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Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
 

Innen-Staatssekretär Christian Seel zeichnet fünf Kommunalpolitiker aus Saarbrücken mit der „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ aus

Pressemitteilung vom 06.12.2016 - 17:35 Uhr

Staatssekretär Christian Seel überreichte am Dienstag, 6. Dezember 2016, im Saarbrücker Schloss fünf Persönlichkeiten, die sich durch ihren Einsatz in der kommunalen Selbstverwaltung verdient gemacht haben, die „Freiherr-vom-Stein-Medaille“. Aus dem Regionalverband und der Landeshauptstadt Saarbrücken wurden Heinz Müller (Klarenthal), Manfred Boussonville (Heusweiler), Jürgen Trenz (Friedrichsthal), Klaus Lösch und Klaus Schroeter (jeweils Saarbrücken) ausgezeichnet.

Christian Seel (hinten) mit den Geehrten (von links nach rechts): Klaus Schroeter, Manfred Boussonville, Heinz Müller, Jürgen Trenz und Klaus Lösch
Christian Seel (hinten) mit den Geehrten (von links nach rechts): Klaus Schroeter, Manfred Boussonville, Heinz Müller, Jürgen Trenz und Klaus Lösch

Christian Seel: „Für die Städte und Kommunen gibt es immer wieder neue Herausforderungen und wir brauchen diejenigen, die bereit sind, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Wir brauchen Frauen und Männer, wie die heute Geehrten, die bereit sind, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Wir brauchen diese Initiativen, den Mut und die Tatkraft jedes Einzelnen, um neue Lösungen zu finden und um kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.“
Der saarländische Innen-Staatssekretär weiter: „Die Ausgezeichneten haben immer wieder Ideenreichtum und Kreativität bewiesen und in ihren kommunalen Räumen Handlungsspielräume ausgelotet und damit Akzente für ihr Dorf, ihre Stadt oder ihre Gemeinde gesetzt. Die Wahrung der Identität ihrer Kommune und ihrer Heimat war dabei ein großes Anliegen.“
 
Die Geehrten:

Manfred Boussonville war 20 Jahre, von 1989 bis 2009, für die SPD Mitglied im Gemeinderat Heusweiler. Von 1994 bis zu seinem Ausscheiden 2009 hat er die Rolle des Fraktionsvorsitzenden übernommen. In dieser Zeit kam es durch sein Mitwirken u.a. zum Abschluss des Kooperationsvertrages der Gemeinde Heusweiler mit den Stadtwerken Saarbrücken und dem Zweckverband Kommunale Entsorgung Saarbrücken. Ebenso war er in die Verhandlungen zum Konzessionsvertrag für Strom zwischen der Gemeinde und der Energis GmbH eingebunden. Herr Boussonville gehörte von 2002 bis 2009 dem Aufsichtsrat der Gemeindewerke Heusweiler an und war im gleichen Zeitraum in der Zweckverbandsversammlung Kommunale Entsorgung vertreten. Er gehörte den Ausschüssen für Personal und Finanzwesen, dem Bauausschuss und dem Schul-Kulturausschuss an. Seit 2009 ist er Mitglied in der Regionalversammlung des Regionalverbands Saarbrücken. Als Sprecher der Fraktion im Schulausschuss hat er sich intensiv um die anforderungsgerechte Ausstattung des neuen Berufsbildungszentrums Völklingen gekümmert und einen gemeinsamen Initiativantrag der beiden großen Fraktionen mit auf den Weg gebracht.

Klaus Lösch war von 1974 bis 1979 im Ortsrat Güdingen für die SPD aktiv und anschließend von 1979 bis 1984 im Bezirksrat Halberg. 1984 wurde er in den Stadtrat der Landeshauptstadt gewählt. Diesem gehörte er 20 Jahre an. Als Stadtverordneter hatte er die Sprecherrolle im Werksausschuss IKS inne. Ebenso war er stellvertretender Sprecher im Personalausschuss und Mitglied im Hauptausschuss. Er gehörte den Aufsichtsräten der Parkhausgesellschaft und der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft an. Neben seiner kommunalen Tätigkeit war Klaus Lösch von 1978 bis 1995 Vorsitzender der Landesfachgruppe der Gewerkschaft „Handel, Banken und Versicherungen (HBV)“ sowie Mitglied der Tarifkommission Versicherungen. Er war fünf Jahre stellvertretender Vorsitzender und acht Jahre Betriebsratsvorsitzender im Gerling Versicherungskonzern. Seit 2006 engagiert er sich als Vorsitzender der Hermann-Diel-Stiftung um die Pflege und Erforschung von Güdingen. Seit 2007 ist er im Presbyterium der evangelischen  Kirchengemeinde Obere Saar und übt seine Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender im Seniorenbeirat der Landeshauptstadt aus.

