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Bevölkerungsrückgang im Saarland schwächt sich abZuwanderung aus dem Ausland bremst Abwärtstrend
Ende Dezember 2011 lebten im Saarland 1 013 352 Menschen. Das waren 4 215 oder 0,4 Prozent weniger als zu Jahresbeginn, teilt das Statistische Amt des Saarlandes mit. Wegen der deutlich gestiegenen Zuwanderung aus dem Ausland hat die saarländische Bevölkerung im Jahr 2011 weniger stark abgenommen als im Vorjahr. Im zweiten Jahr in Folge ist zudem die Zahl der Geburten leicht angestiegen.
Die demografische Entwicklung im Saarland wird seit 1995 von einer starken Abnahme der Bevölkerung geprägt. Ursache ist vor allem ein hohes Geburtendefizit. Hinzu kamen in vielen Jahren Wanderungsverluste oder nur niedrige Wanderungsüberschüsse. Im Jahr 2011 konnte dieser Verlauf dank hoher Wanderungsgewinne aus dem Ausland zumindest abgebremst werden. 9 112 Personen zogen im vergangen Jahr aus dem Ausland zu. Das waren 13,7 Prozent mehr als im Jahr 2010. Annähernd gleichgeblieben ist mit 6 070 die Zahl der Fortzüge ins Ausland. Dadurch ergab sich ein Wanderungsgewinn gegenüber dem Ausland von 3 042 Personen. Dies ist der höchste Wert seit 1995.
Allerdings sind erneut deutlich mehr Menschen vom Saarland in andere Bundesländer abgewandert als zugezogen. 11 583 Zuzügen standen 13 600 Fortzüge gegenüber. Per Saldo verlor das Saarland damit 2 017 Personen durch Wanderungen in andere Bundesländer. Diesen Verlust hat die gestiegene Nettozuwanderung aus dem Ausland mehr als ausgeglichen. Insgesamt verzeichnet das Saarland damit einen Wanderungsüberschuss von 1 023 Personen. Ein Jahr zuvor lag der Wanderungsgewinn lediglich bei 190 Personen. Mit 7 088 Neugeborenen ist die Zahl der Geburten im Saarland im Jahr 2011 entgegen dem langjährigen Trend das zweite Mal in Folge geringfügig gestiegen. Im vergangenen Jahr kamen 22 Kinder oder 0,3 Prozent mehr zur Welt als 2010. Ebenfalls leicht zugenommen hat die Zahl der Sterbefälle. 2011 verstarben 12 331 Personen, 35 mehr als ein Jahr vorher. Die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsbewegung aus Geburten und Sterbefällen ergab ein Geburtendefizit von 5 243 Personen. Der Wanderungsgewinn konnte diesen Verlust nicht vollständig ausgleichen. Die saarländische Bevölkerung nahm im Jahr 2011 um 4 215 Personen ab. Prägendes Element für die Bevölkerungsentwicklung im Saarland bleibt also das hohe Geburtendefizit. Weitere Informationen, insbesondere über den Bevölkerungsstand in den Landkreisen sowie den Städten und Gemeinden des Landes, finden Sie in unserem Internetangebot unter www.statistik.saarland.de unter dem Themenbereich "Gebiet und Bevölkerung" und in den diesbezüglichen Statistischen Berichten. |


