für Feste, Ausstellungen und Vernissagen bietet. Ich freue mich, dass wir dieses kulturelle Erbe durch die Sicherungsmaßnahmen gemeinsam erhalten können“, so Jost.
Im Jahr 1994 gewann das Bauernhaus Habach den Saarländischen Denkmalpflegepreis. Jedes Jahr kommen rund 1800 Besucher. Durch die geplante Aufnahme in den saarländischen Museumsverband soll das Bauernhaus stärker vermarktet und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.
Für das Sanierungsprojekt wurden rund 72.000 € veranschlagt. Land, Bund und Europäische Union übernehmen 65 Prozent der Kosten. Die Fördersumme stammt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“. Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Dorfentwicklung.