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Weiterbildung
 

Projektidee und Grundsätze

Die Gründerväter des Projekts Tai Chi an Schulen. V.l.n.r.: Karl-Heinz Schäffner (Leiter der VHS Völklingen), Wolfgang Kirsch (LPM), Willi Kräuter (Ministerium für Bildung und Kultur), Jürgen Meyer (Tai Chi-Schule Völklingen)
Die Gründerväter des Projekts Tai Chi an Schulen. V.l.n.r.: Karl-Heinz Schäffner (Leiter der VHS Völklingen), Wolfgang Kirsch (LPM), Willi Kräuter (Ministerium für Bildung und Kultur), Jürgen Meyer (Tai Chi-Schule Völklingen)

Tai Chi Chuan und Qi Gong stehen schon viele Jahre auf dem Programm von Weiterbildungseinrichtungen. Die Erfahrungen in den Kursen für Kinder und Jugendliche sind derart positiv, dass seit dem Schuljahr 2007/08 zunächst Lehrkräfte geschult wurden, um die Entspannungsübungen in Schulen anzuwenden. Ab dem Schuljahr 2016/7 wird die Ausbildung auf Erzieherinnen und Erzieher erweitert. Grundlegend ist der Ansatz, dass Lehrkräfte und Erzieher/innen ausgebildet statt dass externe Tai Chi-Lehrkräfte direkt Kinder und Jugendliche unterrichten. Pädagogisch macht es nur wirklich einen Sinn, Tai Chi in KiTas und Schulen zu erlernen, wenn dies durch die Lehrkräfte und Erzieher/innen selbst geschieht. Es hilft zur Selbsthilfe und zur Tat durch Überzeugung.

Tai Chi Chuan und Qi Gong können jederzeit und ohne großen Aufwand im Projektunterricht, unterrichtsbegleitend oder zum Unterrichtsbeginn angewendet werden, ja selbst vor Klassenarbeiten. Die Schüler/innen lernen dabei insbesondere, mit ihren angestauten Aggressionen besser umzugehen und konzentrierter zu arbeiten.

 

Was ist Tai Chi?

Tai Chi ist eine hochentwickelte Form der chinesischen Heilgymnastik und wird mit gleichmäßigen, langsamen und fließenden Bewegungen ausgeführt. Im Westen ist diese Technik als Schattenboxen bekannt geworden. Tai Chi ist Kampfkunst, meditative Bewegungsform mit philosophischem Hintergrund, Heilgymnastik, Atemübung und Meditation in einem. In Deutschland steht der Gesundheitswert der Entspannungsübungen an erster Stelle. Man übt die Form, um die eigene Gesundheit zu pflegen, Haltungsfehler zu korrigieren und bestimmten degenerativen Zivilisationskrankheiten vorzubeugen, z.B. hoher und niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen, Gelenkerkrankungen, Verdauungsprobleme. Tai Chi leistet außerdem große Hilfe bei chronischen Muskelverspannungen, Migräne und Spannungskopfschmerzen. Führt man Tai Chi richtig aus, so aktiviert man die Selbstheilungskräfte des Körpers. Gerade in unserer vom Stress geplagten Zeit sind die Übungen des Tai Chi sehr dazu geeignet, auf sanfte Art inneres Gleichgewicht und Wohlbefinden zu erlangen. Sie beeinflussen den Bewegungsapparat und die Muskulatur, fördern Flexibilität und Gelenkigkeit, wirken positiv auf Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Psyche. Im Tai Chi versucht man, so wenig wie möglich zu tun, aber immer noch so viel wie nötig ist. Tai Chi kann jede/r erlernen, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Fitness. Das regelmäßige Üben führt zu Entspannung und Abbau von Stress, einer Steigerung der Gesundheit und innerer Harmonie sowie zu einer offeneren Lebenseinstellung.

Projektgrundsätze