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Wasser
 

Grubenwasser

Auf dieser Internet-Seite bietet das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Hintergrundinformationen, Berichte und Messergebnisse zur allgemeinen Information über die PCB-Belastung saarländischer Oberflächengewässer und Hintergrundinformationen zum Thema Grubenwasser im Saarland an.

Veröffentlichung des ergänzten Maßnahmenkonzepts zur PCB-Abscheidung – Freigabe zur Umsetzung erteilt

Detaillierte Prüfung bestätigt: Das vorgelegte Konzept ist geeignet, die gestellten Forderungen zur PCB-Reduktion unter die Umweltqualitätsnorm zu erfüllen. Die Umsetzung soll als Nebenbestimmung in die Verlängerung der Einleiterlaubnisse aufgenommen werden.
Die RAG hat das von Minister Jost geforderte Konzept am 28.06.18 fristgerecht vorgelegt. Noch offen gebliebene Fragen hat sie dem MUV am 18.07.18 in einer Besprechung näher erläutert. Das MUV hat daraufhin eine dementsprechende Ergänzung und einen Zeitplan nachgefordert. Diese wurden am 02.08.18 durch die RAG vorgelegt und anschließend von Fachseite geprüft. Zusammenfassend ergibt sich folgendes Ergebnis, das nun verbindlich vorgeschrieben wird.

Camphausen
Für den Standort Camphausen enthält das Konzept im Wesentlichen zwei Maßnahmen. Durch eine Optimierung des Pumpbetriebs soll die Fließgeschwindigkeit unter Tage und damit der PCB Austrag verringert werden. Gleichzeitig können  alle durch die Grubenwassereinleitung bedingten Belastungsspitzen (auch bei Salz und Erwärmung) im Gewässer vermindert werden. Die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen ist mit dieser Maßnahme allein unwahrscheinlich; eine weitere Behandlung z.B. in Form eines Absetzbeckens mit Belüftung ist notwendig.
Das MUV hat daher gefordert, unverzüglich zusätzliche Maßnahmen vorzubereiten. Die RAG hat daraufhin die Vorplanung zum Bau eines Absetzbeckens einschließlich Versuchen eingeleitet. Durch die von der RAG vorgeschlagene Aufbereitungstechnik mit Belüftung und Sedimentation werden neben dem PCB-Gehalt auch die Belastung durch andere Parameter wie Eisen, Sauerstoffmangel, Temperatur, Trübung und organische Schadstoffe gesenkt.

Reden/Duhamel
Das Konzept beinhaltet als Basiskonzept den Wegfall der Einleitung und – wie vom MUV im Vorfeld gefordert - Vorbereitungen für ein alternatives Vorgehen bei Scheitern des Basiskonzepts. Der Wegfall der Einleitung in Reden ist Bestandteil des anhängigen Planfeststellungsverfahrens und soll deshalb im Rahmen der Verlängerungsanträge nicht näher  betrachtet werden.
Zum Test weiterer Aufbereitungstechniken hat das MUV die RAG aufgefordert, die laufenden Versuche zur Filterung durch Blue Filtration weiter zu verfolgen. Dies hat die RAG bereits zugesagt und wird gleichzeitig eine Studie zur Abscheidung von Eisen einschließlich Versuchen erstellen lassen. Durch beide Verfahren wird die Schwebstofffracht und damit auch die PCB- und Zinkbelastung reduziert. Die RAG wird darüber hinaus die Ergebnisse der in Nordrhein-Westfalen geplanten Pilotanlagen zur Verfügung stellen.
Aussagen zum Flächenbedarf, zur angestrebten Technik und zu den Bauzeiten einer Behandlungsanlage konnten noch nicht hinreichend in den vorgelegten Unterlagen dargelegt werden. Um den Vorgaben des Bewirtschaftungsplanes zu entsprechen, soll dies daher im Rahmen der Verlängerung der Einleiterlaubnis als Nebenbestimmung mit entsprechenden Vorlagefristen von der RAG gefordert werden.
Die Studien und Versuche sind notwendige Grundlage für Planung und Bau von Behandlungsanlagen im Vollmaßstab und können für alle Standorte genutzt werden.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind nach derzeitiger Kenntnis erforderlich und geeignet, um die Umweltqualitätsnormen in Sinnerbach und Fischbach in der im Bewirtschaftungsplan gesetzten Frist (Ende 2021) einzuhalten.