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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

"Keine unsichere Gentechnik in Lebensmittel" - Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Rehlinger warnt vor EU-Plänen

13.06.2012
Die saarländische Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Anke Rehlinger warnt davor, die Gentechnikregeln bei Lebensmitteln zu lockern. „Gentechnisch veränderte Organismen, die nicht für Lebensmittel zugelassen sind, haben dort auch nichts zu suchen und können auch nicht in kleinsten Spuren geduldet werden“, so Rehlinger. Nach wie vor gebe es keine belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Risiken von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) für Gesundheit und Umwelt. „Aus diesem Grund müssen wir im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem bisherigen Nulltoleranz-Prinzip bestehen.“
Die Ministerin reagiert damit auf die Pläne der EU-Kommission, dieses Nulltoleranz-Prinzip aufzuweichen.
Das Saarland ist das einzige Bundesland, in dem bisher keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut wurden. „Wir möchten gemeinsam mit den Kommunen, Verbänden und Institutionen eine Strategie entwickeln, um diesen Zustand auch in der Zukunft zu bewahren. Dies haben wir so im Koalitionsvertrag festgeschrieben“, so Rehlinger. Das Saarland wolle auch Initiativen, die den Bundesländern die Möglichkeit verschaffen, rechtsverbindlich gentechnikfreie Regionen einzurichten, unterstützen. Auch an Gespräche mit Politikern der Großregion über eine gentechnikfreie Großregion sei gedacht.