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Landesbetrieb für Straßenbau
 

Landesbetrieb für Straßenbau – Verantwortung für über 2000 Brücken und Bauwerke

01.06.2017

Für die saarländische Straßenbauverwaltung unterhält der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) nicht nur ein klassifiziertes Straßennetz von Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen mit einer Länge von über 2000 Kilometern. Seiner Verantwortung unterliegen alle Brücken, Stützbauwerke, Tunnel, Verkehrszeichenbrücken und Lärmschutzwände und sonstige Ingenieurbauwerke im Zuge dieser Verkehrswege.

Dies sind im einzelnen (Stand 12/2016):

Brücken und Durchlässe                          1.108
Stützbauwerke                                            497
Tunnel                                                            1
Verkehrszeichenbrücken                            253
Lärmschutzwände                                      105
Funk- und Beleuchtungsmaste                     16
Sonstige Bauwerke (Pumpenhäuser, Leichtflüssigkeitsabscheider, Treppen, u. a. ) 51

Die Zahlen beinhalten nur Bauwerke in der Baulast und Unterhaltungspflicht des Bundes und des Landes befinden. Die Bauwerke der Landkreise und Gemeinden sowie die der Stadt Saarbrücken fallen nicht in den Verantwortungsbereich des LfS.

Zur Gewährleistung der Stand- und Verkehrssicherheit werden diese Ingenieurbauwerke Im Rahmen der Vorgaben der DIN 1076 regelmäßig geprüft und überwacht.
Dort vorgeschrieben sind in sechsjährigen Intervallen Hauptprüfungen zur intensiven Prüfung der Bausubstanz. Einfache Prüfungen drei Jahre nach jeder Hauptprüfung,  jährlichen Besichtigungen, anlassbezogenen Sonderprüfungen nach Hochwassern oder sonstigen besonderen Vorkommnissen und schließlich laufende Beobachtungen bilden ein engmaschiges Überwachungsnetz. Ziel der Maßnahmen ist die
Wahrung der Bausubstanz, die frühe Erkennung etwaiger Mängel und die rechtzeitige Veranlassung nachhaltiger Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen. Die Verfahrensweise bietet Gewähr für den jederzeit sicheren Betrieb der Bauwerke. 

Die nach DIN vorgeschriebenen Prüfungen beziehen sich allein auf die Bausubstanz. Bauartbedingte Defizite, statische Nachweise oder -Berechnungen sind im Prüfungsumfang nicht enthalten. Diesbezüglich gehen die Straßenbauverwaltungen aller Bundesländer im Auftrag des Bundes einen anderen Weg. Zur Zukunftssicherung der Straßeninfrastruktur müssen Brückenbauwerke aufgrund der prognostizierten Erhöhung der Verkehrsbelastung beurteilt werden. Dies erfolgt durch das so genannte Nachrechnen älterer Bauwerke mit hohen Verkehrslasten. Das Bundesverkehrsministerium hat in den Jahren 2010/11 ff in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) nach einem bundesweit einheitlichen Kriterienkatalog eine Erhebung der Bestands- und Zustandsdaten von Bauwerken eingeführt und sie hinsichtlich eines weiteren Untersuchungsbedarfs in eine Prioritätenliste eingeordnet. 43 Teilbauwerke saarländischer Autobahnbrücken waren Gegenstand der Liste. Die erforderlichen Nachrechnungen sind weitgehend abgeschlossen. Daraus resultierende Maßnahmen geplant, in Umsetzung oder bereits abgeschlossen.

Müssen Bauwerke aufgrund festgestellter Mängel oder statischer Defizite saniert oder gar erneuert werden, so erfordert dies im Vorfeld intensive Planungen und langwierige Genehmigungsverfahren. Umweltschutz- und wasserrechtliche Vorgaben zwingen die Straßenbauverwaltung nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei größere Sanierungs- oder Verstärkungsmaßnahmen im Bestand zu aufwändigen (Vor)untersuchungen. Zudem stellen sie hohe Anforderungen an die umweltverträgliche Durchführung der Baumaßnahme.

Hat die Planfeststellungsbehörde Baurecht erteilt, beginnen Detailplanungen und Vergabeverfahren. Insbesondere das komplexe Vergaberecht setzt hier einer schnellen Auftragsvergabe Grenzen. Sind Angebote von geeigneten Baufirmen eingegangen und ausgewertet, wird das Unternehmen mit dem wirtschaftlichsten Angebot mit der Baumaßnahme beauftragt. Vor der Einrichtung der Baustelle sind weitere Vorleistungen sind zu erbringen. Dazu gehören die Festlegung der Verkehrsführung während der Bauphase, die Abstimmungen mit Dritten wie Kommunen, Versorgungsträgern und ÖPNV, je nach Lage des Bauwerks auch mit der Bahn und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.

Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über alles Wissenswerte rund um Saarlands Brücken:

1: Details zu den Prüfungen finden Sie hier: http://www.saarland.de/26927.htm