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Sensibilisierungskampagne "AUFMERKSAM UNTERWEGS"Früherkennung terroristischer Anschläge im Öffentlichen Personenverkehr unter Einbindung der Betreiber und Fahrgäste
Die Terroranschläge 2004 in Madrid und 2005 in London hatten den Öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) im Visier. Die im Juli 2006 fehlgeschlagenen Anschläge auf zwei Regionalzüge bei Dortmund und Koblenz zeigen, dass auch in Deutschland öffentliche Verkehrsmittel, Haltestationen oder Bahnhöfe zum Ziel terroristischer Anschläge werden können. Daher haben die deutschen Sicherheitsbehörden Maßnahmen ausgearbeitet, mit denen dieser Gefahr begegnet werden kann. Vertreter von Unternehmen und Verbänden des ÖPV waren an den Planungen in den entsprechenden Arbeitsgruppen beteiligt.
Die Sensibilisierungskampagne „AUFMERKSAM UNTERWEGS!“ ist ein wesentlicher Bestandteil des beschlossenen Maßnahmenpakets - ihr Start auf Bundesebene erfolgte bereits. Gemeinsam mit Vertretern des ÖPV im Saarland und der saarländischen Polizei stellte Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Kampagne und deren Inhalte im Rahmen einer Pressekonferenz am 18. Mai 2006 der Öffentlichkeit vor. Mit der Kampagne sollen die Möglichkeiten zur Früherkennung geplanter Anschläge erhöht und angemessene Reaktionen auf entsprechende Sachverhalte gewährleistet werden. Die Betreiber des ÖPV, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Fahrgäste sollen für die Ziele der Kampagne sensibilisiert werden. Im Fokus stehen dabei herrenlose Gegenstände, die üblicherweise als Fundsachen gelten, zum Beispiel Taschen, Rucksäcke oder Koffer. Herrenlose Gegenstände sollten grundsätzlich einer Sicherheitsüberprüfung durch die zuständigen Stellen unterzogen werden. Mit der Kampagne „AUFMERKSAM UNTERWEGS!“ soll erreicht werden, dass begründete Verdachtsmomente den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ÖPV oder der Polizei mitgeteilt werden. Um diese Sensibilisierung zu erreichen wurden rund 4000 Plakate in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Gebäuden des ÖPV und in Polizeidienststellen im Saarland ausgehängt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ÖPV wurden über die Kampagne informiert und beschult. Sie leiten Meldungen über verdächtige Gegenstände an die Polizei weiter. Die Polizei und Vertreter der Unternehmen des ÖPV im Saarland (Saarländischer Verkehrsverbund, Saar-Pfalz-Bus, KVS, VVB, NVG, Saarbahn) arbeiten eng zusammen, planen und koordinieren alle Maßnahmen zur Umsetzung der Kampagne. Gemeinsam mit Ihnen als Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel und den Beschäftigten des ÖPV möchte die saarländische Polizei mögliche Gefahren verhindern. Wenn Sie herrenlose Gepäckstücke in Bussen, Saarbahn, an Haltestellen oder in Bahnhöfen feststellen, wenden Sie sich bitte unverzüglich an das Aufsichts- und Sicherheitspersonal, Fahrerinnen oder Fahrer der öffentlichen Verkehrsmittel. Von diesen werden die erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet. Lassen Sie die Gegenstände an ihrem Platz stehen und öffnen Sie diese keinesfalls. Unterstützen Sie uns in diesem gemeinsamen Vorhaben und seien Sie "AUFMERKSAM UNTERWEGS" - für unser aller Sicherheit! |
KontaktLandespolizeipräsidium - LPP 2 - Kriminalitätsbekämpfung/Landeskriminalamt
Dezernat LPP 246 - Polizeiliche Kriminalprävention und Opferschutz
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