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Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
 

Staatssekretär Christian Seel zeichnet vier Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Merzig-Wadern mit der „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ aus

Pressemitteilung vom 15.12.2016 - 16:55 Uhr

Innen-Staatssekretär Christian Seel überreichte am Donnerstag, 15. Dezember 2016, im Landratsamt Merzig vier Persönlichkeiten, die sich durch ihren Einsatz in der kommunalen Selbstverwaltung verdient gemacht haben, die „Freiherr-vom-Stein-Medaille“. Aus dem Landkreis Merzig-Wadern wurden ausgezeichnet: Josef Bock, Karl-Heinz Brutscher, Hermann-Josef Dorbach und Günther Leistenschneider.

Staatssekretär Christian Seel: „In der heutigen Zeit haben Städte und Gemeinden eine Vielzahl an Herausforderungen zu meistern. Aus diesem Grund ist es ganz besonders wichtig, dass es Menschen gibt, die bereit sind, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Auch im Blick auf die Zukunft sind wir abhängig von den Initiativen, dem Mut und der Tatkraft jedes Einzelnen. Es geht darum, neue Lösungen zu finden. Christian Seel weiter: „Die verdienten Personen, die wir am heutigen Tag auszeichnen, haben im besonderen Sinne Ideenreichtum und Kreativität bewiesen und in ihrer Kommune dadurch mehr Handlungsspielräume ausgelotet. Dadurch haben die heute Geehrten Persönlichkeiten es geschafft, Akzente für ihr Dorf, ihre Stadt oder ihre Gemeinde zu setzen.“

Die Geehrten:

Josef Bock aus Merzig-Besseringen:

Josef Bock war jahrzehntelang mit starkem Engagement kommunalpolitisch ehrenamtlich tätig. In der früher selbstständigen Gemeinde Besseringen gehörte er von 1967 bis 1973 dem Gemeinderat an und war während dieser Zeit auch fünf Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister. Nach seiner Mitarbeit im Amtsrat Mettlach und als Mitglied im Beauftragtengremium der Kreisstadt Merzig wurde Josef Bock im Jahr 1974 Mitglied im Stadtrat Merzig, dem er fast 20 Jahre  lang angehörte. Er war im Ortsrat Besseringen tätig und fast 17 Jahre im Amt des Ortsvorstehers. Er trug im besonderen Maße zur positiven Entwicklung seines Heimatortes bei und erwarb sich während dieser Zeit über alle Parteigrenzen hinweg große Anerkennung und Wertschätzung.

Karl-Heinz Brutscher aus Weiskirchen:

Karl-Heinz Brutscher wurde bereits im Jahr 1979 für die SPD in den Gemeinderat Weiskirchen gewählt und gehörte dem Rat bis 2009, also 30 Jahre lang, an. Als selbstständiger Handwerker war es für ihn nicht immer einfach dieses Mandat zu erfüllen. Karl-Heinz Brutscher setzte sich jedoch als Mitglied des Bau- und Werksausschusses sehr ausdauernd für seine Heimatgemeinde ein. Von 2004 bis 2009 gehörte er zusätzlich dem Kreistag des Landkreises Merzig-Wadern an und vertrat somit auch die Belange der Bürgerinnen und Bürger des gesamten Landkreises. Sein Engagement in der Kommunalpolitik galt immer der baulichen Entwicklung der Gemeinde und den vielfältigen Themen der Handwerkerschaft. Projekte, die er mit vorangetrieben hatte, sind beispielsweise die Ansiedlung eines neuen Gewerbegebietes in Weiskirchen und die Ortskernsanierungen in Rappweiler und Weiskirchen. Als der Kurort noch in den Kinderschuhen steckte, war er für den Geehrten immer ein großes Anliegen. Durch seine Mithilfe wurde Weiskirchen mit den Jahren zum Heilklimatischen Kurort der Premium Class sowie Kneippkurort. Das führte dazu, dass Weiskirchen über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt wurde.

Hermann-Josef Dorbach, Merzig-Ballern:

Hermann-Josef Dorbach war von 1979 an für die CDU im Ortsrat von Ballern, zunächst als stellvertretender Ortsvorsteher und von 1998 an insgesamt 15 Jahre lang als Ortsvorseher. Von 2004 bis 2009 war er zudem Mitglied im Stadtrat Merzig und vertrat die CDU-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Sport und Soziales. In seiner mehr als 30-jährigen Mitgliedschaft warb Hermann-Josef Dorbach im Ortsrat Ballern im Besonderen für das Vereinswesen als einen festen Bestandteil des Gemeinwesens. Diverse Aktivitäten der Vereine, die Belange der Freiwilligen Feuerwehr des Löschbezirks Ballern sowie die Weiterentwicklung der Attraktivitätssteigerung des Stadtteiles Ballern begleitete und initiierte Dorbach mit besonderer Leidenschaft.

Günther Leistenschneider, Losheim am See:

Günther Leistenschneider hat sich bereits früh parteipolitisch in der Kommunalpolitik engagiert. Bereits im Jahr 1992 ist er in den Gemeinderat Losheim nachgerückt und gehörte diesem bis zum Jahr 2009 für die CDU an. Nachfolgend bis 2014 hatte er ein Mandat für seine Partei „Bürger direkt“, für die er auch im Ortsrat vertreten war. Zehn Jahre war er ehrenamtlicher Erster Beigeordneter der Gemeinde Losheim und ist seit Gründung im Jahr 1999 im Aufsichtsrat der Technischen Werke Losheim. Über die Kommunalpolitik hinaus engagierte sich Günther Leistenschneider unter anderem im Museumseisenbahnclub, im Verkehrsverein Losheim sowie im Kreisfremdenverkehrsverband.

 

Auch Frank Wagner, Erster Beigeordneter des Landkreises Merzig Wadern, freut sich über die Anerkennung des politischen Engagements: „Es ist wichtig, dass sich immer wieder möglichst viele Menschen dazu bereitfinden, sich uneigennützig in den Dienst des Wohls der Allgemeinheit zu stellen. Gerade das politische Ehrenamt wird oft unterschätzt. Die Kommunalpolitiker kommen bei der Würdigung ihres ehrenamtlichen Engagements meist zu kurz. Viele Orts-, Gemeinde- und Stadträte sitzen mitunter stundenlang in Sitzungen, um für die Allgemeinheit Gutes zu bewirken. Unabhängig, ob der persönliche Einsatz im Ausbau der Infrastruktur von Straßen, Schulen, Sportplätzen, Kindergärten oder anderen Bereichen liegt, all dies führt letztendlich zu Verbesserungen der Lebensverhältnisse unserer Bürger in unserem Landkreis. Mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille erfährt auch das politische Ehrenamt eine wichtige, sogar notwendige Auszeichnung. Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist nicht ersetzbar und vor allem unbezahlbar.“

 

Zum Hintergrund:

Die „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ ist eine Auszeichnung, die das Saarlandan Bürger verleiht, die sich um die kommunale Selbstverwaltungverdient gemacht haben. Die Auszeichnung wurde am 14. September 1989 vom saarländischen Ministerpräsidenten gestiftet und am 16. September 2002 von der damaligen Innenministerin in einem ergänzenden Erlass konkretisiert. Nur alle zwei Jahre werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen kommunalpolitischen Tätigkeit oder ihres Amtes besondere Verdienste um die kommunalpolitische Selbstverwaltung erworben haben.