Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
 

1. Integrationsgipfel des Saarlandes

03.03.2015

Die Landesbeauftragte für Integration im Saarland, Sozialministerin Monika Bachmann, hat heute mit 15 Akteuren aus dem Bereich der Integrationspolitik die „Lebacher Erklärung“ unterzeichnet. Sie haben stellvertretend für alle saarländischen Städte und Gemeinden, Kreise, Verbände, Institutionen, Vereine, Kirchen sich mit ihrer Unterschrift  zu gemeinsamen integrationspolitischen Zielen bekannt. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, unterschiedlichste Organisationen an einen „Tisch zu bringen“, Gemeinsamkeiten zu finden, Ziele zu definieren und die Zusammenarbeit zu fördern“, erklärte Monika Bachmann nach der Unterzeichnung. „Denn um Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Lande „Herzlich willkommen“ zu heißen und ihnen eine gleichberechtigte Teilnahme und Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben unseres Landes zu ermöglichen, brauchen wir in allen integrationspolitischen Handlungs- und Lebensfeldern engagierte Mitstreiter, Unterstützer und Akteure“, sagte Bachmann.

„Wir haben die „Lebacher Erklärung“ vorbereitet, um eine gemeinsame Grundlage für die Integrationspolitik in unserem Lande zu schaffen“, sagte die Integrationsbeauftragte. Die Basis unserer gemeinsamen Ziele und Werte und unsere gemeinsame Einstellung zu wichtigen gesellschaftspolitischen und integrationspolitischen Fragen sollen auch die Grundlage für eine zukunftsorientierte Integrationspolitik in unserem Land sein.“ Alle Teilnehmer des Gipfels hatten nach der Veranstaltung die Möglichkeit, ebenfalls die „Lebacher Erklärung’’ zu unterzeichnen.

Die  „Lebacher Erklärung“  enthält neben der Präambel zehn integrationspolitische Bekenntnisse, zu denen sich die Unterzeichner verpflichten. Sie enthält unteranderem ein klares „Nein“ zu Gewalt und Extremismus, zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und zu allen Kräften und Erscheinungsbildern, die die Verfassung infrage stellen und die gesetzlich garantierten Rechte in diesem Land negieren und infrage stellen. Sie fordert Respekt, Dank und Anerkennung für alle Menschen in unserem Land und sie versteht die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden in diesem Land, das für einen hohen Grad an sozialer Wärme steht, als eine humanitäre Verpflichtung.

Die Ministerin verwies darauf, dass bereits im Januar 532 Flüchtlinge ins Saarland gekommen seien und man davon ausgehen müsse, dass die Tendenz steige. Sie habe daher ihr integrationspolitisches 10- Punkte Programm, das sie bereits in der letzten Woche vorgestellt habe, darauf ausgerichtet, diesen Menschen nicht nur eine neue Heimat zugeben und ehrenamtliches Engagement zu unterstützen, sondern auch dafür zu sorgen, dass durch die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und den Abbau von Sprachbarrieren, die Integration in unserer Gesellschaft ermöglicht wird. Der saarländische Integrationsgipfel soll künftig jährlich veranstaltet werden, um den Austausch der Religionen und Kulturen im Saarland zu fördern und ein Forum des interkulturellen Miteinanders im Saarland werden.

Abschließend dankte die Ministerin im Namen der saarländischen Landesregierung allen Akteuren, Verbänden, Institutionen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, dem saarländische Städte- und Gemeindetag, den Landkreisen, dem Regionalverband, und alle ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen in der Integrationsarbeit, die einen großen Teil ihrer Freizeit nutzten, um zu helfen und den Menschen im Saarland eine neue Heimat zu geben.

Downloads