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Kongress "Empower Deutschland" zeigt Wege in die Zukunft

Die saarländische Landesregierung veranstaltete am 5. Mai zum dritten Mal den Innovationskongress „Empower Deutschland – Geniales Saarland“. Hochkarätige Referenten und über 1.000 Teilnehmer präsentierten und diskutierten den erfolgreichen Strukturwandel und den gelebten Technologietransfer im Saarland.

Seit November 2007 hat die saarländische Landesregierung mit der Allianz „Empower Deutschland - Geniales Saarland“ einen offenen, partnerschaftlichen Prozess gestar-tet, der auf großes Interesse stößt und sich als Erfolgsmodell erweist. Seither haben sich über 500 Mitglieder aus Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden dieser Allianz angeschlossen. Sie unterstützen die Innovationsstrategie des Landes und den Strukturwandel durch Ideen und eigenes Engagement. Die Mitglieder der Allianz kamen am Vorabend des Empower Deutschland-Kongresses zu einer Nacht der Innovationen zusammen.

Von Kabinettstückchen aus der Nanotechnologie bis zu Computern mit Augen, Ohren und Verstand griff die Nacht der Innovationen besondere Highlights aus Wissenschaft und Wirtschaft auf. Die spannende Nacht der Innovationen und die Begleitausstellung zum Kongress mit über 50 Ausstellern zeigten einmal mehr, dass Spitzenforschung und unternehmerische Umsetzung im Saarland zusammen kommen. In einem ausgiebigen Ausstellungsrundgang trafen Ministerpräsident Peter Müller und Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel mit den Ausstellern zusammen.

Zum Kongress erschien zudem das Innovationsbuch „Geniales Saarland“, das weltweite Produkterfolge saarländischer Unternehmen darstellt und die Internationalität der saarländischen Wirtschaft damit eindrucksvoll dokumentiert. 

Rund um den Innovationskongress wurden auch weitere Maßnahmen angekündigt. Im Mai startet ein Clustermanagement für die IT-Branche. Das Cluster wird vom Kompetenzzentrum für Informatik an der Universität des Saarlandes koordiniert und in enger Zusam-menarbeit mit der Zentrale für Produktivität und Technologie (ZPT) durchgeführt. Zusätzliche spezifische Expertise wird im Cluster bereit gestellt, um die Zusammenarbeit zwischen saarländischen IT-Unternehmen, IT-Anwendern und der renommierten Saar-Informatik an den Hochschulen und Forschungsinstituten zu intensivieren.

Mit dem Kongress startete auch das Logistik-Cluster. Nachdem sich der Logistikstandort durch zahlreiche Ansiedlungen vielversprechend entwickelt hat, soll die Vernetzung von Logistikern mit der Industrie, dem Handel und der Forschung durch das Cluster verstärkt werden. Die Ansiedlungsexperten von der gwSaar übernehmen für zwei Jahre das Clustermanagement. Die IPL Prof. Schmidt GmbH bringt fachliche Expertise in das Cluster ein und wird Unternehmen beispielsweise bei der Optimierung von Logistik-prozessen unterstützen. Neben den Clustern in den Bereichen Automotive, NanoBio und HealthCare erhalten damit zwei weitere Branchen ein neues Cluster-Management und professionelle Ansprechpartner.

Der saarländische Mittelstand soll davon in besonderer Weise profitieren. Dazu tragen weitere Maßnahmen bei: Ein neuer Kooperationszuschuss setzt seit Jahresbeginn Anreize für Kooperationsprojekte der Universität mit saarländischen Unternehmen. Voraussetzung dafür ist eine vertraglich geregelte Kooperation zwischen der Universität und einem Unternehmen bzw. Unternehmensverbünden im Saarland. Wesentliche Zielsetzung ist die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen als Forschungs- und Entwicklungspartner. Erste Kooperationsprojekte wurden bereits gestartet. An der HTW läuft ein vergleichbares Modell bereits seit einiger Zeit erfolgreich.

Erfreulich ist auch, dass das Saarland seit Beginn des Jahres eine der westdeutschen Modellregionen im Programm „Förderung von Innovationsmanagement in kleinen Un-ternehmen“ des Bundeswirtschaftsministeriums ist. Mit dem Programm sollen bei kleinen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks Produkt- und Prozessinnovationen durch Beratung und Management-Unterstützung erleichtert werden.

Ferner wurde 2009 die Neustrukturierung der saarländischen Technologieförderprogramme abgeschlossen, so dass heute mit dem Technologieprogramm Saar (TPS) und dem Programm zur Förderung von Entwicklung, Forschung und Innovation (EFI) umfangreiche Fördermöglichkeiten für Unternehmen aller Branchen und Größen zur Ver-fügung stehen. Das Projektbüro „FuE-Intensiv“ bei der ZPT hat sich als kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen rund um Forschungs- und Entwicklungsprojekte von der Finanzierung über die Partnerfindung bis zur Verwertung bereits in kurzer Zeit etabliert.

Daneben setzt sich die Landesregierung auch für die steuerliche FuE-Förderung in Deutschland ein. Unter Leitung des Saarlandes wird in einer Länderarbeitsgruppe der Wirtschaftsministerkonferenz ein Umsetzungsvorschlag zur Einführung einer steuerlichen FuE-Förderung erarbeitet. Neben einer konsequenten Innovationsstrategie und der Schaffung eines positiven Innovationsklimas gibt das Saarland somit wichtige Impulse für innovationsfreundliche Rahmenbedingungen.

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