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Ausbildung
 

Grenzüberschreitende Ausbildung

Neue Perspektiven: Ausbildung im Nachbarland

Mit dem Buzzer setzten die Partner symbolisch ein Projekt in Gang, das in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit einen besonderen Akzent setzt. Zielgruppe sind junge Menschen beiderseits der deutsch-französischen Grenze.
Mit dem Buzzer setzten die Partner symbolisch ein Projekt in Gang, das in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit einen besonderen Akzent setzt. Zielgruppe sind junge Menschen beiderseits der deutsch-französischen Grenze.
Wirtschaftsminister Heiko Maas, der französische Generalkonsul Frédéric Joureau, IHK-Präsident Dr. Richard Weber sowie Achim Pecka vom Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes und Ingrid Lang von der Verbundausbildung Untere Saar e.V. haben am 15.1.2013 den Startschuss für die neue „Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung“ gegeben. Die Auftaktveranstaltung fand im Rahmen der Frankreichwoche aus Anlass des 50. Jahrestages des Élysée-Vertrages statt.

Maas: „Die Jugend von heute ist ohne Schlagbäume aufgewachsen, aber gerade bei der Ausbildung stellt die Staatsgrenze immer noch eine Barriere dar. Während in Deutschland das System der dualen Ausbildung mit den Lernorten Betrieb und Berufsschule die Regel ist, findet berufliche Bildung in Frankreich überwiegend in der Schule statt. Trotz aller Unterschiede wollen wir Querverbindungen herstellen, durch Aufenthalte während der Ausbildung im Nachbarland. Das stärkt die individuellen Kompetenzen, aber auch unseren grenzübergreifenden Wirtschaftsraum.“ Oberziel ist die nachhaltige Deckung des Fachkräftebedarfs in der Region. Außerdem leistet die Fachstelle einen Beitrag zur Verzahnung der unterschiedlichen beruflichen Ausbildungssysteme in Frankreich und Deutschland.

Das Angebot richtet sich gleichermaßen an französische Lycée-Schülerinnen und -Schüler (Niveau Bac Pro und BTS), die einen Teil ihrer vorgeschriebenen Praktika (PFMP) in einem deutschen Betrieb absolvieren möchten, und an deutsche Auszubildende, die einen Teil ihrer Berufsausbildung in einem französischen Betrieb verbringen möchten. Wirtschaftsminister Heiko Maas: „Das Projekt trägt den unterschiedlichen Rahmenbedingungen in beiden Ländern Rechnung. Es entsteht beidseitiger Nutzen. Die jungen Menschen sammeln praktische Erfahrungen im jeweiligen Nachbarland. Aus saarländischer Perspektive erhoffen wir uns, dass junge Franzosen ihren saarländischen Praktikumsbetrieben auch im Arbeitsleben treu bleiben und somit ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels geleistet wird.“

Wirtschaft leistet ihren Beitrag

Die Relevanz des Projekts für das Saarland zeigt sich auch am Engagement der Wirtschaft. Die Gesamtkosten sind für die Pilotphase (18 Monate) im Kostenplan mit 128.000 Euro veranschlagt. Davon tragen die Kooperationspartner IHK Saarland 45.000 Euro und der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V. (ME Saar) 15.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium als Hauptfinanzier beteiligt sich an den zuwendungsfähigen Ausgaben mit 68.000 Euro. Dr. Richard Weber (IHK Saarland): „Der Arbeitsmarkt in SaarLorLux entwickelt sich immer mehr zu einem gemeinsamen grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten mittlerweile jenseits der Grenze, sei es in Luxemburg, im Saarland oder auch in Lorraine. Mit der Fachstelle wollen wir erreichen, dass die Mobilität bereits in der schulischen oder betrieblichen Ausbildung gefördert wird und die jungen Menschen ihre Ausbildung – teilweise oder auch ganz – im Nachbarland durchlaufen. Dies stärkt die Beschäftigung und senkt sicherlich die Jugendarbeitslosigkeit im SaarLorLux-Raum.“

Auch der französische Generalkonsul Frédéric Joureau begrüßt das Projekt als wichtigen Beitrag einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: „Der Élysée-Vertrag ist das Symbol der deutsch-französischen Freundschaft. In diesen Tagen jährt sich dieses Ereignis zum 50. Mal. Ich freue mich, dass durch die „Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung“ die deutsch-französische Freundschaft durch ein weiteres Element bereichert wird. Mit diesem Projekt und den bereits bestehenden Angeboten, wie etwa dem des Deutsch-Französischen Sekretariats für den Austausch in der beruflichen Bildung, werden wir den Integrationsprozess zwischen unseren beiden Ländern weiter intensivieren.“

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
Referat E/4 - Berufliche Erstausbildung
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
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Telefax
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