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Gesundheit
 

Drogen und Sucht

Sucht und Drogen Hotline
bundesweit – täglich – rund um die Uhr
0108 – 31 30 31
(12 Cent/Minute Talkline ID)


Suchtmittel sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Ob es legale Suchtmittel, wie Nikotin oder Alkohol oder illegale Drogen und psychoaktive Substanzen sind, gilt es eine Haltung zu entwickeln, sich zu informieren und eine gesunde Lebensweise zu unterstützen.

Die Landesregierung hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht den Menschen passende Hilfsangebote für ihre Fragen, Anliegen und Probleme zur Verfügung zu stellen.

Mit den zentralen Pfeilern: Prävention, Beratung und Behandlung, den Hilfen zum Ausstieg und den Maßnahmen zur Schadensreduzierung  gewährleistet  die Landesregierung gemeinsam mit den Landkreisen, Wohlfahrtsverbänden und den beteiligten Institutionen eine flächendeckende Versorgung im Saarland. Die Landesregierung sichert damit nicht nur eine bedarfsgerechte Versorgung suchtkranker Menschen, sondern verfolgt auch das Ziel, den Suchtmittelkonsums zu reduzieren und vor allem den Einstiegs in eine Suchtkarriere zu verhindern.

 

Suchtmittel, Infomaterialien und vieles mehr…

Informationen zu Suchtmitteln, wie Nikotin, Alkohol, Drogen und Medikamente oder zu Suchtverhalten etwa bei Ess-Störungen oder Problemen mit Internet oder anderen Onlinemedien  bieten in umfassender Weise die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) http://www.bzga.de/ und die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) http://www.dhs.de/. an

In Infomaterialien klärt die BZgA über die Wirkungen und Gefahren von Suchtmitteln auf, z.B. im Rahmen eines Drogenlexikons. In umfassenden Projekten wie “ Drugcom“ oder „Kenn dein Limit“ sind Infos, Selbsttests oder Online-Beratungsangebote (z.B. Quit he Shit) sehr anschaulich und zielgruppengerecht nutzbar.

Das Angebot richtet sich direkt an Jugendliche, oder an andere Zielgruppen, wie z.B. Menschen mit Essproblemen. Es besteht auch die Möglichkeit die Hotlines zu den verschiedenen Hilfsangeboten zu nutzen.

Für Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen in sozialen Institutionen stehen viele kostenlose Materialien für  den Unterricht oder die Gestaltung von suchtpräventiven  Projekten zur Verfügung.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen stellt ebenfalls  Informationen und Materialien zu Suchtstoffen und Suchtverhalten, zu Glücksspiel und  Ess-Störungen und suchtrelevanten Themen bereit. In Kampagnen, Veranstaltungen und Projekten bietet sie eine große Palette von Mitmachmöglichkeiten an. Sehr interessant ist ihre Bibliothek zu allen Fragen rund um das Thema Sucht und Prävention.

Informationen, Pillenwarnungen und Materialien zu Drogen und neuen psychoaktiven Substanzen bietet das Portal mindzone.sauberdrauf! Hier wird auch eine Online-Beratung zu Partydrogen und Anregungen zur Konsumreflexion angeboten (www.sauberdrauf.de/index.html)

 

Angebote zur Suchtprävention im Saarland

Suchtprävention lädt mit ihren Angeboten die Menschen dazu ein, sich mit ihrem Leben und ihrem Konsum auseinanderzusetzen. Jeder Mensch soll die Chance haben, ein suchtfreies oder von Sucht so weit wie möglich unbeeinträchtigtes Leben zu führen.

Der Regionalverband Saarbrücken und die Landkreise halten mit ihren Suchtpräventionsfachstellen, die in der Regel an die Suchtberatungsstellen angebunden sind, ein Angebot für Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen aus sozialen Institutionen vor (www.saarland.de/dokumente/thema_bildung/Richtlinien_Suchtpraev_Anlage_2.pdf und www.landesstelle-sucht-saarland.de/ ). Die Mitarbeiter/innen unterstützen bei der Planung und Durchführung suchtpräventiver Projekte. Sie arbeiten u.a. mit Schulen und sozialen Institutionen zusammen. Sie sind mit den Gesundheitsämtern und den relevanten Institutionen vernetzt, um auf Landkreisebene eine nachhaltige Suchtprävention zu sichern.

