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Saarländische Entscheidungskompetenzen gestärktStadt- und Gemeindewerke erstmalig an „neuer“ VSE beteiligt – Land stockt Anteile auf – RWE weiterhin Energiepartner
„Der saarländische Einfluss auf die VSE und der Industriestandort Saarland werden nachhaltig gestärkt und die Arbeitsplätze in der zukunftsorientierten Energiebranche hierzulande langfristig gesichert. Gleichzeitig kann die Energiewende an der Saar mit dem langjährigen Energiepartner RWE weiter vorangetrieben werden.“ Auf diesen Nenner brachte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Zukunftsperspektiven der „neuen“ VSE AG am 29. Juni vor Pressevertretern in Saarbrücken.
Zuvor hatten die alten und neuen Aktionäre die Verträge zur Neugestaltung der Anteilseignerstruktur an der VSE unterzeichnet. Die zuständigen Aufsichtsgremien aller beteiligten Unternehmen und Gebietskörperschaften sowie die Kartellbehörde hatten vorher grünes Licht gegeben.
Erstmalig beteiligen sich in der 100-jährigen Geschichte der VSE saarländische Stadt- und Gemeindewerke an der Aktiengesellschaft über die Kommunale Beteiligungsgesellschaft Saar mbH (KBS) mit 15,33 Prozent am Grundkapital. Gleichzeitig erhöht das Saarland seinen Anteil an der VSE AG von 2,5 auf 6,5 Prozent. Mehrheitsaktionär bleibt mit 50 Prozent und einer Aktie die RWE AG. Unverändert bleiben die Anteile des Regionalverbands Saarbrücken mit 8,95 Prozent, des Landkreises Saarlouis mit 7,2 Prozent, des Landkreises St. Wendel mit 1,74 Prozent, des Landkreises Neunkirchen mit 1,44 Prozent und der Gesellschaft für Straßenbahnen im Saartal AG mit 6,17 Prozent. Historisch bedingt hält die EdF 2,67 Prozent der Anteile an der VSE AG. Durch die neue Aktionärsstruktur wird die Zahl der Aufsichtsratsmandate bei der VSE AG von derzeit 18 auf 21 Mitglieder erhöht. Einmalige Chance zur schnellen Umsetzung der Energiewende An der KBS sind 15 kommunale Energieunternehmen beteiligt. Umgerechnet auf die Anteile an der KBS sind die größten Anteilseigner die KEW Neunkirchen, gefolgt von den Stadtwerken Saarlouis und St. Wendel, den Gas- und Wasserwerken Bous-Schwalbach, den Stadtwerken Merzig und Homburg. Beteiligt sind zudem die Stadtwerke Dillingen und St. Ingbert, Stadtwerke Wadern und Völklingen, die Technischen Werke Losheim und Saarwellingen sowie das Gaswerk Illingen, die WVO Ottweiler und die WVW St. Wendel. Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried begrüßte die mittelbare Beteiligung der saarländischen Kommunen an der VSE AG, die damit zweitgrößter Anteilseigner der VSE sind: „Eine erfolgreiche und nachhaltige Energiepolitik entsteht immer vor Ort. Deshalb ist es wichtig, dass sich die saarländischen Kommunen mit ihrer mittelbaren VSE-Beteiligung jetzt stärker einbringen können. Gerade in Zeiten wachsender Globalisierung erwarten das die Bürgerinnen und Bürger auch.“ „Diese breite Basis der KBS zeigt einmal mehr, wie groß das Interesse an der Beteiligungsmöglichkeit auf saarländischer Ebene seitens der kommunalen Energieunternehmen im Saarland ist“, so KBS-Geschäftsführer und KEW-Vorstand Werner Spaniol. „Aus Partnern sind Aktionäre geworden“, so Regionalverbandsdirektor Peter Gillo als Sprecher der Aktien haltenden saarländischen Gebietskörperschaften. Der hier erzielte energiepolitische Konsens aller Beteiligten innerhalb kürzester Zeit sei für das Land und die Energiewende hierzulande richtungweisend. Die in der VSE zusammengeführten Interessen bieten einmal mehr die Gelegenheit, bestehende Kooperationen, z. B. im Netzbereich, weiter auszubauen, den Einsatz regenerativer Energien zu verstärken, die Infrastruktur zu modernisieren sowie weitere Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekte voranzubringen. „Eine einmalige historische Chance, das Saarland auf dem Gebiet der Energieversorgung als Ganzes weiter zu entwickeln“, so Dr. Thomas Severin als Sprecher der Geschäftsführung des Saarbrücker VVS-Konzerns abschließend. |


