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Wasser
 

Starkregenvorsorge

Starkregen kann Jeden treffen! © panthermedia
Starkregen kann Jeden treffen! © panthermedia

Hintergrund Starkregen

Starkregen sind Naturereignisse, bei denen in kurzer Zeit außergewöhnlich hohe Niederschläge auftreten, die in große Direktabflüsse auf Straßen, Wegen und Geländeeinschnitten münden. Auf diesen oberirdischen Abflusswegen können sogenannte Sturzfluten entstehen.
Im besiedelten Raum entstehen Überflutungsgefährdungen durch hauptsächlich drei unterschiedliche Abfluss- und Überflutungsprozesse:

  • Hochwasser und Ausuferungen im Fließgewässer selbst
  • Überflutung infolge Kanalüberstau
  • Sturzfluten im Gelände unabhängig von Gewässern (z.B. Hangabflüsse)

Das Risiko wird vor allem durch eindringendes Wasser oder Schlamm über Gebäudeöffnungen (Fenster und Türen) verursacht, die zu direkten (Einrichtung) oder indirekten Schäden (Bausubstanz) führt. Auch Menschenleben können in Gefahr sein je nach Überflutungstiefe oder Strömungsgeschwindigkeit.

Starkregenvorsorgekonzepte sind Bestandteil des kommunalen Starkregenrisikomanagements (=Gemeinschaftsaufgabe mit Schlüsselrolle der Kommunen) und beinhalten folgende Elemente:

  1. Erstellung der Starkregengefahren- und -Risikokarten zur Bewusstseinsbildung von Kommunen und Bürgern
  2. Ableitung von Maßnahmenoptionen zur Verbesserung der Situation
  3. Durchführung einer internen und externen Risikokommunikation durch aktive Beteiligung aller Akteure

Punkt 1 ist der wichtigste Schritt der Konzepte. Die Starkregengefahrenkarten vermitteln die Kenntnis über die Abflusswege des Wassers bei einem extremen Starkregenereignis. Sie nutzen damit Kommunen und Bürgern gleichermaßen.
Kommunen: Sie können mit den Informationen Vorsorge betreiben und zur Risikominimierung beitragen, z. B. in der Bauleitplanung (z. B. Freihaltung von Abflusswegen), in der Gefahrenabwehr, bei der Ver- und Entsorgung (Stichwort: kritische Infrastruktur).
Bürger: Diese werden in die Lage versetzt, die eigene Betroffenheit aus den Starkregengefahrenkarten zu erkennen und haben damit die Möglichkeit der Eigenvorsorge, d. h. Vorsorgemaßnahmen zum individuellen Schutz vorzunehmen (z. B. baulicher Objektschutz, Elementarschadensversicherung, Verhaltensvorsorge).

Fazit: Mittels Starkregengefahrenkarten können sich Kommunen und Bürger auf den Starkregenfall vorbereiten indem sie Abflusswege erkennen, freihalten und zur gefahrlosen Ableitung neue schaffen.
Wir wollen mit der hohen finanziellen Förderung der saarländischen Kommunen hinsichtlich der Erarbeitung von kommunalen Starkregenvorsorgekonzepten bzw. der Erstellung der Starkregengefahrenkarten erreichen, dass den Bürgern und Kommunen alle Starkregeninformationen zur Verfügung stehen, damit sie Vorsorge betreiben können.

Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen des Hochwasser- und Starkregenrisikomanagements

Seit 1.5.2019 in Kraft: Die Förderrichtlinie Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement.

Starkregenmusterflyer:

Musterflyer des MUV für Kommunen zur Information der Bevölkerung, der individuell anpassbar ist mit örtlichen Informationen. Interessierte Kommunen melden sich bitte bei Harry Scheer: h.scheer@umwelt.saarland.de.

Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat E/2, Wasser und Abwasser
Dr. Manuela Gretzschel
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4773
Carmen Fey
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4371