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Ministerium für Inneres und Sport
 

Vorstellung und Einführung des Polizeilichen Ordnungsdienstes

Am Donnerstag haben Innenminister Klaus Bouillon und Polizeipräsident Norbert Rupp die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des im Saarland neu eingeführten Polizeilichen Ordnungsdienstes (POD) offiziell vorgestellt. Die Hilfspolizeibeamtinnen und -beamten sind nach einem 3-monatigen Qualifizierungslehrgang und abschließender schriftlicher und mündlicher Prüfung nun einsatzbereit.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeilichen Ordnungsdienstes mit Innenminister Klaus Bouillon (oberste Reihe, 3. von rechts) und Landespolizeipräsident Norbert Rupp (oberste Reihe, 2. von rechts).
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeilichen Ordnungsdienstes mit Innenminister Klaus Bouillon (oberste Reihe, 3. von rechts) und Landespolizeipräsident Norbert Rupp (oberste Reihe, 2. von rechts).

„Mit der Einführung eines Polizeilichen Ordnungsdienstes gelingt es uns zeitnah mehr Kräfte auf Saarlands Straßen zu schaffen und die Polizeibeamtinnen und
-beamte zu entlasten. Das ist wichtig für die Sicherheit in unserem Land und für das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Der POD wird künftig eine wichtige Unterstützung für die Polizeibeamtinnen und –beamte im Saarland sein“, sagt Innenminister Klaus Bouillon.

Insgesamt haben 9 Frauen und 21 Männer, davon 4 Mitarbeiter mit Migrationshintergrund (EU-Ausländer), zum 1. Juni ihre Ausbildung zum POD abgeschlossen. Die eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zwischen 19 und 56 Jahren alt. Sie weisen mindestens einen mittleren Bildungsabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vor.

Die Ausbildung gliederte sich in folgende Lerninhalte (insgesamt 232 Unterrichts-stunden):

I. Rechtsgebiete                                                            
1.  Staats- und Verfassungsrecht
2.  Polizeirecht 
3.  Verkehrsrecht
4.  Aufenthaltsrecht
                                               
II. Organisations- und Dienstkunde                                                                                    
1.  Psychologie (z. B. Deeskalationstechniken)
2.  Praxiskunde
3.  Digitalfunk
4.  Verhaltenstraining
5.  Einsatztraining
6.  Berufsethik
7.  Rückführung
8. Geschwindigkeitsüberwachung mit technischem Gerät
9. Gesundheits- und Präventionssport

Organisatorisch ist der POD an das Landespolizeipräsidium 11 – Führungs- und Lagezentrale – angebunden. Der neue Ordnungsdienst ist im Polizeiareal „Wackenberg“ untergebracht und arbeitet im Schicht- und Wechseldienst.

Dem POD obliegen folgende Aufgaben:
- Objektschutzmaßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Flüchtlingsunterkünften
- Unterstützung bei Abschiebungen bzw. Rückführungen
- Technische Verkehrsüberwachung
- Sicherungsaufgaben, insbesondere an polizeilichen Liegenschaften und den Gebäuden des Ministeriums für Inneres und Sport (z. B. Unterkunftswachen, Absicherung von Polizeidienstgebäuden) sowie Absperrmaßnahmen auf Weisung von Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten


Erkennen kann man den POD an seinen blauen Uniformen mit der Aufschrift „Polizeilicher Ordnungsdienst“ sowie an den Dienstkraftfahrzeugen mit der Aufschrift „Polizeilicher Ordnungsdienst“.

Landespolizeipräsident Norbert Rupp freut sich mit den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Polizeilichen Ordnungsdienstes: „Das ist ein Feiertag für uns. Die neuen Kolleginnen und Kollegen, die jetzt nach einer intensiven Ausbildung zur Verfügung stehen, führen zu einer spürbaren und sichtbaren Verstärkung der saarländischen Polizei.“