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Geburt
Liebe Mütter und Väter,
Unsicherheiten und Anfangshürden vor und nach der Geburt sollen Sie nicht erschrecken: Bleiben Sie bei allen Fragen und Problemen , die im Alltag mit dem Baby auftauchen gelassen. Ihre Hebamme, Ihr Kinderarzt, andere Mütter und Väter sowie ihr Familien- und Freundeskreis haben genügend Erfahrung, um Ihnen weiterzuhelfen. Doch vergessen Sie bei allem Fachwissen nicht, auf Ihr Gefühl zu hören und Ihrer Intuition zu vertrauen, die oftmals richtig ist. Möglicherweise fühlen Sie sich bei aller Hochstimmung nach der Geburt abder auch seltsam bedrückt, empfinden Sie plötzlich Sorge, z.B. vor dem Stillen, obwohl dies vorher gar keine Frage für Sie war. Dieses Auf und Ab der Gefühle oder auch ein völliges Niedergeschlagensein ist normal und überfällt alle Mütternach der Geburt. Nach einigen Tagen ist es mit diesem so genannten "Baby-Blues" meist wieder vorbei. Wenn Sie aber merken, dass es Sie sehr belastet, sollten Sie besser mit jemandem darüber sprechen, zum Beispiel mit der Hebamme, dem Kinder- oder Frauenarzt. Seit dem 1. Januar 2006 müssen Schwangere, bei denen eine Risikogeburt diagnostiziert wird, auf Grund bundesrechtlicher Vorschrif-ten zur Entbindung direkt in ein Perinatalzentrum eingewiesen werden, bei höchstem Risiko für das Früh- und Neugeborene in ein Perinatalzentrum Level 1, bei hohem Risiko in ein Perinatalzentrum Level 1 oder 2. Diese Perinatalzentren haben hoch spezialisiertes ärztliches und pflegerisches Personal, eine neonatologische Intensivstation und vieles mehr vorzuhalten.
Regionalverband Saarbrücken Klinikum Saarbrücken (Perinatalzentrum Level 1), Caritasklinik St. Theresia Krankenhaus St. Josef Saar-Pfalz-Kreis Universitäts-Frauenklinik Homburg (Perinatalzentrum Level 1),
DRK-Krankenhaus Saarlouis St. Elisabeth-Klinik Saarlouis (Perinatalzentrum Level 2), Städtisches Klinikum Neunkirchen St.Josef-Krankenhaus Neunkirchen (Babyklppe), Verbundklinik Kohlhof (Sozialpädiatrisches Zentrum),
Marienhauskliniken Wadern/Losheim Klinikum Merzig Marienkrankenhaus St. Wendel
Unter dem Begriff "Der plötzliche Kindstod", auch bezeichnet als SIDS (Sudden Infant Death Syndrome), versteht man den plötzlichen Tod eines Säuglings, der weder durch Krankheit noch nach Untersuchungen oder Autopsie am verstorbenen Säugling erklärt werden kann. Die Benennung von Risikofaktoren beruht auf Statistiken, die aus Befragungen betroffener Eltern resultieren. Eine wissenschaftliche Erforschung von Risikofaktoren ist nur sehr eingeschränkt möglich, da man Säuglinge hier einem erheblichen Risiko aussetzen würde. Gegenwärtig erkennt man jedoch ein erhöhtes Risiko durch: - Zigarettenrauch im Umfeld des Säuglings (Schadstoffe in der Atemluft),
- Schaffen und Erhalten einer rauchfreien Umgebung durch Verzicht auf Rauchen in der Schwangerschaft und während der Stillzeit und in der Umgebung des Säuglings, Darüber hinaus wird empfohlen, Kinder in den ersten 14-16 Lebensmonaten nicht im eigenen Zimmer, sondern in einem Raum mit den Eltern schlafen zu lassen. Hierbei ist jedoch umstritten, ob mit dem Schlafen des Säuglings im Elternbett das Risiko für den plötzlichen Kindstod steigen könnte. Neuen Erkenntnissen folgend könnte das Saugen am Schnuller vorbeugend wirken. Da Säuglinge jedoch oftmals bereits kurze Zeit nach dem Einschlafen den Schnuller verlieren, wird diese These diskutiert. Ebenso begegnet man der Annahme, Stillen nach Bedarf des Kindes könne vorbeugend wirken: Aus dem häufigeren Mutter-Kontakt resultieren kürzere, weniger tiefe Schlafphasen. Umstritten ist der Einsatz von Bewegungsmeldern zum Überwachen schlafender Säuglinge oder die Verwendung von Herz-Atem-Monitoren nicht zur Vorbeugung des plötzlichen Kindstodes. |
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