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Naturschutz
 

Zentrum für Biodokumentation

Das Zentrum für Biodokumentation (ZfB) begann Ende 2002 am Zukunftsort Reden seine Pionier-Arbeit. Anfang 2003 wurden die naturkundlichen Sammlungen der Universität des Saarlandes dem ZfB übergeben. Im Jahr 2005 konnten diese Sammlungen durch die Übernahme des geologischen Museums, welches vorher in Saarbrücken seinen Standort hatte, erweitert werden.
Kernziele und Aufgaben des Zentrums für Biodokumentation sind Sicherung, Betreuung und Fortschreibung der naturkundlichen Landessammlungen.
Die Schaffung eines Koordinations- und Kommunikationszentrums für feldbiologische/ -ökologische Forschung sowie außerschulische Umweltbildung.
Eine Reihe bundesweit bedeutender Untersuchungen und Forschungsvorhaben wurden in den letzten Jahren vom Zentrum für Biodokumentation initiiert und durchgeführt.
Das ZfB ist mittlerweile bundesweit bekannt und hat sich als renommierte Biodiversitätsforschungseinrichtung etabliert und bereits bundesweite Aufgaben übernommen. So sind seit 2006 die Koordinationsstelle der Florenkartierung Deutschlands sowie die Geschäftsstelle des Netzwerks Phytodiversität Deutschlands e.V. (NetPhyD) im ZfB angesiedelt. Mit namhaften Einrichtungen und Institutionen wie dem Bundesamt für Naturschutz, dem Umweltforschungszentrum in Leipzig (Helmholtzstiftung) sowie zahlreichen Universitäten besteht eine enge Zusammenarbeit.“

Die Entstehung

•Umstrukturierung der Universität

Die Umstrukturierung der Universitätslandschaften im SW-deutschen Raum hat an der Universität des Saarlandes erhebliche Veränderungen mit sich gebracht, die insbesondere die Biologie und Geographie betreffen. So ist die Fachrichtung Biogeographie bereits vollständig nach Trier umgezogen. In Saarbrücken wird es künftig nur noch eine "sektorale" Biologie mit den Hauptfächern Molekular- und Humanbiologie geben. In der Konsequenz heißt das, dass die Fachdisziplinen, die sich bisher mit der Erforschung der Landeskunde sowie der Tier- und Pflanzenwelt im Saarland beschäftigt haben, an der Universität des Saarlandes nicht mehr existent sind. Es wird folglich auch keine unmittelbare Ausbildungs- und Anlaufstätte mehr für junge Wissenschaftler geben, die die Grundlagen für eine fundierte naturwissenschaftlich orientierte Heimatforschung erheben und weiter vermitteln können.

•Erste Überlegungen

Vor diesem Hintergrund hat sich der DELATTINIA-Vorstand bereits seit 1999 intensiv mit dieser Problematik auseinander gesetzt. Durch zahlreiche Gespräche mit Fachleuten und Politikern sowie gezielte Pressearbeit hat die DELATTINIA die entsprechenden Interessensgruppen und politischen Entscheidungsträger für das Thema sensibilisiert.

Diese Bemühungen haben mit dazu beigetragen, dass sich die Landesregierung am Zukunftsstandort Reden (ehemalige Grube Reden) für die Einrichtung eines Zentrums für Biodokumentation (ZfB) entschieden hat.

•Zusammenführung der Sammlungen

In enger Abstimmung zwischen Saarländischem Kultusministerium und dem Umweltministerium einerseits sowie der Universität des Saarlandes andererseits wurde festgelegt, dass die bis zu diesem Zeitpunkt an der Universität untergebrachten naturkundlichen Sammlungen als Dauerleihgabe in das neue Zentrum für Biodokumentation in Reden verlagert werden. Hierzu wurde eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die eine solide fachliche Betreuung der Sammlungen innerhalb eines zukunftsweisenden Gesamtkonzeptes garantieren soll.

•Standort Reden

Der Standort „Reden“ liegt wie die Standorte „Völklinger Hütte“ und „Göttelborn“ planerisch und organisatorisch in den Händen der landeseigenen Gesellschaft Industriekultur Saar GmbH (IKS). Der Standort „Reden“ liegt wie die Standorte „Völklinger Hütte“ und „Göttelborn“ planerisch und organisatorisch in den Händen der landeseigenen Gesellschaft Industriekultur Saar GmbH (IKS). Alle drei Standorte wurden im sog. "Ganser-Plan" als wegweisende Zukunftsstandorte im Rahmen der Umstrukturierung der ausklingenden saarländischen Montanindustrie ausgewiesen. Die IKS ist momentan dabei, das inhaltliche und räumliche Gesamtkonzept für die Standorte Göttelborn und Reden (ehemals Bergwerke) zu erarbeiten.

Ein wesentlicher 1. Schritt war hierbei der "Workshop zur Entwicklung des Bergwerkes Reden" am 10./11. Dezember 2001 in Niederwürzbach. In der 25. Woche 2002 (17.06.-21.06.02) hat die IKS eine „Planerwerkstatt“ durchgeführt. Mehrere renommierte Gutachter- und Planungsbüros aus ganz Europa bekamen die Möglichkeit, die vorskizzierte Rahmenkonzeption inhaltlich wie räumlich zu strukturieren. Das Ergebnis der Planerwerkstatt ist ein erster Entwurf eines Masterplanes für den Gesamtstandort, der im Februar 2003 offiziell vorgestellt wurde.

Ein bedeutender  Baustein in dem erarbeiteten „zukunftsweisenden Gesamtprofil“ ist die Einrichtung eines „Zentrums für Biodokumentation", das dem Schwerpunktthema "Natur und Zukunft" zugeordnet wurde. Ein weiterer thematischer Baustein wird in diesem Zusammenhang das geplante moderne Naturkundemuseum sein, das im Laufe der nächsten Jahren realisiert werden soll.


So finden Sie uns

Ministerium für Umwelt und
Verbraucherschutz
"Zentrum für Biodokumentation"

Am Bergwerk Reden 11
D-66578 Schiffweiler
Tel.: 0681 501 3452
E-Mail: info.biodoku@umwelt.saarland.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr
Wochenende und außerhalb der angegebenen Zeiten nach telefonischer Vereinbarung.

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