Heinz Müller war seit 1968 für die SPD im Gemeinderat Großrosseln, dem er bis 1993 angehörte, tätig. Von 1968 bis 1974 hatte er darüber hinaus das Amt des Beigeordneten inne. 1974 hat er sich zusätzlich für ein zweites Mandat entschieden und wurde Mitglied im damaligen Stadtverband Saarbrücken. Dieses Mandat auf der mittleren Verwaltungsebene füllte er 24 Jahre aus. Dem Verwaltungsrat der Sparkasse Saarbrücken gehörte er 16 Jahre lang an, dem Krankenhausausschuss in der SHG 25 Jahre. In seiner Partei hatte Heinz Müller von 1970 bis 1994 die Führungsfunktion des Ortsvereinsvorsitzenden in Großrosseln übernommen. Ebenso hat er sich bei der Arbeiterwohlfahrt und dem Musikverein Großrosseln ehrenamtlich engagiert.

Klaus Schroeter wurde für die SPD zunächst Mitglied im damaligen Stadtverbandstag. Von 1979 bis 1984 sammelte er erste kommunale Erfahrungen und wechselte 1984 in den Stadtrat der Landeshauptstadt. Bis 2014, also 30 Jahre, engagierte er sich im Stadtrat. Er war Sprecher im Personalausschuss und bewältigte den Spagat zwischen angespannten städtischen Finanzen auf der einen Seite und einer zukunftsorientierten qualifizierten Personalpolitik auf der anderen Seite. Ihm war es ein wichtiges Anliegen, die Ganztagschule in Brebach auf den Weg zu bringen. Viele Jahre hat er als stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Saarbrücker Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (VVS) Verantwortung getragen.
Nach der kommunalen Zeit in den Gremien ist Herr Schroeter in der Gewerkschaft präsent, im wissenschaftlichen Dienst der Universität und im Förderverein der Stiftskirche St. Arnual.

Jürgen Trenz kommunales Wirken begann 1979 in der Stadt Friedrichstal, wo er für seine damalige Partei, die SPD, in den Stadtrat eingezogen ist und diesem sechs Jahre angehörte. 1985 wurde er in den damaligen Stadtverbandstag Saarbrücken gewählt, dem er bis 1989 angehörte. 2005 hat er seine bisherige Partei, die SPD, verlassen und sich bei der Partei Die Linke eine neue politische Heimat gesucht. 2007 hatte Die Linke ihn für die Bürgermeisterwahl nominiert. 2009 gelang es ihm wieder, ein Mandat in der mittleren Verwaltungsebene zu erringen. Der Regional¬versammlung gehört er seitdem  an und begleitet die Position des Fraktionsvorsitzenden. 2014 zog er wieder in den Stadtrat seiner Heimatstadt Friedrichsthal ein. Dort ist er ebenso Fraktionsvorsitzender. In Friedrichsthal hat sich Jürgen Trenz insbesondere von 1998 bis 2008 als ehrenamtlicher Vorsitzender des Stadtmarketing eingebracht und führte über 40 Veranstaltungen für Kultur, Sport und Gesundheit durch. Ebenso war er von 1988 bis 1991 Präsident bei Borussia Neunkirchen und von 1999 bis 2003 Jugendbetreuer bei Hellas Bildstock. Darüber hinaus hat er sich in den 70er Jahren verantwortlich in der DGB Jugend engagiert und war 15 Jahre als ehrenamtlicher Richter beim Jugendgericht tätig sowie Mitglied im Musterungsausschuss.


Zum Hintergrund:
Die „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ ist eine Auszeichnung, die das Saarland an Bürger verleiht, die sich um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Die Auszeichnung wurde am 14. September 1989 vom saarländischen Ministerpräsidenten gestiftet und am 16. September 2002 von der damaligen Innenministerin in einem ergänzenden Erlass konkretisiert. Nur alle zwei Jahre werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen kommunalpolitischen Tätigkeit oder ihres Amtes besondere Verdienste um die kommunalpolitische Selbstverwaltung erworben haben.