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Ministerium für Inneres und Sport
 

Innenminister Bouillon beim Spatenstich zur „Umgestaltung des Ravelin V, 4. Bauabschnitt, Ravelinschulter und Ravelingraben“

Innenminister Klaus Bouillon hat am Montag, 21.11.2016, am offiziellen Spatenstich zum 4. Bauabschnitt der Umgestaltung des Ravelin V in Saarlouis teilgenommen. Für den 4. Bauabschnitt hat das Ministerium für Inneres und Sport Bundes- und Landesmittel der Städtebauförderung und Fördermittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von zusammen 1.660.000 Euro in Aussicht gestellt.

Klaus Bouillon mit Saarlouis' Oberbürgermeister Roland Henz (Mitte) und Bürgermeisterin Marion Jost (rechts).
Klaus Bouillon mit Saarlouis' Oberbürgermeister Roland Henz (Mitte) und Bürgermeisterin Marion Jost (rechts).

„Die Umgestaltung des Ravelin V ist ein tolles Vorbild für einen gelungenen Umgang mit historischen Stadtstrukturen. Deswegen hat das Innenministerium auch von Beginn an alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft, um die Realisierung dieses herausragenden Projektes zu unterstützen“, sagt Innenminister Klaus Bouillon.

So sind bisher für die Bauabschnitte 1 bis 3 sowie flankierende Maßnahmen rund 2,75 Millionen Euro Fördermittel der Städtebauförderung, aus dem EFRE sowie GVFG-Mittel (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) bereitgestellt worden. Den 4. Bauabschnitt fördert das Ministerium mit Bundes- und Landesmitteln des Programms „Stadtumbau West“ der Städtebauförderung in Höhe von 664.000 Euro sowie 996.000 Euro EFRE-Fördermitteln der Förderperiode 2014 – 2020, zusammen also mit 1.660.000 Euro.

Ziel des 4. Bauabschnitts der Umgestaltung des Ravelin V ist die Wiederherstellung von Ravelinschulter und Ravelingraben. Im Zusammenspiel mit dem schon freigelegten Hauptgraben und dem Batardeau (Dammbauwerk im Festungsbau) mit Hindernistürmchen kann Wasser im Graben gehalten und aufgestaut werden.

Saarlouis Oberbürgermeister Roland Henz: „Die Rekonstruktion von Ravelingraben und Ravelinschulter wird einen wichtigen Akzent im Festungspark am Ravelin V setzen und weiter zum Verständnis der Vauban‘schen Überschwemmungsfestung beitragen. Damit gehen wir einen weiteren Schritt bei der Auseinandersetzung mit unserem Kulturerbe, wir vermitteln Geschichte und bieten ein attraktives Umfeld für Bewohner, Besucher und Touristen.“


Zum Hintergrund:
Nach der Aufgabe des ehemaligen Schlachthofes und dem Abriss der Gebäude lag die innerstädtisch gelegene und für die Stadtentwicklung bedeutsame Fläche brach. Der Abbruch der Schlachthofgebäude eröffnete neue Sichtbezüge von der Kernstadt zur Vaubaninsel.
Ziel der Stadtentwicklung in der Kreisstadt Saarlouis ist daher die Wiederherstellung und Erlebbarmachung der ehemaligen Festungsanlagen als öffentliche Freifläche, um das innerstädtische Freiraumangebot auszubauen und zu qualifizieren. Die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Stadtumbau Saarlouis Innenstadt“ (inkl. Gelände des Ravelin V) wurde 2007 in das Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen.
Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2009 zeigt u.a. folgende Ziele einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung auf: Stärkung der Europastadt Saarlouis, Identifizierung der Bevölkerung mit ihrer Stadt, Erlebbarmachung der Stadthistorie und Verbesserung der zentrumsnahmen Erholung.
Ziele der Revitalisierung des Ravelin V sind dabei die Schaffung eines barrierefreien Zugangs über die Brücken zur Vaubaninsel und zum Saaraltarm (Nähe Krankenhaus), Rekonstruktion von historischen Mauern und Gräben, Sichtbarmachung der historischen Bezüge, Bau einer großzügigen Freitreppe mit mehrläufiger Rampe, Schaffung von multifunktional nutzbaren Freiflächen im historischen Kontext, Bau von drei Haltepunkten für ankommende Touristenbusse, Einhausung einer Trafostation als Infopavillon.