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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Gemeinsam den Tourismus stärken – Drei Hochwald-Gemeinden stellen sich zusammen neu auf – Umweltstaatssekretär Krämer übergibt Förderbescheid

04.04.2019

Gemeinsam den Tourismus stärken – Drei Hochwald-Gemeinden stellen sich zusammen neu auf – Umweltstaatssekretär Krämer übergibt Förderbescheid

Der Landkreis Merzig-Wadern hat seinen Besuchern viel zu bieten. Um potenzielle Gäste erfolgreich ansprechen und betreuen zu können, bedarf es allerdings neben entsprechenden Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten auch adäquater touristischer Organisationsstrukturen. Die drei Hochwald-Gemeinden Losheim am See, Wadern und Weiskirchen wollen sich jetzt gemeinsam touristisch neu aufstellen.

Eine verstärkte Zusammenarbeit und die Überarbeitung der Tourismus-Strukturen im Hochwald sollen die Kosten- und Arbeitseffizienz verbessern und natürlich noch mehr Besucher in die Region locken. Im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER wird dieses Projekt aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (ELER-Förderung) unterstützt. Einen Zuwendungsbescheid über rund 122.000  Euro überreichte jetzt der Staatssekretär im Umweltministerium, Roland Krämer, an den Geschäftsführer des Projektträgers Saarschleifenland Tourismus GmbH, Peter Klein.

„Nachhaltiger Tourismus und die damit einhergehende touristische Wertschöpfung stellt eine zusätzliche Chance für die Strukturentwicklung ländlicher Regionen dar“, sagt Krämer. „Wir unterstützen dieses Vorhaben sehr gerne, denn es dient nicht nur der Steigerung der touristischen Attraktivität im Hochwald. In Zeiten knapper kommunaler Finanzmittel ist es ein ernsthafter Ansatz zur interkommunalen Kooperation, um gemeinsam Mehrfachstrukturen zu vermeiden, vorhandenes Personal und Finanzmittel effizienter einzusetzen und dabei gleichzeitig einen größeren Mehrwert zu generieren. Der Prozess fördert die Netzwerkbildung der Akteure wie auch die regionale Identität.“

Das Projekt soll in vier Etappen realisiert werden:

  • Etappe 1: Erarbeitung einer detaillierten Ist-Analyse der bestehenden touristischen Strukturen und Prozesse, v. a. Aufgaben, Angebote, Personal- & Finanzmittel, Darlegung ineffizienter Mehrfachstrukturen
  • Etappe 2: Durchführung mehrerer Workshops unter Einbeziehung aller relevanten Tourismus-Akteure (Kreis, Kommunen, Leistungsträger Tourismus, Kultur, Freizeit, Bildung, Erzeuger/Vermarkter regionaler Produkte) und darauf aufbauend Erarbeitung eines gemeindeübergreifenden touristischen Strukturkonzeptes
  • Etappe 3: unmittelbare   (z. B. gemeinsame Werbung)
  • Etappe 4: auf Basis gewonnener Erkenntnisse finale Weiterentwicklung und Präzisierung des Konzeptes, v. a. bezüglich der Nachhaltigkeit der entwickelten Strukturen für den Hochwaldraum sowie Ableitung übertragbarer Ansätze für den Gesamtkreis (Vorbildfunktion)


Die Umsetzung des Projektes soll sukzessive über drei Jahre von 2019 bis 2021 erfolgen.