Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Bildung und Kultur
 

Gustav Rivinius erhält Kunstpreis des Saarlandes

Pressemitteilung vom 30.09.2016 - 18:15 Uhr

Der im zweijährigen Turnus verliehene Kunstpreis des Saarlandes geht in diesem Jahr an den langjährigen Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik Saar, Gustav Rivinius. Eine von Kultusminister Ulrich Commerçon berufene Jury aus wichtigen Persönlichkeiten des Saarländischen Musiklebens hat ihn am Donnerstag, den 29.09.2016, aufgrund seines herausragenden künstlerischen Schaffens für die Verleihung des Kunstpreises vorgeschlagen.

„Gustav Rivinius ist in der hiesigen Musikszene tief verwurzelt und repräsentiert das Land mit großer künstlerischer Strahlkraft", würdigte die Jury Rivinius´ Bedeutung für die saarländische Musikszene. Bild: © Sebastiano Fancellu - fotolia.com
„Gustav Rivinius ist in der hiesigen Musikszene tief verwurzelt und repräsentiert das Land mit großer künstlerischer Strahlkraft", würdigte die Jury Rivinius´ Bedeutung für die saarländische Musikszene. Bild: © Sebastiano Fancellu - fotolia.com

Kultusminister Commerçon hat diese Empfehlung „mit großer Freude“ angenommen: „Mit Gustav Rivinius schlägt die Jury einen Künstler vor, den man mit Fug und Recht seit vielen Jahren als einen Koloss in der saarländischen und internationalen Musiklandschaft bezeichnen kann. Sowohl sein Schaffen als Musiker als auch seine Verdienste als Hochschullehrer genügen allerhöchsten Ansprüchen“, so Commerçon. Der 1965 im Saarland geborene Rivinius wurde bereits im Alter von 24 Jahren mit dem ersten Preis und der Goldmedaille des Internationalen-Tschaikowky-Wettbewerbes ausgezeichnet. „Seitdem entfaltet er eine internationale Konzerttätigkeit, die sich gleichermaßen dem solistischen Auftreten wie auch der Kammermusik widmet. Seine Biographie und seine Diskographie sprechen eindrücklich für sich selbst.“, heißt es in der Empfehlung der Jury.

Gustav Rivinius studierte in Saarbrücken bei Ulrich Voss und Claus Kanngiesser, danach bei David Geringas in Lübeck, bei Zara Nelsova an der Juilliard School in New York und zuletzt bei Heinrich Schiff in Basel. Dort schloss er sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Er musiziert regelmäßig mit Orchestern und Dirigenten von Weltrang, beispielsweise allen deutschen Rundfunkorchestern, den Bamberger Sinfonikern, der Tschechischen Philharmonie, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Londoner Philharmonia Orchestra, dem Tonhalle Orchester Zürich sowie mit Lorin Maazel, Ingo Metzmacher, Hans Zender, Vaclav Neumann, Marek Janowski, David Zinman oder Christoph Eschenbach.

Die Jury würdigte auch Rivinius´ Bedeutung für die saarländische Musikszene: „Gustav Rivinius ist in der hiesigen Musikszene tief verwurzelt und repräsentiert das Land mit großer künstlerischer Strahlkraft. In ihm haben wir nicht nur einen Künstler von unangefochtenem Renommee vor uns, sondern auch einen gleichermaßen engagierten Hochschullehrer, der mit großem persönlichem Einsatz eine der erfolgreichsten deutschen Violoncelloklassen leitet und der mit der Wertigkeit, die er bei seinen Kollegen und Studenten genießt, ein hervorragendes Aushängeschild der Hochschule für Musik und des Saarlandes ist.“

Foto und Lebenslauf: www.gustavrivinius.de

Kunstpreis des Saarlandes:
Der Kunstpreis des Saarlandes wurde 1959 gestiftet und ist die wohl wichtigste saarländische Auszeichnung im künstlerischen Bereich. Alle zwei Jahre honoriert die Kultusministerin bzw. der Kultusminister des Saarlandes mit diesem Preis hervorragende künstlerische Leistungen aus den Bereichen Musik, Literatur und Bildender Kunst (einschließlich Architektur).

Die Preisträgerin oder der Preisträger soll ihren bzw. seinen Wohnsitz im Saarland haben, im Saarland geboren oder mit dem kulturellen Leben des Landes verbunden sein.

Der jeweilige Preisträger bzw. die jeweilige Preisträgerin wird nach einem in den Statuten vorgeschriebenen Verfahren ermittelt: ein Sachverständigen-Gremium erarbeitet Kandidatenvorschläge, anschließend schlägt eine fünfköpfige Jury die Preisträgerin oder den Preisträger vor.

Bisherige Kunstpreisträger:

1959 Heinrich Konietzny (Musik)
1960 Gustav Regler (Literatur)
1961 Fritz Zolnhofer (Bildende Kunst)
1962 Johannes Driessler (Musik)
1964 Edgar Jené (Bildende Kunst)
1965 Clemens Kremer und Manfred Kelkel (Musik, Förderpreis)
1966 Ludwig Harig (Literatur)
1968 Max Mertz (Bildende Kunst)
1970 Clemens Kremer (Musik)
1972 Eugen Helmlé (Literatur)
1974 Karl Hanus (Bildende Kunst, Architektur)
1976 Gerd Boder (Musik)
1978 Oskar Holweck (Bildende Kunst)
1980 Hans Zender (Musik)
1982 Felicitas Frischmuth (Literatur)
1984 Leo Kornbrust (Bildende Kunst)
1986 Theo Brandmüller (Musik)
1988 Johannes Kühn (Literatur / Lyrik)
1990 Boris Kleint (Bildende Kunst)
1992 Rolf Riehm (Musik)
1994 Alfred Gulden (Literatur)
1996 Ulrike Rosenbach (Bildende Kunst)
1998 Tzvi Avni (Musik)
2000 Arnfrid Astel (Literatur)
2002 Hanns Schönecker (Bildende Kunst, Architektur)
2004 Siegmund Nimsgern (Musik)
2006 Sibylle Knauss (Literatur)
2008 Leo Erb (Bildende Kunst)
2010 Christoph Poppen (Musik)
2012 Marie-Luise Scherer (Literatur)
2014 Werner Bauer (Bildende Kunst)