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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Rehlinger: Kampf gegen die Lohnlücke bleibt Daueraufgabe

Pressemitteilung vom 17.03.2017 - 11:30 Uhr

Arbeitsministerin Anke Rehlinger hat anlässlich des Equal Pay Day am 18. März gefordert, bei der Lohnsituation mehr Transparenz zu schaffen und insbesondere die Rechte der Arbeitnehmerinnen zu stärken: „Dass Frauen im Saarland heute noch immer im Durchschnitt 26 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, lässt sich sachlich durch nichts rechtfertigen.“ Es sei ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werde. Der Kampf gegen die Lohnlücke bleibe vorerst eine Daueraufgabe.

Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten Lohngleichheitsgesetz seien schon Schritte in die richtige Richtung gemacht worden: In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten erhalten Frauen damit ein Auskunftsrecht, um zu erfahren, wie viel Geld ihre Kollegen in vergleichbaren Positionen verdienen. Um die Lohntransparenz sowie die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter zu stärken, sieht die Ministerin vor allem in starken Gewerkschaften und Betriebsräten verlässliche Partner an ihrer Seite.

Die Debatte über Lohngerechtigkeit muss aus ihrer Sicht aber „in der gesamten Breite der Gesellschaft geführt werden“. In Berufen, in denen überdurchschnittlich viele Frauen arbeiten, wie beispielsweise den helfenden Berufen, werde häufig nur ein unterdurchschnittliches Gehalt gezahlt: „Am Ende eines arbeitsreichen Lebens droht dann oft Altersarmut, weil die Rente nicht reicht.“

Frauen arbeiteten häufig nur in Teilzeit, um sich mehr um die Familie kümmern zu können. Berufliche Aufstiegschancen seien dadurch begrenzt. Rehlinger: „Frauen leisten über ihren Beruf hinaus große Dienste für unsere Gesellschaft. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Pflege kranker Angehöriger zu stemmen, verzichten viele Frauen auf Einkommen und Karriere. Es ist unsere Pflicht, diesen Kreislauf zu beenden.“

Hintergrund

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechterspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 21 Prozent (2016) beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage und das Datum des Equal Pay Day im Jahr 2017 am 18. März.

Inzwischen findet der Equal Pay Day in über 20 europäischen Ländern statt.