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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Gründungsförderung richtet sich künftig noch stärker auf besondere Zielgruppen aus

Pressemitteilung vom 28.10.2016 - 14:45 Uhr
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger feierte gemeinsam mit dutzenden Gründern das 20. Jubiläum der Saarland Offensive für Gründer. Foto: © MWAEV
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger feierte gemeinsam mit dutzenden Gründern das 20. Jubiläum der Saarland Offensive für Gründer. Foto: © MWAEV

Die Saarland Offensive für Gründer (SOG) wird ihre Arbeit noch stärker auf Zielgruppen konzentrieren, bei denen besonders hohes Gründungspotenzial besteht. Dies sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger bei einer Feier zum 20-jährigen Bestehen des Beraternetzwerks. Es gehe darum, Hochschulabsolventen, aber auch Berufsschüler und junge Handwerksmeister gezielt anzusprechen. Ein weiteres Augenmerk gelte den sich gut entwickelnden Freien Berufen, etwa im Bereich der Kreativwirtschaft: „Wir wollen auch diejenigen für eine Gründung motivieren, die ihre Chancen nicht auf Anhieb erkennen.“

Rund 4,6 Mio. Euro sind beispielsweise für die Förderung des Existenzgründungsgeschehens an der Universität des Saarlandes und der htw Saar vorgesehen. Rehlinger: „Beide leisten hervorragende Arbeit im Bereich der Gründungsförderung. So konnte in diesem Jahr auch das Starterzentrum an der Universität – als erste derartige Einrichtung bundesweit – seinen 20. Geburtstag feiern.“ Das Wirtschaftsministerium fördert seit 2015 die Gründungsförderung durch die Transferstellen KWT und FITT aus Mitteln des Landes und der EU im Rahmen des Projekts „SQUASH“. Das breitgefächerte Förderangebot ermöglicht u.a. Einzelberatungen, auf die Zielgruppe der Studierenden zugeschnittene Seminare und Mentoring-Programme.

Auch auf die besondere Situation von Migranten geht die SOG ein. Ein Informationsabend in der Reihe „Erfolgreich gründen“ behandelt am 3. November das Thema Unternehmens-gründung für Geflüchtete aus Syrien. Für diese Zielgruppe könne – wenn die Rahmenbedingungen stimmen – die Selbstständigkeit die passende Erwerbsform sein, so die Ministerin.

Besonderes Augenmerk gilt der Situation der Frauen. Rehlinger: „Die Zahl der Existenzgründungen durch Frauen ist den letzten Jahren deutlich gestiegen – insbesondere im Nebenerwerb.“ Im Haupterwerb gründeten jedoch Männer immer noch deutlich häufiger als Frauen. Hier gebe es weiterhin „Luft nach oben, auch weil wir heute über die bestausgebildete Frauengeneration aller Zeiten verfügen“.

Für Frauen könne die „Karriereoption Chefin“ eine reizvolle Form der Erwerbstätigkeit sein, weil sie eine Chance sein kann, nach einer Familienphase wieder beruflich durchzustarten. Mittels der künftigen Netzwerkstelle „Frauen im Beruf“ soll offensiv auf diese Perspektiven hingewiesen werden. Die Stelle wird vom Wirtschaftsministerium gefördert und bei der Arbeitskammer des Saarlandes angesiedelt.

Gute Situation bei den Freien Berufen

Über das Gründungsgeschehen in den Freien Berufen gibt es Positives zu berichten. Insgesamt nehmen die Gründungen in den Freien Berufen deutschlandweit zu. 2014 war das Saarland dabei Spitzenreiter unter den Bundesländern. Gegenüber dem Vorjahr lag der Anstieg der Gründungen in den Freien Berufen bundesweit bei 2,2 Prozent, im Saarland sogar bei 7,9 Prozent. 2015 wurde zwar kein weiterer Anstieg in diesem Bereich verzeichnet, jedoch konnte das Niveau des Vorjahres gehalten werden.