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Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

Arbeitslosengeld Q wichtiger Baustein für die Reform der Arbeitslosenversicherung

06.03.2017
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Globus Gesellschafter Thomas Bruch und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (von links nach rechts). Foto: © MWAEV
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Globus Gesellschafter Thomas Bruch und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (von links nach rechts). Foto: © MWAEV

Auch beim Besuch von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles am 4. März bei der Warenhauskette Globus in St. Wendel war der Wandel in der Arbeitswelt ein beherrschendes Thema. Digitalisierung, demografischer Wandel sowie veränderte Produktionsprozesse bringen neue Herausforderungen für den Arbeitsmarkt. Die Konsequenz daraus ist, dass es immer notwendiger werden wird, genau die Arbeitsqualifikation zu vermitteln, die künftig auch gebraucht werden. Dafür biete der Vorstoß von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zur Reform der Arbeitslosenversicherung eine sehr gute Grundlage, ist Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger überzeugt. „Die Vorschläge schaffen einen neuen Blickwinkel. Bisher stand Arbeitslosigkeit im Zentrum. Jetzt rückt die Qualifizierung in den Vordergrund“, betont die Ministerin. Mit der Einführung eines Rechtsanspruchs auf Weiterbildung könne ein Systemwechsel von der Arbeitslosenversicherung hin zur Arbeitsversicherung gelingen. Rehlinger weiter: „Der Weiterbildungsanspruch wird dann Grundlage für die Vermittlung in Arbeit.“

Auch die Verdopplung der Vermögensfreibetrag in der Grundsicherung hält die Wirtschaftsministerin für ein wichtiges Signal. „Es ist ein überfälliges Zeichen des Respekts der Lebensleistung der arbeitenden Menschen“, lobte Wirtschaftsministerin Rehlinger. Der Entwurf der Bundesarbeitsministerin sieht die Anhebung des Schonvermögens in der Grundsicherung von bisher 150 Euro pro Lebensjahr auf 300 Euro pro Lebensjahr vor.

Gestärkt werde das neue Selbstverständnis einer Arbeitsversicherung auch dadurch, dass Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahme für die Dauer der Teilnahme das neue „Arbeitslosengeld Q“ erhalten sollen, so Wirtschaftsministerin Rehlinger. Die Höhe entspricht dabei dem Arbeitslosengeldes I und wird nicht auf die Dauer des ALG-Bezugs angerechnet. „Das unterstreicht die Wertigkeit der Qualifikationsmaßnahme“, sagt die Ministerin Rehlinger. Positiv bewertet sie zudem den Vorschlag zur Neuberechnung des Arbeitslosengeld I. Es soll künftig bereits nach zehn statt 12 Monaten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in den letzten drei statt zwei Jahren ausgezahlt werden.