Mit dem Projekt FreD –Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten (www.saarland.de/51318.htm)  werden  von den Präventionsfachstellen flächendeckend Maßnahmen zur Frühintervention für gefährdete Jugendliche angeboten. Dieses Projekt ist vor allem ein Angebot für Jugendliche, die sich mit ihrem noch nicht verfestigten Cannabiskonsum auseinandersetzen wollen oder von der Justiz, der Schule, dem Arbeitgeber  oder den Eltern aufgefordert werden, sich ihrem Konsumverhalten zu stellen.

Das Projekt  HaLt – Hart am Limit (www.die-brigg.de/86327.html) bietet im Landkreis Neunkirchen besondere Hilfen für Jugendliche und Eltern, wenn es um übermäßigen Alkoholkonsum bei den eigenen Kindern geht,  und wenn dieser Konsum dann im Krankenhaus endet. Spezielle Angebote wie etwa  für Kinder suchtkranker Eltern ( Projekt Wiesel: www.caritas-neunkirchen.de/) oder im Raum Saarbrücken für Familien in Zusammenarbeit mit den Familienzentren (Projekt Wildnispädagogik: (http://www.drogenberatung-saar.de/ ) oder Projekt „Escapade“ zum Pathologischen Internetgebrauch (Beratungsstelle „Knackpunkt“  St.Wendel, Gesundheitsamt Saarbrücken) ergänzen die regionalen flächendeckenden Angebote.

Die Gesundheitsämter der Landkreise machen darüber hinaus ebenfalls präventive  Angebote und sind besonders in der Vernetzung der Akteure im Rahmen der „Gemeindenahen Suchtprävention“ aktiv (www.saarland.de/4080.htm ).

 

Angebote zu Suchtberatung und -Behandlung im Saarland

Wenn sich der Konsum eines Suchtmittels  bzw. ein Suchtverhalten bereits eingestellt oder verfestigt hat, bieten die Suchtberatungsstellen (www.landesstelle-sucht-saarland.de/) und  die Gesundheitsämter (www.saarland.de/4080.htm) in den Landkreisen qualifizierte und geschützte Beratungsangebote  an.  Die Palette des Hilfsangebotes reicht von der persönlichen Einzelberatung für Betroffene, Eltern oder Angehörige bis zum Gruppenangebot nach bestimmten Suchtformen und Suchtmitteln (bspw. Alkohol, Cannabis, Drogen, Neue Medien oder Glücksspiel). Die Arbeit an einer stabilen Motivation, an den  Einstellungen und Verhaltensänderungen in Bezug auf Suchtmittel und dem Abbau schädigender Verhaltensmuster sind grundlegend im Vertrauensverhältnis zwischen Ratsuchenden und Beratern. Die Erstellung von Hilfeplänen,  die Einbeziehung von Angehörigen und die Vermittlung in geeignete Therapieangebote sind ein kostenloses Angebot für Rat- und Hilfesuchende.

Bei einer verfestigten Suchterkrankung behandeln einzelne Beratungsstellen - Drogenhilfe Saarbrücken:  http://www.drogenberatung-saar.de/ und Caritas Neunkirchen: http://www.caritas-neunkirchen.de/ , sowie Ambulanzen (SHG: (http:www.reha.shg-kliniken.de), Ianua in Saarlouis: www.ianua-gps.de/index.html )-  im Rahmen einer ambulanten Rehabilitationsmaßnahme und begleiten somit einen  längeren ambulanten Entwöhnungs- und Therapieprozess. Die Beratung und Behandlung findet in einem geschützten Rahmen statt, die durch Schweigepflicht abgesichert ist.

Das Angebot wird im stationär en Rahmen durch die Fachkliniken (Fachklinik Münchwies: www.ahg.de/AHG/Standorte/Muenchwies/index.html  und Fachklinik Tiefental  (http://www.reha.shg-kliniken.de/) komplementiert.

Ess-Störungen: Einzelne Beratungsstellen bieten auch bei Ess-Störungen eine Erstberatung an oder verweisen an niedergelassene Therapeuten. In diesem Zusammenhang kann auch bei der Therapeutenkammer des Saarlandes (http://www.psychotherapeutenkammer-des-saarlandes.de/)  nachgefragt werden.

Die Fachklinik Münchwies hat langjährige Erfahrung in der Behandlung von Menschen mit Ess-Störungen.

Informationen  und Hilfen zum Thema unter http://www.bzga.de/.

