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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
 

„Tag gegen den Schlaganfall“: Schlaganfälle frühzeitig erkennen und Notruf alarmieren

Pressemitteilung vom 09.05.2017 - 16:40 Uhr

In Deutschland sind Schlaganfälle nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache. Rund 650 Menschen erleiden in Deutschland pro Tag einen Schlaganfall – im Saarland sind es etwa 11 Menschen.

Die Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden, nimmt mit steigendem Alter – vor allem ab 60 -  zu. Allerdings sind auch junge Menschen und Kinder betroffen. Aufgrund der alternden Gesellschaft ist davon auszugehen, dass die Zahl der Erkrankten in den nächsten Jahren zunehmen wird.

Für die Behandlung nach einem Schlaganfall ist schnelles Handeln von großer Bedeutung, um das Risiko für bleibende Schäden zu minimieren. Deshalb betont Gesundheitsministerin Monika Bachmann anlässlich des „Tags gegen den Schlaganfall“: „Bei einem Schlaganfall ist es enorm wichtig, dass die Symptome rasch erkannt werden und unverzüglich ein Notarzt informiert wird. Das Krankheitsbild muss in der Bevölkerung noch bekannter werden, damit die richtigen Maßnahmen sofort ergriffen werden können.“

Der F-A-S-T Test hilft Ihnen, die Anzeichen richtig zu deuten:

•      Face (Gesicht): Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln. Wirkt der Mund schief oder verzogen ist dies ein Zeichen für eine Gesichtslähmung.

•      Arms (Arme): Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung wird der Betroffene Probleme mit der Koordinierung und der Kraft in einem oder beiden Armen aufweisen.

•      Speech (Sprache): Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder kommen die Wörter nur schwer oder undeutlich, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.

•      Time (Zeit): Wählen Sie bei Verdacht sofort den Notruf und schildern Sie die Symptome.

Symptome eines Schlaganfalls können außerdem Schluck-, Seh-, und Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen sowie Bewusst-seins- und Orientierungsstörungen sein.

Zur Vorbeugung eines Schlaganfalls sind unter anderem eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Verzicht auf das Rauchen sowie die Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herzrhythmusstörungen von Bedeutung.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann: „Tun Sie sich selbst einen Gefallen und werden Sie aktiv. Schon etwas Bewegung, wie regelmäßige Sparziergänge, eine gesunde Ernährung, maßvoller Alkoholkonsum und der Verzicht auf Tabak und Nikotin können entscheidend sein.“