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Kreativwirtschaft
 

Innovationsimpulse für den Mittelstand: Neuer Architekturpreis “Industrie- und Gewerbebauten im Saarland” und Neukonzeption des Staatspreises Design

06.03.2017
Ein Beispiel für  vorbildlich und innovativ gestaltete Gewerbebauten ist das Bürogebäude Ergosign im Quartier Eurobahnhof Saarbrücken. Foto: © André Mailänder.
Ein Beispiel für vorbildlich und innovativ gestaltete Gewerbebauten ist das Bürogebäude Ergosign im Quartier Eurobahnhof Saarbrücken. Foto: © André Mailänder.

Die Entscheidung ist getroffen: Erstmalig loben das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr und die Architektenkammer des Saarlandes (AKS) 2017 den Architekturpreis „Industrie- und Gewerbebauten im Saarland“ aus. Mit der Konzeption des Architekturpreises sowie der Umsetzung wurde die K8 Institut für strategische Ästhetik gGmbH betraut. Der neue Preis wird alle vier Jahre verliehen und zeichnet Architekten und Bauherren aus. Die Auszeichnung würdigt vorbildlich gestaltete Bauten aus den Bereichen Gewerbe, Produktion, Handwerk, Handel sowie (gewerbliche) Dienstleistungen und Mischnutzungen.

Der neue Preis hebe die Rolle von Gestaltungskompetenz als Schlüsselfaktor für wirtschaftlichen Erfolg hervor, so Ministerin Anke Rehlinger: „Der Architekturpreis ‚Industrie- und Gewerbebauten im Saarland’ ist so konzipiert, dass er nachhaltig als Innovationsimpuls in die saarländische Wirtschaft wirken wird, indem er zukunftsweisende Beispiele auszeichnet.“ Aus Sicht der Architektenkammer betont eine solche Auszeichnung die zentrale Rolle baulicher Gestaltung  im gesellschaftlichen Wandel, wie AKS-Präsident Alexander Schwehm erläutert: „Gelungene Industrie- und Gewerbearchitektur gibt dem Unternehmen, für das sie konzipiert ist, nicht nur ein Gesicht, sondern entwickelt innovative Raumkonzepte für die sich wandelnden Anforderungen im Bereich der Arbeit und der unternehmerischen Wertschöpfung.“

Der neu geschaffene Architekturpreis ergänzt den bereits seit 1993 im zweijährigen Rhythmus vom Wirtschaftsministerium verliehenen Staatspreis Design, der ab 2017 ebenfalls durch K8 als Innovationspreis ausgerichtet wird. Der Staatspreis Design betont die herausragende Kompetenz saarländischer Unternehmen im Bereich des Produkt- und Kommunikationsdesigns. Mit der Preiskategorie „strategische Prozessgestaltung” verweist der Staatspreis auf eine Form der Gestaltung, die im Umgang mit Schlüsselthemen wie Digitalisierung, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle spielt.

„Mit dem Architekturpreis und der Neuausrichtung des Designpreises reagieren wir auf die Herausforderungen des wirtschaftlichen Wandels, indem wir durch die Würdigung herausragender Leistungen in wichtigen Teilmärkten der Kreativwirtschaft zu branchenübergreifender Innovation animieren“, so Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger weiter.  Ein ebenfalls neugeschaffener Nachwuchspreis für zukunftsweisende Baukonzepte, der von htw saar, Wirtschaftsministerium und AKS ausgelobt wird, soll auch Studierende in diese Innovationsprozesse einbinden.

Die Bewerbungsfrist startet am 1. Mai und endet am 30. Juni 2017. Mitglieder der Jury, Bewertungskriterien und Vergaberichtlinien werden Ende April über einen neuen Internetauftritt bekannt gegeben, über den auch die Bewerbung erfolgt.

HINTERGRUND:

Die Architektenkammer des Saarlandes (AKS) wurde im Jahre 1948 gegründet. Sie ist die älteste Architektenkammer in Deutschland und vertritt die Interessen von über 1.100 Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern. Grundlage für die Tätigkeit der AKS ist das Saarländische Architekten- und Ingenieurkammergesetz (SAIG) in der jeweils aktuellen Fassung.

Das K8 Institut für strategische Ästhetik engagiert sich seit seiner Gründung 2015 als Transfer-Akteur der künstlerischen Hochschulen des Saarlandes. K8 kooperiert mit Unternehmen und Organisationen in der Entwicklung neuer Ansätze zur Mitgestaltung der digitalen Gesellschaft und entwirft Formate zur Umsetzung offener Innovationsprozesse, in denen soziale, nicht-technologische Innovationen eine zentrale Rolle spielen.