 

Angebote der Selbsthilfe

Die Angebote der Selbsthilfe zeichnen sich durch große Offenheit aus und sprechen Menschen an, die aus unterschiedlichen Lebenswelten kommen und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben – als Suchtkranke, als Angehörige, als junge oder alte Menschen, als Berufstätige oder Menschen ohne Arbeit, als Frauen oder als Männer, als (erwachsene) Kinder oder als Eltern.Die Gruppenbesucherinnen und – besucher stärken sich gegenseitig und bieten Freundschaft und persönliche Beziehungen an. „Hier hilft nicht einer dem anderen und der wieder ihm; vielmehr hilft jeder sich selbst und hilft dadurch dem anderen, sich selbst zu helfen“  (vgl. www.freundeskreise-sucht.de).

Die Arbeitsgemeinschaft der saarländischen Abstinenz- und Selbsthilfeorganisationen hat sich als SuSe-Saar zusammengeschlossen (http://www.suse-saar.de/) und vertritt ihre angeschlossenen Mitglieder: Das Blaue Kreuz in Deutschland, Café Jedermann, Freundeskreise der Suchtkrankenhilfe, Guttempler, Kreuzbund Regionalverband Saar, Kreuzbund Diözese Speyer, Neue Selbsthilfe Gruppen Püttlingen und die St. Wendeler Suchtselbsthilfe. Seit einiger Zeit sind die Anonymen Alkoholiker als Gäste vertreten.

Die Selbsthilfe schließt die Lücke zwischen der ambulanten und der stationären Behandlung und deckt Bereiche ab, die die Professionellen nicht leisten können. Sie ist Ansprechpartner für die ganze Familie. Mit 78 Gruppen bieten die Selbsthilfeorganisationen eine dichte Versorgung  im Saarland an und sind für „jedermann“ offen.

 

Fortbildung im Bereich Suchtprävention, Sucht und Drogen

Landesinstitut für präventives Handeln (LPH) :

Das Landesinstitut für präventives Handeln bietet neben vielen präventiven Projekten auch Fortbildungen zur Suchtprävention (www.saarland.de/51318.htm) an.

Für Institutionen, wie Betriebe und Schulen ist im Rahmen der Drogenerkennung  das Projekt “Hinsehen und Handeln“ konzipiert. Hier geht es um Fortbildung im Bereich der Beeinflussung durch psychoaktive Substanzen. Für Jugendliche wird das Projekt „Rebound“ vorgehalten. Ein Life-Skill –Programm für junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren. Schwerpunkt ist der Umgang mit Alkohol, Drogen, Internet usw.  “7 aus 14“ ist ein Angebot für Vereine und Organisationen zur Einhaltung des Jugendschutzes. Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft hat die Reduzierung von Suchmittelkonsum und –Missbrauch in der Schwangerschaft zum Ziel. Darüber hinaus koordiniert das LPH das Projekt „FreD“ und ist Ansprechpartner in allen Belangen der Prävention (http://www.saarland.de/lph.htm).

 

Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM)

Das Landesinstitut für Pädagogik und Medien ist die saarländische Fortbildungsinstitution für Lehrerinnen und Lehrer. Im Rahmen eines breit gefächerten Fortbildungsangebotes werden auch Maßnahmen im Sachgebiet Suchtprävention  (www.lpm.uni-sb.de/typo3/index.php?id=1362) vorgehalten. Mit der Fortbildungsreihe „Gratwanderungen“ erhalten Lehrkräfte die Möglichkeit, sich umfassend für die Themen Sucht, Drogen und im Umgang mit suchtgefährdeten Jugendlichen zu qualifizieren. Darüber  hinaus werden Veranstaltungen zu aktuell anstehenden Themen angeboten, wie etwa Wildnispädagogik in der Suchtprävention, Kinder suchtkranker Eltern etc.

 Das LPM bietet auch individuelle Beratungen für Lehrkräfte im Falle von Suchtmittelmissbrauch oder Gefährdung bei Jugendlichen an, gestaltet Pädagogische Tage und berät Institutionen im Rahmen der Verankerung von Suchtprävention im Schulentwicklungsprozess (vgl. auch Richtlinien zur Suchtprävention: www.saarland.de/dokumente/thema_bildung/Richtlinien_Suchtpraev_24.7.13.pdf). 

Der neu gestaltete Fortbildungsbereich „Gesunde Schule“ ermöglicht es Lehrkräften nicht nur für ihre Schüler/innen, sondern auch für die eigene Gesundheit geeignete Angebote zu finden. Die Veranstaltungen sind im Fortbildungsprogramm des LPM ausgeschrieben (http://www.lpm.uni-sb.de/).

Foto: Saarland

Polizeiliche Information, Prävention und Beratung

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Landesinstitut für Pädagogik und Medien
Beratung und Fortbildung für Lehrer
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